Werner Stangls Lehrtext.Sammlung
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Version 2.0
Klaus Schießl, 31.7.1996
2) Wozu überhaupt ins Internet ?
4) Wie erreicht man gezielt Rechner und Benutzer im Internet ?
5) Ein Überblick über die wichtigsten Internet-Dienste
5.1. Electronic Mail
5.2. NetNews: Das Usenet
5.3. File Transfer Protocol (FTP)
5.4. Telnet
5.5. Gopher, Veronica
5.6. World Wide Web (WWW)
6.1. Das Protokoll HTTP
6.2. Die Sprache HTML
6.3. URLs - Das Adressierungsschema im WWW
6.4. Browser
6.5. Hilfen bei der Informationssuche im WWW
7) Abkürzungen und Symbole für die schriftliche Kommunikation
8) Netiquette - Ein Verhaltenskodex für das Arbeiten im Internet
Als Internet wird die Gesamtheit aller Netzwerke und Computer bezeichnet, die über das TCP/IP-Protokoll erreichbar sind. Ein Protokoll ist in diesem Zusammenhang eine Sammlung von Regeln, die festlegen, wie sich Computer untereinander verständigen können. Entstanden ist das Internet in den Zeiten des kalten Krieges, als US-Generäle ein dezentrales, ausfallsicheres Kommunikationsnetz schufen. Nach den Militärs kamen zunächst die Wissenschaftler, schließlich die Hacker ins Netz. Heute wird es auf Grund der stark verbesserten Zugangsmöglichkeiten zum Allgemeingut. Das Internet in Form des großen, einheitlichen, globalen Rechnernetzes, vom dem man immer hört, gibt es nicht es eigentlich nicht. Vielmehr besteht es aktuell aus ca. 70000 kleineren Rechnernetzen, die u. a. via Kabel, Richtfunk oder Satellit verbunden sind. Wenn Sie sich unter Computernetzen nichts vorstellen können, denken Sie einfach an das Telefonnetz und ersetzen Sie die Telefone durch Computer. Ein wichtiger Unterschied zwischen dem Telefonnetz und Computernetzwerken besteht darin, daß im Fall des Telefonnetzes zwischen den beteiligten Partnern für die Dauer des Telefongesprächs eine feste, exklusiv für die Kommunikationspartner reservierte Leitung aufgebaut wird. In heutigen Computernetzen dagegen wird die auszutauschende Nachricht i.d.R. zunächst in kleine Datenpakete aufgeteilt. Jedes dieser Pakete enthält einen Teil der Nachricht sowie Steuerinformationen, die angeben, wohin das jeweilige Paket gesendet werden soll. Mit Hilfe der Steuerinformation und Unterstützung durch spezielle Datenvermittlungsrechner finden diese Pakete Ihren Weg durch das Netz zum Adressaten. Hierbei muß nicht jedes Paket denselben Weg gehen, sondern "sucht" sich aus mehreren möglichen Wegen (siehe untenstehende Abbildung) die optimale Route. Dies ist nützlich, wenn z. B. eine Leitung kurzfristig ausfällt oder durch Pakete anderer Internet-Benutzer überlastet ist.

Nebenstehend sehen Sie eine schematische Abbildung der Internet-Vernetzung der USA. In Städten und Institutionen bzw. Firmen existieren lokale Rechnernetze. Diese sind z. B. via Standleitung (d. h. dauerhaft) oder per Modem (d. h. nur zeitweilig) mit ein oder mehreren zentralen Knotenrechnern verbunden, die die oben erwähnte Vermittlungsfunktion erfüllen.
Sie persönlich können am Internet teilnehmen, wenn Sie entweder an einem Rechner arbeiten, der direkt mit dem Internet verbunden ist, oder wenn Sie sich ein Modem bzw. eine ISDN-Karte kaufen und sich via Telefonleitung mit einem am Internet hängenden Rechner verbinden. Im letzteren Fall brauchen Sie einen Provider, d.h. jemand, der Ihnen den Zugang zu den Internet-Diensten ermöglicht.
Die obige Abbildung veranschaulicht weiterhin, daß die Anzahl der Leitungen sowie deren Kapazität (d.h. die Menge an Daten, die pro Sekunde über eine Leitung laufen kann) begrenzt ist. Dies bedeutet für den einzelnen Internet-Benutzer, daß seine Daten umso langsamer durchs Netz wandern, je mehr andere Internet-Benutzer sich mit Ihm die Kapazität der Datenleitungen teilen.
Im Internet tummeln sich heute ca. 30 bis 40 Millionen Benutzer (User) an schätzungsweise 5 Millionen Rechnern (Hosts). Da das Internet nur ein Konglomerat vieler Computernetze ist, gibt es niemand, der die Kontrolle bzw. den Überblick über die angeschlossenen Rechner und Benutzer besitzt. Aus diesem Grund sind auch Zensurmaßnahmen praktisch fast aussichtslos. Wenn Institutionen oder Staaten auf Ihrem Terrain den Transport bzw. das Anbieten bestimmter Daten verbieten, sucht man sich einfach einen anderen Punkt im Netz, wo man unreglementiert derartige Daten einspeisen bzw. erhalten kann, ohne Sanktionen befürchten zu müssen.
Rechner, die für andere Rechner im Internet sowie für die Benutzer des Internet Dienste anbieten, werden als Server bezeichnet. Es gibt z. B. Server, die darauf spezialisiert sind, Software-Archive im Internet anzubieten. Rechner, von denen aus auf Dienste dieser Server zugegriffen wird, werden als Clients (Kunden) bezeichnet.
Man kann das Internet nutzen, um
* Nachrichten an andere Nutzer des Internet zu versenden bzw. von diesen zu empfangen (Electronic Mail)
* sich mit anderen Internet-Benutzern "online" von Rechner zu Rechner zu unterhalten (Talk, IRC, Chat)
* Software und Dokumente aus großen Daten-Archiven zu holen (FTP, d.h. File Transfer Protocol)
* Text- bzw. Multimedia-Dokumente zu vielen Themen auf den Rechner vor Ort zu laden und abzuspeichern (WWW)
* sich auf einem anderen Rechner einzuloggen und dort zu arbeiten (Telnet)
* Diskussionen in Diskussionsgruppen zu verschiedensten Themenbereichen zu verfolgen und ggfs. aktiv dazu beizutragen (Usenet)
Das Internet zeichnet sich dadurch aus, daß unabhängig vom physikalischen Medium, sei es Glasfaser, Kupfer, Funk oder Satellit, eine Kommunikation zwischen verschiedensten Rechnerarchitekturen (z. B. zwischen einem Windows-PC und einem UNIX-Rechner) ermöglicht wird. Dazu ist es notwendig, für alle Kommunikationsvorgänge geeignete Regeln und Steuerkommandos festzulegen, die auf beiden Seiten verstanden werden. Eine Sammlung von Regeln und Steuerkommandos wird in diesem Zusammenhang als Protokoll bezeichnet. Dominierend im Internet ist die Familie der sogenannten TCP/IP-Protokollfamilie. Alle im Internet vorhandenen Dienste wollen über ihr eigenes spezielles Protokoll in Anspruch genommen werden. Näheres hierzu finden Sie bei den einzelnen Diensten.
Angenommen, ich möchte mich von Rechner zu Rechner mit einem anderen Benutzer des Internet unterhalten. Was muß man wissen, um diese Person zu erreichen ? Welche Informationen benötigt man, um gezielt ein Dokument aus einem Daten-Archiv per Internet abzuholen und auf den lokalen Rechner zu laden ?
