Hier erhältst Du detaillierte Informationen über Reiz-Reaktions-Modelle (Black-Box-Modelle). Folge diesem Link, wenn Du Informationen zu den grundlegenden Begriffen der klassischen Konditionierung benötigst. Was versteht man unter operanter Konditionierung? Diese Frage wird hier beantwortet. Dieser Link führt zu einer Seite, die Informationen über die Theorien und Experimente von E.C. Tolman liefert. Hier wird eine Abbildung zum oben angeführten Versuch angezeigt.
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Lernen - Kognitive Aspekte des Lernens
  • Abgrenzung des Lernens durch Einsicht von den Reiz-Reaktions-Modellen
  • Erklärung der drei charakteristischen Merkmale des Lernens durch Einsicht
  • Vergleich und Beurteilung verschiedener Auffassungen in bezug auf das Lernen durch Einsicht

Die Reiz-Reaktions-Modelle (klassische und operante Konditionierung) "ignorieren" die während des Lernens stattfindenden (kognitiven) Erkenntnisprozesse. Es stellt sich die Frage, ob diese Auffassung für eine Erklärung des menschlichen Lernverhaltens ausreicht.

Im Rahmen der psychologischen Lerntheorien kam es zu einer Kontroverse zwischen "kognitivistischen" (Lernen durch Einsicht) und "behavioristischen" (Lernen durch Konditionierung) Theorien:

KÖHLER - Lernen durch Einsicht HARLOW - Lernen durch Konditionierung
KÖHLER führte Versuche mit Affen durch, die seine Vermutung bestätigten, daß Lernen nicht durch zielloses Herumprobieren (trial and error) zustande kommt, sonderun durch Umstrukturierung der Wahrnehmung eines Problems.

Diese Umstrukturierung erscheint dem Beobachter als "Einsicht", die durch Nachdenken und Erkennen (cognition) erreicht wird.

KÖHLER versuchte zu ergründen, wie von den Versuchstieren bestimmte Problemaufgaben gelöst werden. Was macht z.B. ein Affe, wenn eine Banane außerhalb seiner Reichweite an der Decke eines Käfigs hängt? Er versucht zunächst vergebens durch Hochspringen und Strecken die Banane zu erreichen. Dann holt er sich plötzlich einige umherliegende Kisten, stapelt sie übereinander und klettert an ihnen hoch, um sich der Banane zu bemächtigen.

HARLOW bezweifelt zwar nicht die Richtigkeit von KÖHLERS Beobachtungen, ist aber der Meinung, daß es sich dabei nur um den Endpunkt eines langen Versuch-und-Irrtums-Lernens handelt, der mehr zufällig den Eindruck vermitteln kann, das Tier habe nachgedacht und dann einen Einfall gehabt.

HARLOW fand bei Experimenten mit Affen heraus, daß sie imstande sind, komplizierte Aufgaben in einem Versuch zu lösen, so als ob sie nachgedacht hätten. Voraussetzung war jedoch, daß er vorher mit ihnen nach der Trial-and-Error-Methode geübt hatte, wie solche Probleme zu lösen sind.

HARLOWS Experiment weist zwar nach, daß bereits gemachte Erfahrungen äußerst wichtig sind, doch wie die Erfahrung organisiert wird, kann mit dem Lernen durch Versuch und Irrtum nicht ausreichend beschrieben werden, wenn es sich um komplexe Problemlösungsaufgaben handelt.

Einer der wichtigsten Vertreter der kognitiven Lerntheorie ist der kalifornische Psychologieprofesser Edward C. TOLMAN, der die Meinung vertritt, daß jede Lernsituation für den Organismus durch verschiedene Zeichen gegliedert ist, die den Weg zu bestimmten Zielen anzeigen.

3 Charakteristika kennzeichnen das Lernen durch Einsicht:


© Linz 1998, Jungwirth & Kaimberger