Hier erhältst Du Informationen
zu den grundlegenden Begriffen der klassischen Konditionierung.
(Für ein Veständnis der aktuellen Seite sehr nützlich!)
Hier wird die Lernkurve
abgebildet und die einzelnen Phasen beschrieben.
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Lernen
- Lernen von Signalen |
- Beschreibung des Pawlow'schen Experiments zur klassischen Konditionierung
- Erläuterung der verschiedenen Phasen des Konditionierungsversuches
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PAWLOW entwickelte ausgeklügelte Experimentiermethoden, um eine quantitative
Erfassung der klassischen Konditionierung zu ermöglichen.
Das Versuchstier (meist ein Hund) wird in einen lärmgeschützten Experimentierraum
gebracht und in ein Haltegeschirr eingespannt. Eine Fistel, die aus der Mundspeicheldrüse
kommt, führt jeden ausgeschiedenen Tropfen Speichel nach "außen",
so daß mit einer Meßanordnung die Menge der Speichelsekretion fortlaufend
registriert werden kann.
Die
Phasen des Konditionierungsversuches 
- Eine Lampe (konditioniertes Signal CS) hinter der Beobachtungsscheibe leuchtet
auf. Der Hund macht einige orientierende Bewegungen, sondert aber keinen Speichel
ab.
- Der CS (Lampe) wird nochmals gezeigt, diesmal wird aber kurz darauf Fleischextrakt
(unkonditioniertes Signal UCS) dargeboten. Der hungrige Hund schleckt an dem
Pulver und scheidet einige Tropfen Speichel (unkonditionierte Reaktion UCR)
aus.
- Die Sequenz CS - UCS - UCR wird einige Male wiederholt. Die Tatsache, daß
dem konditionierten Signal (CS) immer ein unkonditioniertes Signal (UCS) und
damit eine unkonditionierte Reaktion (UCR) folgt, bezeichnet PAWLOW als Bekräftigung
oder Verstärkung, weil dadurch jedesmal
die Bedeutung des CS verstärkt wird.
- Nach wenigen Bekräftigungsversuchen werden schon bei Darbietung des
CS (Lampe) einige Tropfen Speichel abgesondert (konditionierte Reaktion CR),
noch bevor der UCS erschienen ist. Diesen Versuchsabschnitt nennt man Lernphase,
weil mit jeder erneuten Darbietung die Kopplung von CS und UCS beständiger
wird und damit die Auftretenswahrscheinlichkeit einer CR steigt.
- Wird das unkonditionierte Signal (UCS) weggelassen, so tritt dennoch Speichelfluß
auf, der allein durch die Darbietung des CS ausgelöst wird.
- Bei weiterer alleiniger Darbietung des CS nimmt die Stärke der konditionierten
Reaktion (Speichelfluß) jedoch beständig ab. Der Organismus befindet
sich in der Extinktionsphase.
- Bei fortlaufendem Extinktionsversuch unterbleibt schließlich jeder
Speichelfluß. Damit ist die konditionierte Reaktion (CR) extinguiert
(gelöscht) oder verlernt.
- Wird der Versuch für kurze Zeit unterbrochen (Ruhepause),
so tritt allerdings bei erneuter Darbietung des CS wieder Speichelfluß
auf (spontane Erholung). Dieses Phänomen
wird so erklärt, daß während der Extinktionsphase die CS-CR-Verbindung
nicht völlig entkoppelt, sondern nur gehemmt wird.
© Linz 1998, Jungwirth & Kaimberger