Für obige Aktionen muß man zunächst in der Lage sein, das "Zielobjekt" zu beschreiben und hierdurch im Internet eindeutig zu identifizieren. Die folgende Abschnitte beschreiben, wie das funktioniert.
Genauso wie im Telefonnetz besitzt auch jeder Rechner, der direkt am Internet hängt, eine eindeutige Nummer, über die er angewählt werden kann. Diese Nummer heißt IP-Adresse (Internet Protocol - Adresse ). In der Praxis ist dies eine 32-bit-Nummer, also eine 32-stellige Binärzahl, die aus Nullen und Einsen besteht. Diese Binärzahl wird normalerweise durch vier durch Punkte getrennte Dezimalzahlen dargestellt, so daß jede Zahl ein Oktett repräsentiert (z.B. 128.6.4.194). Da man mit einem Oktett, also 8 Bit, nur die Dezimalzahlen von 0 bis 255 darstellen kann, kann es keine Internet-Adresse geben, die z. B. "399.457.0.33" lautet. Als normaler Benutzer des Internet müssen Sie aber nicht direkt mit diesen Zahlen hantieren. In der Regel besitzt nämlich jeder Rechner auch einen weltweit eindeutigen Namen, den man statt der verwirrenden Nummern verwenden kann. Spezielle Rechner im Internet, die man "Name-Server" nennt, verwalten in Datenbanken, welcher Name zu welcher Nummer gehört und erledigen im Internet die Umsetzung von Namen in Nummern, ohne daß Sie als Benutzer sich darum kümmern müssen. Sie können jederzeit statt des Namens eines Rechners dessen Nummer benutzen und umgekehrt.
Der allgemeine Aufbau einer Internet-Adresse eines Rechners enthält mehrere Bestandteile:
rechnername.domain(1).domain(2). ..... domain(n).topleveldomain
Die Adresse besteht aus dem eigentlichen Rechnernamen, einer Aufzählung von Zugehörigkeiten zu Domains, die beliebig lang sein kann, sowie der Angabe einer Top-Level-Domain am Ende der Adresse.
Ein Rechner im CIP-Pool der FMI heißt z. B.
wolfker.fmi.uni-passau.de
Die Bestandteile der Adresse (getrennt durch Punkte) beschreiben den Rechner von hinten nach vorn immer spezieller durch Angaben von Zugehörigkeiten zu Domains. Domain-Kürzel besitzen in etwa dieselbe Informationsfunktion wie der Aufkleber mit dem Länderkennzeichen ("D" für Deutschland) auf einem Auto. Gehört das Auto einer Firma, findet man dazu noch einen Firmenaufkleber auf dem Auto. Die Domains wären hier "Deutschland" sowie die Firma.
Die allgemeinste Klassifizierung eines Rechners erfolgt durch die Angabe der Top-Level-Domain, zu der der Rechner gehört. Diese ist ganz hinten im Rechnernamen zu finden. In der Anfangszeit des Internet, als dieses noch auf die USA beschränkt war, ordnete man die Einrichtungen, die Betreiber der Rechner waren, je nach Art der Einrichtung in 6 Top-Level-Domains ein. Die folgende Liste beschreibt die Kürzel der ursprünglichen Top-Level-Domains und die dahinterstehende Art von Einrichtung:
* edu Bildungseinrichtungen (Unis, Schulen)
* com kommerzielle Unternehmen
* gov Regierungsstellen
* mil militärische Einrichtungen
* net Netzanbieter
* org sonstige Organisationen
Mittlerweile werden die Endungen .com und .net aber auch außerhalb der USA verwendet, so daß hier ein Rückschluß auf die Herkunft des Rechners schwierig ist. In der Regel werden aber außerhalb der USA Länderkennungen als Top-Level-Domainbezeichnung verwendet. Diese bestehen immer aus zwei Buchstaben. Die wichtigsten davon sind:
* at Österreich
* ca Kanada
* ch Schweiz
* de Deutschland
* fr Frankreich
* se Schweden
* uk Großbritannien
* tw Taiwan
Beginnt man bei der oben genannte Rechneradresse von hinten zu lesen, so erfährt man in unserem Beispiel zunächst, daß unser Rechner zur Domain "de" gehört, also in Deutschland zu finden ist. Am Beginn der Rechneradresse steht der eigentliche Rechnername, d. h. in diesem Fall "wolfker" (benannt nach einem Passauer Fürstbischof). Zwischen dem Top-Level-Domain-Kürzel und dem eigentlichen Rechnernamen finden Sie weitere Domainzugehörigkeiten, d. h. die Namen der Organisationen und deren Untergruppierungen, zu denen der Rechner gehört (wolfker gehört der "uni-passau" und wird in der Abteilung "fmi" genutzt). Würde man innerhalb der FMI noch nach weiteren Unterabteilungen differenzieren wollen, wäre es erlaubt, weitere Domain-Kürzel im Namen unterzubringen (d. h. die Anzahl der Domainangaben ist prinzipiell nicht begrenzt).
Wenn Sie oben genannten Rechner lokal von einem anderen Rechner unseres Pools aus ansprechen wollen, so genügt "wolfker", um ihn eindeutig zu charakterisiern; wollen Sie den Rechner hingegen von einem Rechner außerhalb der Universität Passau aus ansprechen, so müssen Sie die volle Internetadresse "wolfker.fmi.uni-passau.de" verwenden, um eindeutig zu machen, welchen Rechner Sie ansprechen wollen. Es könnte ja theoretisch viele Rechner im Internet geben, die "wolfker" heißen. Erst durch die anderen Adressbestandteile wird der Name eindeutig.
Übung: Überlegen Sie, wo (Land, Organisation) folgende Rechner stehen könnten:
* picard.phil.uni-passau.de
* www.spiegel.de
* www.uquat.uquebec.ca
* www.open.gov.uk
Sie können übrigens überprüfen, ob ein Rechner auch erreichbar (d.h. am Internet und eingeschaltet) ist. Um dies festzustellen, müssen Sie in einem Fenster den Befehl "ping" eingeben, wobei Sie als Parameter den Rechnernamen mit angeben.
Übung: Geben Sie "ping www.spiegel.de" ein, um die Erreichbarkeit des Rechners "www.spiegel.de" zu testen !
Natürlich können Sie auch die Internet-Nummer erfahren, die sich hinter einer Adresse in Namensform verbirgt. Hierzu müssen Sie über den Befehl "nslookup" eine Abfrage bei einem der oben erwähnten "Name-Server" starten, wobei Sie den Rechnernamen als Parameter mit angeben.
Übung: Stellen Sie die Internet-Nummer fest, die sich hinter dem Namen "www.spiegel.de" verbirgt. Geben Sie hierzu in einem Shell-Fenster "nslookup www.spiegel.de" ein !
Um einen einzelnen Internet-Benutzer gezielt zu erreichen, um Ihm z. B. eine Electronic Mail (kurz: E-mail) zu senden oder um sich mit Ihm von Rechner zu Rechner zu unterhalten, müssen Sie dessen Internet-Adresse kennen. Diese besteht aus zwei Teilen, nämlich
* dem Namen, unter dem ein Benutzer im Internet auftritt
* der Adresse des Rechners, von dem aus er das Internet benützt
Wenn Sie jemandem mit normaler Post einen Brief schreiben, müssen Sie auch Name (hier: Benutzername) und Wohnort (hier: Rechneradresse) angeben, um sicherzustellen, daß der Brief die richtige Person erreicht. Ihr Benutzername im Internet ist derselbe, unter dem Sie sich auch am UNIX-Rechner einloggen. Ihre Internetadresse besteht also aus Ihrem Benutzernamen und dem Namen des Rechners, an dem Sie jeweils gerade sitzen. Hierbei wird der Benutzername vom Rechnernamen durch das Symbol "@" getrennt.
