Johannes Kepler Universität Linz

Seminar aus Erziehungswissenschaft: Entwicklung im Jugendalter

Leiter: Ass. Prof. Dr. Werner Stangl

© Werner Stangl, Linz 1997.
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Thema 5:
Jugendliche und Selbstfindung

Seminar aus Erziehungswissenschaften
Entwicklung im Jugendalter

Institut für Pädagogik und Psychologie
Abteilung für Pädagogische Psychologie
und Bildungswissenschaft
Lehrveranstaltungsleiter:
Dr. Werner Stangl

Referat: 30. Mai 96

Kneidinger Markus 9255893
Sommer Michaela 9255355

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
2. Selbstfindung - Identitätsfindung im Jugendalter:
2.1. Selbstfindung und Selbstreflexion:
2.2. Der Verlauf der Selbstfindung:
2.3. Adoleszenz als Phase der Innenwendung:
2.4. Ebenen der Identitätsfindung:
Die reflexive Ebene der Identität :
Die optative Ebene der Identität:
Die akzeptative Ebene der Identität:
Die soziale Ebene der Identität:
2.5. Psychosoziale Belastung im Jugendalter:
2.5.1. Innerer Versuch der Belastungsregulation:
2.5.2. Äußerer Versuch der Belastungsregulation:
2.6. Gelingen und Mißlingen der Selbstfindung:
2.7. Vor- und Leitbilder:
2.8. Normen und Werte von Jugendlichen:
3. Schlußbemerkung:

Glossar

Literaturliste

 

1. Einleitung:

Der als Jugendalter bezeichnete Lebensabschnitt stellt durch seine vielfältigen und massiven Veränderungen in den Bereichen: biologische Reife - soziale Integration - Rolle in der Gesellschaft sowie Status gegenüber seinen Mitmenschen - Prozeß der geistigen Entwicklung und Selbstfindung und der damit verbundenen Selbststeuerung, eine der krisenhaftesten Phase im Lebenszyklus des Menschen dar.

Die biologische Reife ist durch Ausbildung der Geschlechtsmerkmale und des Längenwachstum, und bei den Burschen durch die Stimmverschiebung erkennbar.
Unter sozialer Integration ist die zunehmende Orientierung des Jugendlichen auf Sozialkontakte außerhalb der Familie zu verstehen, die sich durch den möglichen Eintritt in das Berufsleben verstärken können und werden. Diese Entwicklung ist in der Regel mit einem Rückgang der sozialen Kontrolle durch die Familie verbunden.

Durch die Integration in die Gesellschaft wird an den Jugendlichen eine gewisse Verhaltenserwartung aktiviert, die sich von der des Kindheitsstatus trennt, aber die des Erwachsenenstatuses noch nicht erreicht.
Einerseits wird von ihm Selbständigkeit erwartet, andererseits wird er in der Familie noch als Kind behandelt. Für den Jugendlichen ergibt sich somit eine erschwerte Orientierungmöglichkeit bezüglich der Rechte und Pflichten die an ihn gestellt werden.

Die Selbstfindung ist geprägt durch den Aufbau einer sozialen Identität oder Ich-Findung, welche auf einer relativen Konstanz von Einstellungen und Verhaltenszielen bezüglich der Person des Jugendlichen und dessen Handlungen beruht (vgl. BRUSTEN, MALINOWSKI 1983, S. 137 f).

In den folgenden Ausführungen wird auf die Selbstfindung und dabei auftretende Konflikte näher eingegangen. Ebenfalls werden die Funktionen von Vorbildern und Leitbildern in die Betrachtung integriert, wie auch die Bedeutung von Normen und Werten der Gesellschaft.

2. Selbstfindung - Identitätsfindung im Jugendalter:
2.1. Selbstfindung und Selbstreflexion:

Die Selbstfindung spielt im JUGENDALTER eine wichtige Rolle und schließt im Prinzip alle Probleme dieser Phase mit ein. im Gegensatz zum Ich, welches die Auseinandersetzung mit der Umwelt im Kleinkindalter deutet, bezieht sich das Selbst auf die Wahrung der Person als solche,

und deren Eigenschaften , womit auch eine Selbsteinschätzung verbunden ist (vgl. HANISCH 1985, S. 11).

Man baut sich Selbst als eine einmalige, unverwechselbare individuelle Person auf, die sich in einer persönlichen Kontur darstellt bzw. präsentiert. Diese Strukturierung ist aber nicht mit dem Abschluß der Pubertät vollendet, sondern ist ein lebenslanger Prozeß der Veränderung (SCHENK-DANZINGER 1994, S. 196).
Wiliam James unterscheidet 3 Komponenten des Selbst: materielle Selbst (Körper-Kleidung-Besitz), soziale Selbst (Anerkennung der Mitmenschen), und das geistige Selbst die psychischen u. geistigen Fähigkeiten des Menschen (vgl. BAACKE 1991, S. 205).

