Operantes Lernen


 

Behaviorismus

Der Behaviorismus gehört zu den einflußreichsten Schulen der amerikanischen Psychologie. Sie wurde 1913 durch Watson gegründet. Sie ist eine allgemeine und umfassende Bezeichnung für alle beobachtbaren Aktivitäten des lebenden Organismus.

Man unterscheidet zwischen offenen und verdeckten Verhalten. Das offene Verhalten ist durch Instrumente , das verdeckte Verhalten ist durch erschließbare Aktivitäten festzustellen.

VERHALTEN = amerik. BEHAVIOR, engl. BEHAVIOUR

Im frühen Behaviorismus wurde lediglich die Tätigkeit der Muskeln und Drüsen als Verhalten angesehen. Heute zählt zum Verhalten auch denkerische Tätigkeiten sowie Mimik, Gestik und Haltung

Die wichtigste Methode des Behaviorismus ist das Tierexperiment. Die dort erlangten Untersuchungsergebnisse werden auf den Menschen übertragen.
Die bekanntesten Vertreter dieser Schule sind:

Guthrie, Holt, Hull, Hunter, Lashley, Skinner, Tolman, Watson und Weiss.

Die einzelnen Forscher entwickelten sehr unterschiedliche Theorien und die exstremste Form, der deskriptive Behaviorismus, wurde von Skinner begründet. Diese Theorie wird deshalb als besonders extrem angesehen, weil sie von dem Menschen als einem "leeren Organismus" ausgeht. Physiologische und psychologische Variablen werden dabei völlig ausgeschlossen.

Operantes Konditionieren

Das Operante Konditionieren bezeichnet eine Lernform.

Im Gegensatz zum klassischen Konditionieren (dem Vorläufer des operanten Konditionierens) wird der Reiz nicht unabhängig von einer Reaktion präsentiert, sondern es erfolgt erst ein Reiz (= Verstärkung), wenn eine bestimmte Reaktion eintritt.

Eins der berühmtesten Beispiele dafür ist die "Skinner Box"

Skinners Ziel war das lernen durch Erfolg, bzw. durch positive Verstärkung.

Er unterscheidet dabei zwei Verstärkungsarten. Zum einen die positive Verstärkung und zum anderen den Entzug von unangenehmen Konsequenzen, die negative Verstärkung.  Die negative Verstärkung führt Skinner zur Folge zum Löschen eines unerwünschten Verhaltens. Die negative Verstärkung ist keine Form der Bestrafung.

Ein erwünschtes Verhalten wird positiv verstärkt, indem es belohnt wird, wie z.B. in der Skinner-Box durch eine Futterkugel.

Skinners Lerntheorien werden auch heute noch in Tierdressuren, in der Werbung und in der Verhaltenstherapie gebraucht.

Zu Skinner:

Geburtsdatum:         20.03.1904
Ort:                         Susquehanna, Pennsylvania
Ausbildung:             Studium der PSYCHOLOGIE an der Harvard-University
                                Dort seit 1948 als Professor der Psychologie beschäftigt.
Werke:                     Walden Two (Futurum II), New York 1948
                                The analysis of behavior. Toronto-London 1961 (mit J.-G. Holland)

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