Beispiel: Die Internetadresse des Benutzers "mueller" lautet, wenn er im Pool gerade am Rechner "wolfker" arbeitet:
mueller@wolfker.fmi.uni-passau.de
Anmerkung: Wenn Sie mit dem Benutzer "mueller" lokal hier im Pool Kontakt aufnehmen wollen, genügt es, Ihn mit "mueller@wolfker" anzusprechen.
Wenn Sie die Internetadresse einer Person besitzen, können Sie einiges über die Person erfahren, wenn Sie den Befehl "finger -l" verwenden, wobei Sie die Internetadresse der Person als Parameter mitangeben.
Übung: Finden Sie heraus, welche Informationen über Sie selbst ausgegeben werden, wenn Sie in einem Shell-Fenster "finger -l ihr_benutzername" als Befehl eingeben !
Electronic Mail oder E-Mail gehörte von Anfang an zu der Palette der Internet-Dienste und ist bis heute einer der Haupt-Dienste geblieben. Mit Hilfe des Simple Mail Transfer Protocol (SMTP) können Textdateien, die die ersten 128 Zeichen des ASCII-Codes übertragen werden. Via E-Mail können Sie mit Menschen in aller Welt kommunizieren (Voraussetzung: E-Mail-Adresse) und erhalten die Antwort oft noch am gleichen Tag. E-Mail-Benutzer sprechen im Hinblick auf die Beförderungszeiten von "snail-mail" (Schneckenpost), wenn Sie die normale Briefpost meinen.
E-Mail können Sie auf dem UNIX-Rechner mit einer Vielzahl von Programmen senden und empfangen (netscape, mail, elm, mailtool ...). Benutzern, die oft an Textterminals arbeiten, empfehlen wir das Programm elm; am einfachsten ist jedoch die Verwendung von "Netscape" (Beschreibung siehe unten).
Beim Schreiben einer E-Mail gilt zu beachten, daß -im Gegensatz zu persönlicher direkter Kommunikation- der Adressat den Inhalt verstehen muß, ohne daß Gestik oder Mimik des Absenders zur Interpretation des Inhalts zur Verfügung stehen. An Stellen, wo z. B. Ironie oder Humor im Hintergrund steht, hilft man sich durch Hinzufügen besonderer Symbols für Gefühlsäußerungen (diese Symbole heißen Smileys). Wollen Sie ausdrücken, daß die gerade geschriebene Äußerung mit einem Augenzwinkern zur Kenntnis genommen werden sollte, so setzen Sie z. B. den Smiley ;-) hinter den Satz. Generell gibt es einige Regeln, die man beim Versenden von E-Mail (und auch News-Artikeln, siehe unten) beachten sollte. Näheres hierzu erfahren Sie unter dem Punkt "Netiquette".
Was sind die Schritte für das Versenden und Lesen von E-Mail ? Zunächst benötigen Sie die E-Mail-Adresse des Empfängers. Wie schon weiter oben beschrieben setzt sich eine E-Mail-Adresse zusammen aus dem Benutzernamen des Empfängers und der Internet-Adresse seines Rechners, getrennt durch ein ,,@`` (lies ,,at``), z.B. schiessl@wisurich.fmi.uni-passau.de (das ist die Adresse des Autors). Dann verfassen Sie den Brief mit Hilfe der von Ihnen gewählten Mail-Software bzw. eines Programms zur Texteingabe und geben dem Brief eine kurze Überschrift (Subject), in der in wenigen Worten auf den Inhalt hingedeutet wird. Wenn ich Ihnen z. B. eine E-Mail zusenden würde, die sich im Inhalt mit dem Internet beschäftigt, könnte ich als "Subject" "Internet-Beschreibung" wählen.
Ihr Mailprogramm versendet die E-Mail zum Rechner des Empfängers. Hier wird sie solange in einem "elektronischen Postfach" zwischengespeichert, bis der Empfänger sie liest und ggfs. beantwortet. Falsch adressierte E-Mail geht zurück an den Absender sowie in Kopie an den Postmaster mit dem Hinweis, daß die Mail nicht zugestellt werden konnte.
Hier im CIP-Pool der FMI liegen die elektronischen Postfächer aller Benutzer auf einem speziellen Rechner, dem Mail-Server. Das bringt für Sie folgende Vorteile:
* Wenn Sie E-Mail hier im Pool erhalten, können Sie sie an jedem Rechner des Pools lesen, unabhängig davon, welcher einzelne Rechner des Pools in der Adresse genannt ist
* Bei der Angabe Ihrer E-Mail-Adresse dürfen Sie den Rechnernamen weglassen; sie können als E-Mail-Adresse also alternativ z.B.
ihr_benutzername@wolker.fmi.uni-passau.de
oder aber vorzugsweise
ihr_benutzername@fmi.uni-passau.de
verwenden.
Intern hier im Rechnerpool der FMI wird der Empfänger einer E-Mail durch Angabe des Benutzernamens genügend beschrieben, da jeder Benutzername nur einmal im Rechner-Pool vergeben wird und damit eindeutig ist. Es genügt also, wenn Sie als Adresse einfach nur "mueller" einsetzen, wenn Sie lokal hier im Pool eine Mail an den Benutzer mit Benutzernamen "mueller" versenden wollen.
Was können Sie tun, um die E-Mail-Adresse von Personen herauszufinden, von denen Sie vermuten, daß diese im Internet erreichbar sind, jedoch nicht wissen, wie deren E-Mail-Adresse lautet ? Hierzu benutzen Sie den Befehl "netfind". Näheres finden Sie in der Manual-Page zu diesem Befehl.
Die NetNews stellen ein weltweites Konferenzsystem dar, bei dem Internet-Benutzer Diskussionsgruppen mit einer Vielzahl von Themen aus allen Lebensbereichen gestalten. Vom Ablauf her kann man sich das ganze so vorstellen, daß für jedes Thema ein schwarzes Brett existiert, auf dem man passend zum Thema seine Meinung "anpinnen" kann. Man kann entweder neue Aspekte oder Fragestellungen aufgreifen oder zu vorhandenen Beiträgen "den eigenen Senf" hinzugeben. Auch bei dieser Form der Kommunikation sollte man Grundregeln beachten, die unter "Netiquette" beschrieben sind.
NetNews ist dabei die Bezeichnung für den Dienst, der Begriff ,,Usenet`` beschreibt die Gesamtheit der Rechner, die diesen Dienst zur Verfügung stellen (nicht gleichbedeutend mit Internet!). Die einzelnen Beiträge werden von allen Rechnern des Usenets gesammelt und verteilt, so daß ein einzelner Beitrag einige tausendmal vervielfältigt wird. Mit Hilfe eines lokalen Programms, dem Newsreader (unter UNIX z.B. netscape, nn, tin, xrn), wird eine Verbindung zu einem Rechner aufgebaut, der die News der letzten Wochen, Tage oder Stunden bereithält. Ein Benutzer kann gelesene Artikel speichern, eine Antwort per E-Mail an den Autor (,,reply``) oder in eine Newsgroup schreiben (,,follow-up``) oder eigene Artikel ,,posten``.