Die Identitätsfindung wird von der eigenen Geschichte in der Weise bestimmt, wie man sie selbst bisher erfahren hat. Folglich wird die Identität im Lebenslauf gewonnen, d.h. durch die laufende Veränderung meiner sozialen Rolle im bezug zu meinen Mitmenschen und der Umwelt (BOCK 1984, S. 77).

Voraussetzung für die Selbstfindung:

Die Voraussetzung für die Selbstfindung ist eine Erweiterung des Bewußtseins nach innen Ichbewußtsein, das mit eine Selbstreflexion bezüglich Gedanken und Gefühle verbunden ist. Es ergeben sich somit Fragen die sich der Jugendliche zur Lösung seines Ringen mit sich selbst stellt:

1.Wie bin ich? (die Frage nach der subjektiven Identität)
2.Wie möchte ich sein? (die Frage nach der wünschbaren Identität)
3.Für wen hält man mich? (die Frage nach der zugeschriebenen Identität)

Der Jugendliche setzt sich also Ziele für seine Persönlichkeitsentwicklung, in Anbetracht seiner Wirkung auf andere (SCHENK-DANZINGER 1994, S. 196). Der Jugendliche baut sich also einen Lebensplan - auf seine realen persönlichen Möglichkeiten angemessen - um Ziele vor Augen zu haben, die für eine laufende Wegkorrektur herangezogen werden können.

2.2. Der Verlauf der Selbstfindung:

Wie oben bereits erwähnt, ist eine Selbstfindung nur durch Selbstreflexion möglich, welche aber in Stufen abläuft. In den Ausführungen von Schenk-Danzinger (SCHENK-DANZINGER 1994, S. 196 ff) erfolgt eine Einteilung in 2 Stufen.

Kritische Betrachtung der äußeren Erscheinung:

Für die Jugendlichen ist das äußere Erscheinungsbild ein sehr wichtiger Faktor für ihre Integration in der Gesellschaft, wobei die Gesellschaft hier in Form von Gleichaltrigengruppen (Peer Group) in erster Linie zum tragen kommt.
Die Frisur wird vielfach zum Abzeichen für die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Kulturkreis, wie dies am Beispiel der Beatles leicht nachvollziehbar ist. Der Trend setzt sich aber auch bei Kleidung und Schuhen fort. Betrachtet man die Snowboard-Szene wird dies eindeutig bestätigt. Es handelt sich hier um eine Bezugsgruppe die im Trend liegt, bzw. ihn festsetzt, es gibt aber auch Jugendidole die als Trendsetter fungieren, und laufend Veränderungen in der Mode bewirken.

Die Anpassungsmöglichkeit an die neuen Trends hängt von der sozialen Schicht ab und steht meist in direktem Bezug zum Einkommen der Eltern der Jugendlicher. Schwieriger wird die Situation bei Problemen wie Sommersprossen und Akne oder auch die Körpergröße, die man nicht verändern kann. Mit diesen spezifischen individuell verschiedenen Problemen, sind Angst und Unsicherheit der Jugendlichen verbunden. Vor allem die Angst des Nichtankommens beim anderen Geschlecht ist weitverbreitet.

Diese erste Stufe der Identitätsfindung ist durch einen Zwiespalt gekennzeichnet. Subjektiv
laubt der Jugendliche durch die Nachahmung eines von vielen akzeptierten Vorbildes sein Selbst finden zu können, objektiv bedeutet jedoch diese Überidentifizierung mit Vorbildern einen weitgehenden Identitätsverlust (vgl. SCHENK-DANZINGER 1994, S. 197).

Betrachtung der inneren Vorgänge:

Eigenschaften und Fähigkeiten treten in der Suche nach der eigenen Identität verstärkt in den Vordergrund, womit eine verstärkte Orientierung der inneren Suche bestätigt wird.
Es herrscht eine seelische Spannung zwischen der eigenen und der gewünschten Identität, welche bei Annäherung an das Wunschbild nachläßt, und sich im Gegensatz bei Mißerfolgen und Hoffnungslosigkeit jemals das Wunschbild erreichen zu können verstärkt.
Dieser laufende Angleichungsprozeß kann den Jugendlichen zu bedeutenden Anstrengungen motivieren.
Sehr problematisch kann diese Spaltung bei Gastarbeiterkindern sein, die sich nicht für eine Kulturform entscheiden können, weil ihnen von ihren Eltern eine kürzere Adoleszenz abverlangt wird (wie in der Heimat), die Jugendlichen aber so leben möchten, wie die Gleichaltrigen im Gastland.