Die Artikel sind hierarchisch in Newsgroups geordnet. Das bedeutet, es gibt übergeordnete Themengruppen (Hierarchien), die sich in immer weiter spezialisierte Unterthemengruppen aufspalten. Die wichtigsten übergeordneten Themengruppen sind die ,,Big Seven``:
* comp(uting) Computer und verwandte Themen
* misc(elleanous) Diskussionen, die sonst nirgendwohin passen
* news Nachrichten über die News selbst
* rec(reation) Hobbys, Spiele, Unterhaltung
* sci(ence) Wissenschaftliche Themen
* soc(iology) Diskussionen zu sozialen und kulturellen Themen
* talk Politik und verwandte Themen
Daneben existieren existieren noch Länder- oder Institutionsbezogene Hierarchien, z. B.:
* de Gruppen der deutschen Internet-Domain "de"
* fr Gruppen der französischen Internet-Domain "fr" (in der Landessprache französich)
* schule Diskussionsgruppen zum Theme Schule
Beispiel: Eine Newsgruppe heißt "comp.unix.question". Diese Diskussionsgruppe ist Bestandteil der comp-Hierarchie, d. h. hier geht es um Computer. Der zweite Namensbestandteil sagt, daß es speziell um das Betriebssystem UNIX geht. Der letzte Teil des Namens "question" spezialisiert das Diskussionsthema dahingehend, daß man weiß, daß in dieser Newsgruppe Fragen zum Thema UNIX gestellt und natürlich entsprechende Antworten gegeben werden dürfen.
Übung: Eine Newsgruppe trägt den Namen "de.rec.mampf". Raten Sie mal, worüber man in dieser Gruppe spricht !
Einen großen Anteil am Datenverkehrs im Usenet macht die alt(ernative)-Hierarchie aus. Diese Hierarchie ist entstanden, als 1987 die Betreiber des Usenet-Backbones (das sind die Hauptverteilungsrechner im Usenet) die Gründung der Gruppe rec.sex ablehnten. Zu den ersten Gruppen zählten alt.sex, alt.drugs und alt.rock-n-roll (letztere aus ,,ästhetischen Gründen``, wie einer der Gründer meinte), die auf alternativen Wegen unter Umgehung des Backbones transportiert wurden. Zunächst über Telefonverbindungen zwischen Homecomputern verbreitet, fanden diese News aber auch (heimlich) den Weg ins Internet. Im Gegensatz zu den Hierarchien der ,,Big Seven`` werden die Artikel dieser Gruppen allerdings nicht von jedem Newsserver angeboten. Generell bietet jeder Newsserver allein schon aus Kapazitätsgründen immer nur einen Teil der weltweit vorhandenen Newsgruppen an.
Die Übermittlung von Dateien zwischen Computern über das Internet wird durch den Dienst FTP ermöglicht. Der Name leitet sich aus dem hierbei genutzten File Transfer Protocol ab. Dieser Dienst stellt einen Satz von Befehlen zur Verfügung, mit denen ein entfernter Rechner für die Übertragung von Dateien gesteuert werden kann. Den Rechner, auf dem die Dateien zur Verfügung gestellt werden, nennt man FTP-Server. Der Rechner, auf den die Dateien geladen werden, heißt FTP-Client.
Normalerweise benötigt man ein Passwort, um sich Dateien mit FTP von einem Server abzuholen; dies ist allein schon aus Gründen des Datenschutzes sinnvoll. Viele Server bieten einen Teil ihrer Dateien (Software, Utilities, Informationspakete, Grafik- und Sounddateien, Spiele...) jedoch frei zugänglich im Internet an. Das Abholen von Dateien bei einem derartigen Server nennt man "anonymous ftp", da man sich als Benutzer "anonymous" beim Einloggen am FTP-Server ausgibt. Als Passwort gibt man die eigene E-Mail-Adresse an. Dadurch erlaubt der FTP-Server den Zugriff auf Teile seines Dateisystems, die für die Öffentlichkeit frei zugänglich sind.
Im CIP-Pool der FMI kann man als Software entweder direkt das UNIX-Kommando "ftp" oder aber das Hilfsprogramm "ncftp" verwenden, mit dessen Hilfe man Dateien per FTP holen kann, ohne direkt am Rechner dabeisitzen zu müssen. Man kann Dateitransfer via FTP aber auch über "Netscape" und das WWW (näheres hierzu weiter unten) abwickeln.
Hilfreich bei der Suche nach FTP-Dokumenten sind sogenannte "Archies". Ein Archie (die Bezeichnung leitet sich von ,,archive`` ab) ist eine für jeden frei zugängliche Datenbank, die die Inhaltsverzeichnisse aller ebenso frei zugänglichen Anonymous- FTP-Server enthält. Ein Server, der Archie-Dienste für Deutschland anbietet, befindet sich in Darmstadt.
Auch die Archie-Dienste können über "Netscape" genutzt werden (siehe Dokument "Netscape-Einführung").
Das Telnet Protokoll ermöglicht die Fernbedienung eines entfernten Rechners (,,remote login``), indem man sich über das Internet auf diesem "einlogged". In der Entstehungszeit des Internet gab es nur wenige Rechner mit guter Rechenleistung (Mainframes), deren Rechenleistung man über "telnet" von einem einfachen Textterminal aus steuern konnte. Der eigene Arbeitsplatzrechner wird bei einer Telnet-Verbindung nur als ,,dummes`` Terminal, d.h. nur zur Ein- und Ausgabe eingesetzt.
Gopher zählt zu den neueren Diensten im Internet und bietet seinen Nutzern Zugriff auf Dokumente in Textform. Ergänzt wird Gopher durch ein Such- und Abfragesystem namens VERONICA. Gopher wurde jedoch mit fliegenden Fahnen von einem anderen Dienst (WWW) überholt, der die Einschränkung auf Texte fallen ließ. Deshalb soll hier auf Gopher und VERONICA nicht näher eingegangen werden.
Die Benutzung der Dienste Telnet und FTP erforderte in der Vergangenheit die Kenntnis spezieller UNIX-Befehle mit kompliziertem Aufbau sowie die Eingabe einer Internet-Adresse. Außerdem hatte die Informationssuche via FTP den Nachteil, daß kein Online-Zugriff möglich war. Ein Dokument mußte immer erst übertragen und gespeichert werden, um einen Blick auf den Inhalt werfen zu können.
Um diesen Einschränkungen zu begegnen, sind in den letzten 6 Jahren komfortablere, erweiterte Internet-Dienste entstanden, die die Informationssuche vereinfachen. Der wichtigste hiervon ist das World Wide Web. Das World Wide Web steht für die Integration aller bisher genannten Dienste unter einer Oberfläche und ist mit seinen Hypermedia-Fähigkeiten der bisher komfortabelste und leistungsfähigste Dienst. Da Sie im folgenden selbst die genannten Dienste unter dem Dach von WWW benutzen werden, sollen im nächsten Kapitel nun eingehend die Prinzipien des WWW beschrieben werden.