2.3. Adoleszenz als Phase der Innenwendung:

Die folgende Untersuchung von Fend hat als einen Indikator die Selbstaufmerksamkeit , welche die stärkere Beobachtung des eigenen Innenlebens bewertet, und als anderen Indikator die Häufigkeit des Tagebuchschreibens, als einen Sachverhalt der früher von vielen als gesteigerte Innenwendung angesehen wurde.
Die Daten zeigen eine zunehmende Selbstaufmerksamkeitstendenz mit zunehmendem Alter. Es zeigt sich also eine gesteigerte Selbstreflexion in der die Jugendlichen herausfinden wollen, was mit ihnen los ist - wie sie sich verändern usw., d.h. sie stellen sich die Fragen selbst und nicht mehr den Eltern oder anderen Mitmenschen wie Lehrer.

Das Tagebuchschreiben bleibt für alle relativ konstant. Das zentrale Ergebnis ist aber der große Geschlechtsunterschied bei der Selbstbeobachtung. Jungen und Mädchen sind sich im 12 Lebensjahr bei ihrer Selbstbeobachtung noch sehr ähnlich, dann steigt jedoch die Selbstreflexion bei den Mädchen kontinuierlich von Jahr zu Jahr an, bei den Buben bleibt sie bis zum 15 Lebensjahr etwa konstant und zeigt nur im 16 Lebensjahr einen Anstieg an.
Besonders deutlich kommt der Geschlechtsunterschied in der unterschiedlichen Häufigkeit des Tagebuchschreibens zum Ausdruck. Wenn also von einer Innenwendung in dieser Altersphase gesprochen werden kann, so ist diese vor allem bei Mädchen (vgl. FEND 1990, S. 89 ff).

2.4. Ebenen der Identitätsfindung:

Es gibt Komponenten der Identität die eher aus privater Sichtweise gesehen werden können, wie

reflexive= also aus einer nachdenklichen - zurückblickenden Sicht
optative = also aus einer wünschenswerten - zukünftigen Sicht
akzeptative = also aus einer billigenden - zustimmenden Sicht

und eine soziale Komponente = der nach außen offenen Sicht

Die reflexive Ebene der Identität :

Durch die Weiterentwicklung der intellektuellen Fähigkeiten des jungen Menschen, kann er sich selbst zum Gegenstand der Beobachtung und des Denkens machen, und kann so die eigenen Gefühle und Empfindungen verarbeiten. Der junge Mensch erkennt seine Fähigkeiten und kann so seine Grenzen festlegen. Durch Mitteilungen seiner Mitmenschen wird diese Selbstreflexion unterstützt.

Falscheinschätzungen der Fähigkeiten sind nicht zu unterschätzen da sich hierdurch schwerwiegende Konsequenzen für die Berufswahl oder auch Ehe ergeben können. Eine solche falsche Selbstreflexion kann dazu führen, daß sich der Jugendliche als Folge dieser Fehleinschätzing in die innere Welt zurückzieht und sich von der Außenwelt abschließt (vgl. HANISCH 1985, S. 15).
Die optative Ebene der Identität:

Der Jugendliche orientiert sein Denken an Vor- und Leitbildern, und baut seine beruflichen und persönlichen Zukunftsperspektiven daran auf. Ein Problem unserer Zeit ist die Einwirkung von Massenmedien in denen Vor- und Leitbilder suggeriert werden, die vom Jugendlichen im Normalfall nicht erreicht werden können. Der Jugendliche erkennt diese Manipulation oft nicht, und es erfolgt eine negative Einwirkung auf die Selbstfindung, sprich ein Nichterreichen der gewünschten Rolle.
Nur eine positiv beendete optative Ebene ist für den Jugendlichen nützlich, nach dem Motto ich weiß was ich will, und mit meinen Fähigkeiten auch erreichen kann. Er Jugendliche findet also zu seiner Identität (vgl. HANISCH 1985, S. 15).

Die akzeptative Ebene der Identität:

In dieser Ebene vollzieht sich die Annahme der eigenen Person und die Bejahung seines Lebens. Bis zu dieser Phase stellt sich der Jugendliche oft die Frage wozu er lebt, bzw. was ohne seine Anwesenheit anders wäre.
Um die Entwicklung zu einer eigenständigen Person durchführen zu können, ist der Kontakt mit anderen Menschen nötig, die einen Akzeptieren und als eigenständiges Individuum, mit spezifischen Stärken und Schwächen annehmen.
Gute Familienverhältnisse können bei dieser Selbstbildfindung eine große Hilfe sein. Eine gesicherte Anlaufstelle bei Problemen ist im Jugendalter sehr wichtig, da in dieser Zeit die Selbstmordquote (9% aller Todesfälle von Jugendlichen) sehr hoch ist (vgl. SCHENK-DANZINGER 1993, S. 374).
Kann sich der Mensch nicht selbst annehmen, kann dies zur Entstehung von Feindbildern führen, glückt die Annahme, hat das einen Schub von Selbstvertrauen zu folge. Die Selbstannahme ist die Übernahme der Berufs und Geschlechtsrolle in der auch Offenheit, Vertrauen und Toleranz impliziert sind (vgl. HANISCH 1985, S. 16 f ).
Unter einer Rolle - also auch Berufsrolle - versteht man die Summe der Verhaltenserwartungen, die die Gesellschaft - Beruf - an eine Person heranträgt (vgl. SCHENK-DANZINGER 1994, S. 188).
Mit einer geglückten Selbstannahme ist auch die Fähigkeit verbunden über sich nachzudenken, in sich zu gehen, ohne sich verlassen, einsam und hilflos zu fühlen.

Die soziale Ebene der Identität:

Peer Group sind Gruppen von Gleichaltrigen mit gleichen oder ähnlichen Interessenslagen, meist auch aus der selben sozialen Schicht.
Der Jugendliche sucht solche Gruppen um vom Elternhaus Abstand zu bekommen. In einer Peer Group herrschen Verhaltensweisen, an die sich der Jugendliche anpassen muß um in der Gruppe akzeptiert zu sein.
Die Bindung an die Peer Group kann zu grundsätzlichen Verhaltens und Persönlichkeitsveränderungen beim Jugendlichen führen. Wenn beispielsweise die sozialen Schichten zu verschieden sind, kann es zu Identitätskonflikten beim Jugendlichen kommen, deren Ausgang unterschiedlich sein kann. Dieser Konflikt baut auf dem Wunsch nach eigener Unabhängigkeit auf, von der er aber noch nicht weiß, wie sie aussieht und ob er ihr gewachsen ist, was zu einer Identitätskrise führen kann.
Erikson versteht unter einer Identitätskrise eine grundsätzlich normale und vermeidbare Irritation in der jugendlichen Entwicklung (vgl. BAACKE 1991, S. 229).
Auch hier ist eine gute Beziehung zur Familie für den Jugendlichen eine hilfreiche Entlastung.
Nach den Untersuchungen von Shorter wird der Übergang der Sozialisationsfunktion von der Familie zur Peer Group bestätigt. Als Grund nennt er die alternativen Lebensformen und die steigende Zahl der Scheidungen in den letzten Jahren. Beim Geschlechtsrollenverhalten und bei der Berufswahl bleibt aber die Bedeutung der Familie weiter bestehen. Die Struktur in der Familie, wenn die Mutter beispielsweise berufstätig ist, spielt eine entscheidende Rolle bei der Sozialisation. (vgl. JANIG 1981, S. 30 f).

Die Bedeutung der Peer Group wird dadurch verstärkt, daß in der Freizeit die Jugendlichen die Dinge befriedigen wollen die in der Schule oder im Berufsleben ausgeklammert sind. In der Freizeit werden Meinungen gebildet, hinterfragt und gefestigt, Probleme durchdiskutiert und Kontakte zu anderen Jugendlichen geschlossen, kurz es stehen affektive Lernziele im Mittelpunkt. Für den Erzieher ist es darum interessant in welchen Gruppen sich der Jugendliche befindet (vgl. NAUDASCHER 1977, S. 109).

Als Ergebnis der Untersuchung von Naudascher, wird für das Gelingen der Loslösung der Jugendlichen vom Elternhaus, eine gleichzeitig positive Beziehung zu einer Peer Group und zum Elternhaus ausgegangen. Diese kommt aber nur zustande, wenn der Jugendliche ein realistisches Selbstkonzept entwickeln konnte, und/oder wenn zwischen den Normen der Eltern und der Peer Group keine unüberwindbaren Differenzen bestehen, und/oder dem Jugendlichen sachliche Kriterien zur Verfügung stehen, und/oder wenn Cross-Pressure-Situationen reflektiert und gemeinsam von Eltern und Jugendlichen behandelt werden (vgl. NAUDASCHER 1977, S. 136).