Das World Wide Web steht für die Integration vieler Internet-Dienste unter einer Oberfläche und ist mit seinen Hypermedia-Fähigkeiten der bisher komfortabelste und leistungsfähigste Dienst. Hypermedia bedeutet zunächst, daß Dokumente verschiedenster Art (auch Bild, Ton usw., d. h. alles was man unter Multimedia versteht) verwendet werden können. Ein Hypermedia-Dokument muß nicht (wie z.B. ein Buch) linear (d.h. von vorne nach hinten) gelesen werden, sondern enthält markierte Verbindungspunkte, die zu anderen Dokumenten führen. Durch einfaches Anklicken dieser Verbindungspunkte (Links) kann man sich sehr einfach durch den Informationsdschungel des Internet von Dokument zu Dokument hangeln, ohne wissen zu müssen, auf welchem Server das Dokument liegt bzw. mit welchem Protokoll das Dokument abgeholt werden muß. Die Tatsache, daß die Benutzung keine umfangreichen Kenntnisse mehr erfordert und auch die Erstellung von eigenen WWW-Dokumenten in kurzer Zeit gelernt werden kann, hat zu einer explosionsartigen Verbreitung von WWW geführt und wird das Internet vor eine erhebliche Belastungsprobe stellen. Die 1989 von Physikern am Kernforschungszentrum CERN in Genf entwickelte Architektur baut auf vier Komponenten auf:
* dem Protokoll HTTP als Basis für den Datenaustausch
* der Sprache HTML, in der Hypermedia-Dokumente geschrieben werden
* den URLs, d.h. einem Adressierungsschema, mit denen auf Dokumente und Dienste verschiedenster Art im Internet zugegriffen werden kann
* der Benutzeroberfläche (Browser) zum Zugriff auf das WWW
Der erste Bestandteil ist das Protokoll HTTP (Hyper-Text Transfer Protokoll), mit dem die Verbindung zwischen einem WWW-Server und einem WWW-Client-Programm betrieben wird. Server im WWW sind die Computer, auf denen die Informationen gespeichert sind. Mit "WWW-Server" ist einerseits der Rechner gemeint, andererseits aber auch das Programm, die Server-Software, die den Dienst nach außen verfügbar macht. Mit Clients (Kunden) meint man sowohl die Benutzer, die Informationen haben wollen als auch die Client-Programme, mit denen die Benutzer von ihren eigenen Rechnern aus auf die Informationen der Servern zugreifen. Solche WWW-Client-Programme werden auch als Web-Browser bezeichnet.
Die Verwendung von HTML (Hypertext Markup Language) zur Erstellung von WWW-Dokumenten erlaubt es
* Verweise auf andere Dokumente (,,Hyperlinks``) in einen beliebigen Text zu integrieren
* Multimedia-Dokumente zu erzeugen, die neben Text auch Grafik-, Bild-, Film- und Tonelemente enthalten
Durch Anklicken der Hyperlinks wird die Verbindung zu einem weiteren Dokument aufgebaut. Diese Hyperlinks können dabei nicht nur in den Text integriert sein, sondern sogar Bestandteil von Grafiken sein. Z.B. kann man auf einer Karte der USA, die eine Abbildung der einzelnen NASA-Stützpunkte enthält, einen Ort anklicken und wird direkt mit dem entsprechenden Rechner an diesem Ort verbunden.
HTML beeinhaltet Sprachelemente, die auch von Laien sehr einfach benutzt werden können.
Beispiel: <h1>Dies ist eine Hauptüberschrift</h1>
Das Sprachelement <h1> bewirkt, daß der danach folgende Text als Hauptüberschrift, d. .h. fett und entsprechend groß, auf dem Bildschirm angezeigt wird. Das Sprachelement </h1> am Ende der Zeile hebt diese Formatierung wieder auf.
Die Sprache wird laufend um Sprachelemente erweitert, so daß der Sprachumfang und damit auch die Komplexität der Sprachbenutzung immer mehr wächst. Aktuell ist die Version 3 von HTML in Gebrauch.
Ein URL (das steht für Uniform Resource Locator) ist eine Art Adresse, die alle Angaben enthält, die für das Auffinden einer bestimmten Information im World Wide Web notwendig sind. Ein typischer URL hat den folgenden Aufbau:
protokoll://hostname/directoryname/filename#marke
Beispiel: http://www.uni-passau.de/schule/index.html
bedeutet einen Sprung zur Datei "index.html" im Directory "schule" auf dem WWW-Server "www.uni-passau.de". Eine Marke kommt in dieser URL nicht vor.
* Das Protokoll gibt die Art des Zugriffs und damit die Art der Information an. Für Informationen auf WWW-Servern ist "http" anzugeben, für andere Informationssysteme bzw. Dienste das entsprechende Protokoll (ftp, gopher ...).
* Der Hostname gibt die Internet-Adresse des Servers an, auf dem die Information gespeichert ist (voller Hostname mit "Domain"). In seltenen Spezialfällen können beim Hostnamen noch weitere Angaben der Form
username:paßwort@hostname:portnummer
notwendig sein: ein Username (mit oder ohne Paßwort) für den Zugriff, oder die Portnummer, unter der das Server-Programm auf diesem Rechner läuft.
* Directory- und der Dateiname geben an, welche Datei vom Server auf den Client-Rechner übertragen werden soll.
* Mit einer Marke kann angegeben werden, welche Stelle innerhalb des Files vom Web-Browser am Bildschirm angezeigt werden soll.
Achtung: Im Gegensatz zu den HTML-Befehlswörtern, bei denen die Groß- oder Kleinschreibung egal ist, dürfen innerhalb der URLs Groß- und Kleinbuchstaben nicht verwechselt werden.
In den folgenden drei Abschnitten werden kurz verschiedene Formen von URLs beschrieben. Die Kenntnis dieser Formen ist für die Benutzung des WWW nicht unbedingt notwendig, hilft Ihnen aber vor dem Anklicken eines Links abzuschätzen, was nach dem Anklicken passieren wird.
Unter absoluten URLs werden Adressen verstanden, die unabhängig vom Kontext verstanden werden, d.h. egal in welchem HTML-File sie stehen, der Zugriff erfolgt immer auf dieselbe Information.
http://hostname/ bedeutet die WWW-Start-Page auf dem Rechner "hostname".
Manche Web-Browser tolerieren es, wenn der abschließende Schrägstrich fehlt, bei anderen Web-Browsern führt das aber zu verschiedenen Fehlern. Der Schrägstrich nach dem Hostnamen bzw. nach der Portnummer muß deshalb immer angegeben werden.
http://hostname/directory/ bedeutet eine Übersicht über ein auf dem Rechner "hostname" liegendes Directory oder die in diesem Directory liegende Start-Page (wenn es eine solche gibt).
Der Schrägstrich nach dem Directory-Namen ist notwendig, um ihn von Dateinamen zu unterscheiden. Manche Web-Browser können den Unterschied auch bei fehlendem Schrägstrich feststellen (allerdings nur mit doppeltem Zugriff und damit erhöhter Netz-Belastung). In vielen Fallen führt das Fehlen des Schrägstrichs aber zu verschiedenen Fehlern bei weiteren Links. Der Schrägstrich nach dem Directory-Namen muß deshalb immer angegeben werden.
http://hostname/directory/filename bedeutet eine auf dem Rechner "hostname" im angegebenen Directory liegende Datei.
file:///directory/filename bedeutet eine auf dem lokalen Rechner im angegebenen Directory liegende Datei. Im Fall von PCs sind dabei Laufwerk und Directory nicht in der DOS-Schreibweise sondern in der Form file:///c|/directory/filename anzugeben.
Relative URLs geben die Adresse relativ zur Lage des HTML-Files an, in dem das Hypertext-Link steht. Dies ist für zusammengehörende Files günstig, die eventuell gemeinsam auf einen anderen Bereich übertragen werden.
Die Darstellung... bedeutet eine...