Vielfach prägen die Eltern die Peerbeziehungen der jugendlichen, wobei dieser Einfluß mit zunehmendem Alter sinkt. Familie und Peerkontext gleichen sich in vielen Bereichen und Merkmalen. Sind in einer Familie aber häufig Streitigkeiten, dann ist eine kompensatorische Peerbeziehung wahrscheinlich. Einflüsse des Peerkontext auf die Eltern sind zu vermuten, aber genau so wenig erforscht wie die wechselseitige Beeinflussung von Eltern-Kind-Beziehungen und elterlichen Peerbeziehungen (vgl. HOFER 1992, S. 104).

2.5. Psychosoziale Belastung im Jugendalter:

Lebenssituationen die jugendliche belasten und bei denen diese nur bedingt Strategien zur Lösung entwickeln können, um die äußere Realität durch innere Ansprüche in Übereinstimmung zu bringen, lassen sich nach innen und außen unterteilen. Man meint damit ob der Verarbeitungsprozeß auf einer individuuminternen Ebene oder der Bewältigungsversuch durch nach außen gerichtetes und äußerlich sichtbares Verhalten erfolgt (vgl. MANSEL 1991, S. 174 ff).

2.5.1. Innerer Versuch der Belastungsregulation:

Emotionale Anspannung:

Diese stellt nicht nur eine subjektiv wahrgenommene Minderung der Lebensqualität dar, sondern Gefühle sind auch häufig ein gewichtiger Aspekt bei der Entscheidungsfindung und Erarbeitung von Handlungsstrategien.
Positive Gefühle wie Glück, Freude und Zufriedenheit werden bei jungen Frauen weniger oft gefühlt als bei jungen Männern, weiters sind auch die aggressiven Gefühle wie Wut, Zorn und Ärger bei jungen Frauen spürbarer als bei jungen Männern.
Den größten Einfluß der emotionalen Anspannung nimmt die Belastung durch schulische und berufliche Anforderungen, gefolgt von Beziehungsproblemen mit Eltern, Unsicherheit der Realisierung der schulischen Ziele, materielle Mangellage und dem Geschlecht ein (vgl. MANSEL 1991, S. 175 ff).

Negative Selbstwertschätzung:

Negative und positive Emotionen stehen in engem Zusammenhang zu dem Selbstbild und der Selbstwertschätzung der Person. Mit häufiger Wahrnehmung von negativen Gefühlen und dem Ausbleiben positiver Gefühle, steigt die Wahrscheinlichkeit, daß die Person sich als minderwertig, unwichtig, überflüssig sieht, und unzufrieden ist.
Das Selbstbild ist entscheidend für den Aufbau der Identität, d.h. des lebensgeschichtlichen Selbstlernens. Die Auswertung erfolgte durch Anlehnung an die Rosenberg-Studie (1968) und ergab, daß das Selbstwertgefühl der jungen Frauen negativer als das der jungen Männer ist (vgl. MANSEL 1991, S. 185 ff).

Eine Untersuchung von Rosenmayr und Kreutz (1973) zeigt, daß das Selbstwertgefühl auch schichtspezifisch beeinflußt sein kann. Zur Überprüfung würden 15-jährigen Mädchen folgende Fragen gestellt.

Das Selbstwertgefühl ist umso geringer je bescheidener ihre schulische Ausbildung ist.

Aus der Ichbezogenheit heraus kann oft das starke Selbstwertgefühl bei Jugendlichen verstanden werden, welches noch durch Impulse aus dem erotischen Bereich verstärkt wird, um dem anderen Geschlecht zu imponieren (vgl. SCHENK-DANZINGER 1993, S. 375).

2.5.2. Äußerer Versuch der Belastungsregulation:

Medikamentenkonsum:

Nicht sinnvoll ist die regelmäßige Verwendung von Medikamenten, um die psychische Befindlichkeit zu verbessern, oder die Anpassungs- und Leistungsfähigkeit (wieder)herzustellen oder zu steigern. Arzneimittel beeinflussen Körperfunktionen und auch seelische Zustände, und übernehmen so eine Art Ersatzfunktion, was auf Dauer abzulehnen ist. Die Auswertung zeigt, daß mehr als (o) der Jugendlichen im letzten Jahr mehrmals pro Woche pharmakologische Mittel eingenommen hat. 12,2 % der Jugendlichen zur Beruhigung, Aufmunterung und Konzentration, 8,6% gegen Allergien und 7,4% haben ein Abführmittel eingenommen.
Geschlechtsspezifisch haben 30,9% der jungen Frauen und 20,5% der jungen Männer mehrmals wöchentlich Medikamente eingenommen (vgl. MANSEL 1991, S. 209 ff).