#marke andere Stelle innerhalb derselben Datei
filename andere Datei innerhalb desselben Directory auf demselben WWW-Server.
filename#marke bestimmte Stelle in dieser anderen Datei
directory/filename Datei in einem Subdirectory des aktuellen Directory (relativer Pfad)
../filename Datei im Parent-Directory des aktuellen Directory (relativer Pfad).
/directory/filename Datei in einem bestimmten Directory (absoluter Pfad) auf demselben WWW-Server.
URLs können nicht nur auf WWW-Server, sondern auch auf Gopher-Server, FTP-Server oder andere Internet-Services verweisen. Dazu sind im URL entsprechend statt "http" andere Protokolle sowie evtl. andere Parameter anzugeben.
Das Beispiel ... steht für ...
ftp://hostname/directory/ ein Directory auf einem anonymen FTP-Server.
ftp://hostname/directory/filename eine Datei auf einem anonymen FTP-Server.
telnet://userid@hostname eine Telnet-Verbindung zu einem Internet-Rechner mit Login unter einer bestimmten Userid.
news:news.group.name eine bestimmte Usenet-Newsgruppe auf dem lokalen News-Server (NNTP-Server) des WWW-Client.
mailto:userid@hostname das Senden von Electronic Mail an eine bestimmte Mail-Adresse über das lokale Mail-System des WWW-Client (siehe Spezialeffekte).
gopher://hostname/11/directory ein Directory auf einem Gopher-Server.
gopher://hostname/00/directory/filename einw Datei auf einem Gopher-Server.
Bestimmte Web-Browser verwenden intern Pseudo-URLs für bestimmte Programmfunktionen
(z.B. "about:" für die Ausgabe von Help-Texten oder "newsrc:" für die Subskription von
Newsgruppen). Solche Pseudo-URLs dürfen klarerweise nur innerhalb dieses Web-Browsers und
nicht in HTML-Files verwendet werden.
Die Software, die man benötigt, um sich mit dem eigenen Rechner (dem Client) im WWW zu bewegen, wird als Browser bezeichnet. Es gibt Browser, wie z. B. das Programm "lynx", die dem Benutzer erlauben, auch auf ASCII-Terminals auf das WWW zuzugreifen; empfehlenswert ist aber ein auf Grafik basierender Browser wie etwa Netscape oder Mosaic. Weiter unten erfahren Sie, wie man mit Hilfe des Browsers Netscape im WWW navigiert.
Im WWW finden Sie eine Unmenge wichtiger, aber auch unwichtiger trivialer Informationen. Wenn Sie sich nun im WWW nur durch Anklicken der Links von einem Dokument zum anderen hangeln, ist das so, als ob Sie von Passau nach Flensburg fahren wollen und dabei an jeder Kreuzung aufs Geratewohl abbiegen. Richtig nutzen können Sie das WWW sowie das ganze Internet nur, wenn Sie sich der vorhandenen Suchhilfen bedienen.
Alle Dokumente im WWW zusammengenommen bilden eine Multimedia-Bibliothek spezieller Art im Internet. Da scheint nur logisch, daß man Lesezeichen (in der WWW-Terminologie heißen sie "Bookmarks" oder "Hotlists") verwendet, um sich Adressen besonders interessanter WWW-Dokumente zu merken. Diese werden in Listen gesammelt. Ein einfacher Klick auf die gewünschte Bookmark in der Liste lädt dann das entsprechende Dokument.
Die Gesamtheit der über das Internet und im World Wide Web verfügbaren Informationen und Services ist so umfangreich, vielfältig und unüberschaubar, daß Suchhilfen für das Auffinden von Informationen notwendig sind. Es gibt mehrere verschiedene Suchhilfen basierend auf Datenbanken, die Stichwort- oder Volltext-Suchen entweder im gesamten Netz oder nur in bestimmten Regionen oder Servern oder für bestimmte Themengebiete ermöglichen. Sie werden oft als Erntemaschinen ("Harvester"), Informationsmakler ("Broker") oder einfach nur als Suchmaschinen ("Search Engines") bezeichnet. Immer wieder werden neue Suchhilfen entwickelt. Sie tun also am Anfang Ihrer Arbeit im WWW gut daran, sich die Adressen solcher Suchmaschinen in Ihren Bookmarks abzuspeichern.
Punkt-Punkt-Komma-Strich... oder "die Kunst der Smileys". In diesem Abschnitt sollen Sie einige der Symbole kennenlernen, derer man sich bedient, um seine Gefühle in "schriftlicher Form" kurz darzulegen. Ein solches Symbol heißt Smiley (von "to smile" = lächeln). Es gibt nicht nur den Lächler-Smiley, sondern eine ganze Familie davon. Smileys sind auch bekannt unter der Bezeichnung "Emoticons" (abgeleitet von emotion = Gefühl und Icon = Symbol). Die Bedeutung von Smileys bestimmt der Kontext, in dem Sie auftauchen. Sie sind sehr wandelbare Wesen, für jeden Gefühlsausdruck gibt es einen passenden. Man kann sogar ganze Geschichten nur mit Smileys erzählen. Am besten erkennt man die Bedeutung eines Smileys, wenn man den Kopf beim Anschauen leicht nach links neigt :-) Was auch immer man mit einem Smiley genau sagen möchte, man regt auf alle Fälle die Phantasie des Lesers an !!
:-) Ich freue mich / ich hab nur SpaB gemacht / Ironie
:-( Ich bin traurig / Es tut mir leid / Das war nicht so schön von Dir ...
:-| Das ist mir egal
:-@ Fluchend
:-e Bin enttäuscht...
:-x Küßchen
8-) Smiley für Brillenträger
;-) Es ist nicht so ernst gemeint, wie es da steht; Ihr versteht das schon richtig...
:-#| Smiley für Bartträger
- -:-( Punk Rocker ("real punk rockers don't smile")
7:-) Fred Feuerstein
7:^] Ronald Reagan
:-) 8 Pamela Anderson
:-] Beißender Sarkasmus
Abkürzungen sind vor allem in englischsprachigen Newsgruppen zu finden. Generell allerdings werden Nachrichten mit zu vielen Abkürzungen unleserlich. Untenstehend ein paar Beispiele aus dem Englischen. Im Deutschen haben sich noch keine Abkürzungen im Bereich Computer eingenistet, die nicht auch in normaler Schrift verwendet werden:
BTW by the way (Übrigens)
flame sehr starke Kritik
aka also known as (auch bekannt als...)
asap as soon as possible (so schnell wie möglich)
faq frequently asked question(s) (häufig gestellte Fragen)
fya for your amusement (zu deiner Belustigung)
rotfl rolling laughing over the floor (vor Lachen unter dem Tisch liegen)
rtfm read the f... manual (lies das besch... Handbuch)
imho in my humble/honest opinion (Meiner bescheidenen /ehrlichen Meinung nach)
fyi for your information (Zu Deiner Information)
Ein Grund, warum sich Personen in manchen Situationen nicht so verhalten, wie man es von Ihnen erwartet, liegt einfach darin, daß diese Personen die Spielregeln nicht kennen. Auch für das Internet gibt es eine Reihe von "Spielregeln", die sogenannte Netiquette. Folgender Beitrag zum Thema Netiquette ist -mit einigen Kürzungen- dem Internet entnommen:
URL dieser Seiten: http://www.ping.at/guides/netmayer/
Ich habe diese Information aus der Beobachtung zusammengestellt, daß im Zuge der starken Erweiterung des Internet viele Leute einfach nicht wissen, wie man sich richtig verhält. Der wichtige Punkt besteht in den Vorschlägen bezüglich der Verwendung von "Du" und "Sie" in der Anrede. Diesbezüglich herrscht große Verwirrung. Es steht mir nicht zu, feste Regeln zu erlassen, aber ich möchte doch Richtlinien zusammenfassen. Die klassische Netiquette wurde für ein Computersystem geschrieben, bei dem man sich meist über eine Terminalemulation an einen Zentralcomputer hängt. Die daraus resultierenden Kommentare über Plattenplatz und kopieren auf persönliche Disketten mögen daher für andere Konfigurationen nicht gelten. Es zahlt sich aber immer aus, über die Verschwendung von Ressourcen nachzudenken.
Von Arlene H. Rinaldi, Academic/Institutional Support Services, Florida Atlantic University, Juli, 1994
Übersetzt von Christian Reiser, Einkaufsgasse Internet, Wien, Österreich, Mai 1995
Die Formulierung dieser Anleitung war durch die Notwendigkeit motiviert, Richtlinien für alle Internetprotokolle zu erstellen, um sicher zu stellen, daß allen Benutzern bewußt ist, daß die Möglichkeiten des Internet (kurz "das Netz") nur unter der Voraussetzung verfügbar sind, daß jeder einzelne für die Daten, auf die er zugreift, oder die über das Netz übertragen werden, verantwortlich ist.
Es ist wichtig, daß sich jeder Benutzer des Netzes seiner Verantwortung bewußt ist, die durch den Zugang zu einer sehr großen Anzahl von Diensten, Netzknoten, Systemen und Menschen entsteht. Der Benutzer ist voll und ganz für jede Aktion verantwortlich, die er am Netz durchführt.
Das "Internet" besteht aus mehreren tausenden einzelnen Netzwerken, die es erlauben, daß gegenseitig über die anderen Netzwerke Datenverkehr stattfinden darf. Daten, die am Internet abgeschickt werden, durchqueren eigentlich mehrere verschiedene Netze, bevor sie ihr Ziel erreichen. Daher muß sich jeder Benutzer auch der Last bewußt sein, die er auf andere Netzwerke bringt.
Als Benutzer eines Netzwerkes kann Dir Zugriff auf andere Netzwerke und die dort angeschlossenen Computer gewährt werden. Jedes Netzwerk und System hat seine eigenen Regeln. Aktionen, die in einem Netzwerk üblich sind, können im anderen kontrolliert werden oder sind ganz verboten. Es liegt in der Verantwortung der Benutzer, sich an die Regeln und Vorschriften aller involvierten Netzwerke zu halten. Merke Dir: Die Tatsache, daß eine Aktion durchgeführt werden kann, heißt nicht, daß sie auch durchgeführt werden soll.
Die Benutzung des Netzes ist ein Privileg, und kein Recht, welches bei schlechtem Benehmen jederzeit entzogen werden kann. Derartiges schlechtes Benehmen beinhaltet die Positionierung von illegalem Material auf einem System, die Benutzung von beleidigenden Ausdrücken und Schimpfwörtern sowohl in privaten als auch öffentlichen Nachrichten, das Senden von Nachrichten, die den Verlust von Arbeitszeit oder Systemverfügbarkeit bei der Empfängerin verursachen können, das Senden von Kettenbriefen und jede andere Verwendung, die eine Überlast am Netzwerk verursachen, oder die Arbeit anderer stören kann.
Der Inhalt und die Wartung der elektronischen Mailbox liegt in der Verantwortung des jeweiligen Benutzers:
* E-mail täglich überprüfen und innerhalb des erlaubten Plattenplatzes bleiben.
* Ungewünschte Nachrichten sofort löschen, sie brauchen Plattenplatz
* Möglichst wenig Nachrichten in der Mailbox lassen
* Geh niemals davon aus, daß nur Du Deine e-mail lesen kannst. Andere können auch unter Umständen Deine mail lesen. Schicke nie und hebe nie etwas auf, was Dich stören würde, wenn Du es in den Abendnachrichten siehst.
Der Inhalt und die Wartung des Plattenplatzes liegt in der Verantwortung des jeweiligen Benutzers:
* Hebe möglichst wenig Dateien auf. Dateien sollen auf die private Festplatte oder Disketten kopiert werden.
* Überprüfe routienemäßig Deine Dateien auf Viren, besonders wenn Du Programme zu Dir übertragen hast.
* Deine Dateien können von jeder Person mit Systemprivilegien gelesen werden. Speichere daher nichts Privates
* Viele Telnet-Server bieten Dokumentationsfiles online oder über ftp. Hole diese Dateien und lese sie lokal, bevor Du es mit Versuch und Irrtum versuchst.
* Denke auch an andere Benutzer, die Information suchen. Bleibe nur so lange in einem System, wie unbedingt notwendig, und verlasse es gleich danach.
* Lade die Information auf Deine persönliche Festplatte oder Disketten.
* Benutzer sollten auf die Paßwort-Abfrage des FTP-Servers mit ihrer e-mail Adresse antworten, so daß ein Knoten verfolgen kann, von wem er benutzt wird. Sollte die e-mail Adresse einen Fehler auslösen, verwende "Guest".
* Wenn möglich beschränke die Übertragung besonders von großen Dateien (größer als 1 MB) auf außerhalb der Bürozeiten des eigenen und des anderen Computers; bevorzuge den späten Abend.
* Halte Dich an Zeitbeschränkungen des Computers, von dem Du die Dateien holst.
* Kopiere übertragene Dateien auf Deine persönliche Festplatte oder Disketten, damit Du in Deinen Plattenplatzlimits bleibst.
* Es liegt in der Verantwortung des Benutzers, Copyright und Linzenzbestimmungen zu beachten. Wenn Dir ein Programm nützt, zahl die Registrierungsgebühr. Wenn Zweifel besteht, kopier es nicht. Es ist schon öfters vorgekommen, daß Programme, die dem Copyright unterliegen, auf ftp-Directories gefunden wurden. Lösche unerwünschte Programme.
Unter elektronische Kommunikation fallen e-mail, listserv-Gruppen, Mailing-Listen und Usenet-News.
* Schreibe Nachrichten kurz und prägnant.
* Konzentriere Dich auf ein Thema pro Nachricht und füge eine aussagekräftige Betreffzeile hinzu, so daß Nachrichten leicht wiedergefunden werden können.
* Verwende keine akademischen Netze für kommerzielle Zwecke.
* Füge eine "Signature" an das Ende von Nachrichten. Diese Signature sollte Namen, Position und elektronische Adresse enthalten, und nicht länger als 4 Zeilen sein. Gegebenenfalls kann sie Adresse und Telefonnummer enthalten. (Die Position ist in der Signature nicht mehr wirklich üblich, dafür findet man immer öfter auch Faxnummer, URL einer persönlichen Web-Seite und Hinweise auf die Verwendung von PGP. Anm. d. Übersetzers)
* Schreibe nur dann in Blockschrift, wenn Du einen Punkt besonders hervorheben möchtest, oder in der Überschrift, *Sterne* vor und nach einem Wort heben es auch hervor. Blockschrift außerhalb von Überschriften wird allgemein als SCHREIEN interpretiert.
* Schreibe nicht mehr als 70 Zeichen pro Zeile und verwende keine Kontrollzeichen.
* Verwende keine Umlaute, solange Du nicht sicher bist, daß sie die Software des Empfängers richtig interpretiert. Das heißt in News, Listserv-Groups und Mailinglists praktisch nie. (Dieser Punkt wurde vom Übersetzer hinzugefügt.)