Konsum legaler Drogen:

Genuß und Rauschmittel haben seit jeher einen speziellen Stellenwert. Problematisch wird es aber, wenn diese Drogen die Funktion erhalten, Probleme und Schwierigkeiten bei der Bewältigung aktueller Situationen und Aufgaben zu beseitigen. Für Jugendliche besteht der zusätzliche Reiz des Alkohols in der Demonstration der Erwachsenheit. In der Untersuchung wurde gefragt wie oft gewisse Alkoholika wie Bier, Sekt, Wein, Weinbrand.... konsumiert werden.
Die Mehrzahl der Jugendlichen trinkt jedoch nicht häufiger als einmal in der Woche leichte Alkoholika, lediglich 13,3 % konsumieren mehrmals oder täglich.
Sowohl bei denen die niemals Alkohol trinken, als auch bei denen die mehrmals Alkohol trinken, sind die Jungarbeiter und arbeitslosen Jugendlichen überrepräsentativ. Weibliche Jugendliche sind beim Konsum von leichten Alkoholika wesentlich zurückhaltender (vgl. MANSEL 1991, S. 216 ff).

Jugendaggressivität:

Man versteht hier nicht die verbale Aggressivität, die in allen sozialen Schichten vorkommt, sprich gegen Eltern, Geschwister, sondern vielmehr die tätliche Aggressivität die hauptsächlich bei Jugendlichen der unteren sozialen Schichten zu finden ist. Die vorhandene Statusunsicherheit in Kombination mit dem Alkohol führt hier zum Verlust der Hemmungen. Auch die Gruppenzugehörigkeit, bzw. die Position in der Gruppe wird oft durch Raufereien mit Gegnern bestimmt. Einzelkinder lernen aggressives Verhalten im Vergleich zu Kindern mit Geschwistern, eher nicht. Die Zerstörung von Telefonzellen und Straßenbahnwagen wird von Jugendlichen mit Langeweile, oder Diskriminierung ihrer Persönlichkeit begründet (vgl. SCHENK-DANZINGER 1993, S. 419 f).

2.6. Gelingen und Mißlingen der Selbstfindung:

Gelingt die Identitätsfindung, dann zeigt der Jugendliche relativ überdauernde und konstante Einstellungen, Überzeugungen, und Werthaltungen die auf eine gefestigte Persönlichkeit hindeuten.
Aber nicht bei allen Jugendlichen gelingt diese Identitätsfindung. Sie haben zwar eine äußerliche Eigenständigkeit aufgenommen, z.B. Kleidung und Haare, in dieser bleiben sie aber stecken, wobei andere Jugendliche aus einer introvertierten und narzißtisch geprägten Selbstreflexion nicht herausfinden, welche den Betrachter auf Selbständigkeit verweist, in Wahrheit ist es aber nur Selbstgenügsamkeit (vgl. HANISCH 1985, S. 20).
Arroganz und Überempfindlichkeit sind oft auf mangelhaftes Selbstwertgefühl zurückzuführen, und zeigen eine Flucht vor sich selbst. Auswirkungen können die oben behandelten Themen Alkohol, Drogen aber auch Sekten sein.

Die bedeutende Funktion der richtigen Berufswahl, entsprechend den Fähigkeiten wurde auch zuvor schon angesprochen. Kann der Beruf wegen fehlendem Interesse oder Fähigkeiten nicht ordentlich ausgeführt werden, kann dies zu Unzufriedenheit und einer Identitätskrise führen (vgl. HANISCH 1985, S. 21).

Zur Unterstützung in diesem Selbstfindungsprozeß, ist eine funktionierende Familie oder gute Beziehungen zu Lehrern, aber auch zu Gleichaltrigen von entscheidender Bedeutung. Es kommt aber oft vor, daß sich der Jugendliche von seinen Mitmenschen nicht helfen läßt, indem er sich von ihnen abschließt. Letztlich bleibt es dem einzelnen überlassen, seine eigene Identität zu finden, die Mittel und Wege können von sehr unterschiedlicher Natur sein (vgl. HAUBNER 1985, S. 22 ff).

2.7. Vor- und Leitbilder:

Zuvor wurde über Peer Group gesprochen, wo man sieht, daß sich die Selbstfindung kaum ohne Vor- und Leitbilder vollziehen kann. Aber nicht nur die Orientierung des Jugendlichen allein an Idealen ist für seine Entwicklung maßgebend, sondern er muß sich vielmehr mit ihnen auseinandersetzen, an ihnen wachsen und reifen. Es hängt vor allem von der geistig-seelischen Verfassung ab, ob Vorbilder und Leitbilder als Orientierungshilfe auch wirksam werden und für das Leben Bedeutung erlangen (vgl. HAUBNER 1985, S. 35).

Vorbilder vs. Leitbilder:

Vorbilder werden von Lückert (vgl. LÜCKERT 1965, S. 79) wie folgt definiert: eine Person, die für einen Menschen ein Ziel darstellt, welches er bei der eigenen Persönlichkeitsbildung anstrebt

Leitbilder werden von Hanisch (vgl. HANISCH 1985, S. 44) wie folgt definiert: Zum Unterschied von Vorbildern, wo es um die Ausrichtung nach Verhaltensweisen bestimmter Personen geht, versteht man unter Leitbildern einen allgemeinen Entwurf des künftigen Lebens.
Typologie der Jugendlichen anhand ihrer Leitbilder:
Der Charakter und die Persönlichkeit spielen eine entscheidende Rolle bei der Wahl der Leitbilder. Jaide hat eine Typologie von Jugendlichen je nach Niveau, Realitätswert und Herkunft festgelegt.

Naiven =Mädchen: zu geringe Distanz von sich selbst kaum ein Leitbild
= Buben: Eltern, Lehrer ältere Freunde bestimmen das Leitbild

Konservativen= starke Vorbildfreudigkeit-Autoritätsgefälle ok-nachahmen von nahen Menschen

Desinteressierte= keine Vorbildfreudigkeit, da zu große Bindung und Selbstüberwindung nötig ist

Distanzierte=nur selten Vorbilder zur Orienteirung, da jeder Mensch auch schlechte Seiten hat

Suchenden= wäre ein Glück ein Vorbild zu finden - schaffen die Gestaltung des Lebensplans auch so - lehnen Routine und Scheinheiligkeit ab.

Entschiedenen= Vorbilder wie Ghandi, Christus, und andere Persönlichkeiten , Gegenvorbilder sind Halbstarke
(vgl. HANISCH 1985, S. 31 ff)

2.8. Normen und Werte von Jugendlichen:

Aufbau des Wertsystems:

Werte und Normen werden durch die Sozialisation in der Kindheit laufend aufgenommen, ein Sozial-gemacht-Werden durch die Verhaltensweisen der Erwachsenen und Eltern. Im Jugendalter steht nun eine weitere Palette von Normen und Werten zur Verfügung, die der Jugendliche erlernen muß, um weitere Verhaltensmuster, die er zur Rollenerfüllung braucht, intus zu haben.
Der Jugendliche muß also lernen sein Verhalten an der Zukunft zu orientieren, das Recht der anderen gleichberechtigten Partner zu wahren. Es ist aber zu beachten, daß diese Norm-Festlegung nur provisorisch erfolgt, denn wäre das nicht so, dann würde keine Reifung der Persönlichkeit mehr möglich sein, die aber im 3. und 4. Jahrzehnt durch veränderte Berufs- uns Familienbeziehungen noch nötig sind.

Der Normen- und Wertaufbau erfolgt in 3 Stufen:

Interiorisation von Verhaltensnormen - Interiorisation von Normen des Leistungsverhaltens - Aufbau eines Wertsystems ideologischer, philosophischer und religiöser Art.

Probleme bei der Norm und Wertbildung:

- der Jugendliche kommt mit vielen Erwachsenen zusammen, und damit ist eine Vielzahl von Wert- und Normvorstellungen verbunden. Der Jugendliche muß sich zwischen den Haltungen der Lehrer, Meister, Eltern, Jugenführer.... entscheiden.

- Erwachsene haben oft ein Verhalten gegenüber den Jugendlichen bezüglich Wertvorstellungen, das diese nicht akzeptieren und folglich dagegen rebellieren.

- Der Jugendliche muß sein Handeln kontrollieren, da er z. B. als Verkehrsteilnehmer oder Bediener einer Maschine Verantwortung zu tragen hat. Dieses Gebot des verantwortlichen Handelns deckt sich oft nicht mit den triebhaften Bedürfnissen der Jugendlichen. Das Streben nach Ich-Erhöhung ist oft mit hohem Risiko und Gefahr verbunden, Unfälle usw..... (vgl. SCHENK-DANZINGER 1993, S. 380 f).

Abkehr von den alten Werten:

Trotz einiger Ausnahmen wie die Blumenkinder, akzeptierte die Mehrzahl der Jugendlichen die gewissen Grundwerte des sozialen und leistungsmäßigen Verhaltens, die von den Eltern und Lehrern und der Religionsgemeinschaft vertreten wurden.