* Halte Dich an Hierarchieebenen. Schicke e-mail nicht direkt an die "oberste Bossin", nur weil dies möglich ist.
* Sei professionell und vorsichtig, was Du über andere schreibst. E-mail kann leicht weitergeleitet werden.
* Gib bei Zitaten und Referenzen die Quelle in Bezug auf Copyright und Lizenzbestimmungen an.
* Es wird als extrem unhöflich angesehen, persönliche e-mail ohne Zustimmung des Absenders an Mailinglisten oder Newsgroups weiterzugeben.
Manche Mailinglists haben ein geringes Nachrichtenaufkommen, andere können jedoch die Mailbox mit mehreren hundert Mails pro Tag anfüllen. Eine große Zahl ankommender Nachrichten benötigt viel Computerresourcen, die an anderer Stelle fehlen können. Anmeldungen für Maillinglists sollten daher auf das beschränkt werden, was man pro Tag auch aufarbeiten kann.
* Wenn Du Dich bei einer Diskussionsgruppe anmeldest, beobachte die Nachrichten einige Zeit, um ein Gefühl dafür zu bekommen, welche Fragen gestellt werden, und welche nicht in die Gruppe passen. Erst wenn Du Dich damit auskennst, fang zu posten an.
* Schau Dir die FAQ (Frequently Asked Questions, eine Liste der meist gestellten Fragen mit Antworten) an. Es ist für Teilnehmer einer Gruppe unangenehm, wenn immer wieder die selben Fragen gestellt werden.
* Beachte, daß es eventuell spezielle Regeln für Mailinglists und Newsgroups geben kann.
* Denk daran, daß Menschen aus vielen verschiedenen Ländern an Diskussionen in Mailinglists und Newsgroups teilnehmen. Geh nicht davon aus, daß sie Fernsehen, Filme, Popmusik oder aktuelle Ereignisse Deines Landes kennen. Wenn eine Referenz notwendig ist, dann erkläre sie bitte.
* Nimm nicht an Diskussionen teil, um beleidigende Nachrichten zu posten. Dir könnte der Netzzugang entzogen werden.
* Wenn jemand eine Nachricht postet, die nicht in die Diskussionsgruppe gehört, antworte nicht in der Gruppe.
* Wenn Du länger als eine Woche nicht an den Computer kommst, melde Dich von Deinen Mailinglists ab.
* Wenn Du Fragen beantworten kannst, tu dies per e-mail. Wenn mehrere Leute auf dieselbe Frage antworten, füllt dies eine Diskussionsgruppe sinnlos an.
* Wenn Du andere Nachrichten quotest (Teile der Nachricht in der Antwort verwendest) editiere alles heraus, was nicht unbedingt für die Antwort notwendig ist. Laß nicht Deine Software die ganze Nachricht wieder mitschicken, auf die Du antwortest. Niemand möchte eine gequotete Nachricht zum dritten oder vierten mal lesen, besonders wenn dann darunter nur "Ja, meine ich auch" steht.
* Wenn Du eine Nachricht in mehrere Diskussionsgruppen schickst, gib alle Gruppen an und entschuldige Dich für eventuelles mehrfaches Erscheinen.
* Widerstehe der Versuchung, direkt in der Gruppe zu flamen (beleidigende oder zurechtweisende Nachrichten zu schicken). Bedenke, die Gruppe ist öffentlich und für konstruktiven Meinungsaustausch gedacht ist. Behandle die anderen, wie Du von ihnen behandelt werden möchtest.
* Wenn Du eine Frage in eine Diskussionsgruppe stellst, bitte um Antworten als persönliche Mail. Poste eine Zusammenfassung der Antworten zu Deiner Frage in der Gruppe.
* Wenn Du auf eine Nachricht in einer Gruppe antwortest, überprüfe die Adresse (Person direkt oder Gruppe). Es kann sehr unangenehm sein, wenn eine Antwort, die an eine bestimmte Person gerichtet ist, in der Gruppe erscheint.
* Wenn Du dich für eine Mailinglist anmeldest, hebe die Bestätigungsmail auf. Damit hast Du die Adresse für (vorübergehende) Abmeldung griffbereit, damit Du Dich während Deines Urlaubs abmelden kannst.
* Benutze Deinen persönlichen e-mail Account für Mailinglists und nicht einen gemeinsamen Büroaccount.
Manchmal kommt es vor, daß Benutzer, die mit der Verwendung von Mailinglists und der Netiquette nicht vertraut sind, SUBSCRIBE oder UNSUBSCRIBE-Nachrichten in die Liste stellen. Sei tolerant und gib gegebenenfalls hilfreiche Information. Andere Benutzer haben kein Interesse, von Dir in einer Liste hinzugefügt oder gelöscht zu werden. Alle administrativen Aufgaben, wie z. B. Löschen oder Hinzufügen, sollen an einer eigenen Adresse und nicht in der Liste passieren. Mail dieser Art sollte an folgende Adressen geschickt werden:
LISTSERV GROUPS - LISTSERV@host
MAILING LISTS - listname-REQUEST@host oder listname-OWNER@host
Um sich bei einer Mailinglist oder einem Listserver an- bzw. abzumelden, sendet man
folgene Zeilen in der Nachricht (nicht im "Subject"):
SUBSCRIBE Listenname Vorname Nachname (Anmeldung)
UNSUBSCRIBE Listenname
1. Du sollst nicht Deinen Computer benutzen um anderen Schaden zuzufügen.
2. Du sollst nicht anderer Leute Arbeit am Computer behindern.
3. Du sollst nicht in anderer Leute Dateien stöbern.
4. Du sollst nicht den Computer zum stehlen benutzen.
5. Du sollst nicht den Computer benutzen, um falsches Zeugnis abzulegen.
6. Du sollst nicht Software benutzen oder kopieren, für die Du nicht gezahlt hast.
7. Du sollst nicht anderer Leute Ressourcen ohne deren Erlaubnis verwenden.
8. Du sollst nicht anderer Leute geistig Werk als Deines ausgeben.
9. Du sollst über die sozialen Konsequenzen Deiner Programme nachdenken.
10. Du sollst den Computer so benutzen, daß Du Verantwortung und Respekt zeigst.
10a. Du sollst die Systembetreuer deines Rechners respektieren :-)
Bis vor kurzem war im deutschsprachigen Bereich des Internet fast nur "Du" üblich. Durch die beginnende kommerzielle Nutzung und durch viele neue Benutzer am Netz herrscht zur Zeit jedoch eine gewisse Verunsicherung, ob man "Du" oder "Sie" verwendet. Es steht mir sicher nicht zu, Regeln aufzustellen, wann man "per du" oder "per sie" zu schreiben hat, ich kann nur ein paar Vorschläge unterbreiten.
* Wenn Du Deinen Kommunikationspartner auch sonst kennst, bleibe bei der Anrede, die Du sonst auch verwendest.
* Der Sinn vieler Diskussionsgruppen besteht oft darin, technische Fragen zu stellen und zu beantworten. Das geht leichter von der Hand, wenn man "per Du" ist. Ich schlage daher vor, dies in Diskussionsgruppen beizubehalten.
* Bei Mails an Teilnehmer von Diskussionsgruppen, die man auch von dort kennt, spricht nichts dagegen, auch dort "Du" zu verwenden.
* Eindeutige kommerzielle e-mails, in der Art, wie man sonst Geschäftsbriefe schreibt, sollten auch wie Geschäftsbriefe formuliert werden.
* Nicht wundern, wenn man "per Sie" oder "per Du" angeschrieben wird - einfach genauso antworten.