In einer Untersuchung von Shell (1968) wird zwischen den alten Werten (= gute Umgangsformen, sparsam sein, Ordnung und Sauberkeit, Pflichtgefühl, Fleiß) und den neuen Werten (= neue Lebensformen finden, aus Sachzwängen ausbrechen, lockerer, spontaner leben, mehr auf andere Menschen eingehen, nicht nur an materielle Dinge denken) unterschieden.

Die alten Werte werden somit von 61 % der jungen akzeptiert, von 41 % total abgelehnt. Die neuen Werte sind 67 % wichtig. Erwartungsgemäß liegen die Werte bei den Erwachsenen umgekehrt. 90 % schätzen die alten Werte, und nur 4 % geben sich diesbezüglich gern jugendlich, und 5 % eher anarchistisch.
Die Ablehnung der alten Werte nimmt mit dem Alter zu.

Das Ergebnis zeigt uns, daß die jüngeren noch mehr an die von den Eltern angebahnte Sozialisation gebunden sind. Die jungen Erwachsenen heben sich erst von diesen alten Werten ab.
Erschreckend ist die Zahl beim Pflichtgefühl der 21 - 24-jährigen, wenn man berücksichtigt, daß diese jungen Menschen im berufsfähigen Alter sind und die neue Generation darstellen
(vgl. SCHENK-DANZIBNGER 1993, S. 382 f).

3. Schlußbemerkung:

Die Identitätsfindung stellt einen wesentlichen Vorgang in der jugendlichen Persönlichkeitsentwicklung dar. Das Erkennen und Ausbauen der eigenen Persönlichkeit, kann nicht in einem Zeitabschnitt wie dem Jugendalter abgeschlossen werden, vielmehr ist es ein lebenslanger Prozeß für jeden Menschen.

Im Jugendalter entwickeln sich für die Selbstfindung notwendige Fähigkeiten, die bei der Suche nach dem Selbst (Ziele-Sinn des Lebens-...) helfen sollen. Die Beeinflussung durch die Familiensituation, aber auch durch eine Peer Group und die darin vorhandenen Vor- und Leitbilder sind nicht zu unterschätzen.

Aber auch Reizüberflutungen durch Medien, Kontaktarmut, Berufstätigkeit, Überforderung wirken auf die Veränderung des Jugendlichen nicht gut. Eine verzögerte Identitäsfindung kann die negative Folge sein.
Einige junge Menschen schaffen diesen Veränderungsprozeß nicht, und wählen den Freitod, oder schlittern in ein Alkohol- oder Drogenproblem, mit dem oft auch kriminelles Handeln verbunden ist.

Glossar

Viele der verwendeten Ausdrücke und Begriffe wurden bereits direkt im Text erklärt, wo auch Literaturverweise erteilt wurden. Einige Begriffe werden trotzdem nocheinmal angeführt.

soziale Rolle = zentrale Kategorie der Soziologie, die die Summe der gesellschaftlichen Erwartungen an das Verhalten eines Inhabers einer sozialen Position (Stellung im Gesellschaftsgefüge) bezeichnet. Diese Verhaltenserwartungen stellen sich als ein Bündel von Verhaltensnormen dar, deren Verbindlichkeit unterschiedlich streng ist. Der Widerspruch verschiedener Rollenerwartungen heißt Rollenkonflikt (MEYERS Lexikon).

Selbst = das Selbst stellt die Wahrnehmung seiner Person mit all seinen Eigenschaften dar (vgl. HAUBNER 1985, S. 14).

Peer Group = Bezugsgruppe eines Individuums, die aus Personen gleichen Alters, gleicher od. ähnlicher Interessenlage u. ähnlicher sozialer Herkunft besteht u. es in bezug auf Handeln u. Urteilen stark beeinflußt (DUDEN-Fremdwörterbuch).

Vorbild = Jugendliche lehnen sich in ihrer Entwicklung an Vorbilder an. Bei einem Vorbild handelt es sich um die Ausrichtung nach dem Verhalten ganz bestimmter Personen, die beispielhaft wirken (vgl. SCHENK-DANZINGER 1987, S. 315 ).

Leitbilder = ein allgemeiner Entwurf des künftigen Lebens, ein Wertschema ( vgl. SCHENK-DANZINGER 1987, S. 315).

Identitätskrise = eine grundsätzlich normale und unvermeidbare Irritation der jugendlichen Entwicklung (vgl. BAACKE 1991, S. 141).

Identität = die als "Selbst" erlebte innere Einheit der Person, die jene Ziele und Überzeugungen enthält, die eine Person für sich als persönlich wichtig erachtet und denen sie sich verpflichtet fühlt (MEYER- Lexikon).

Werte = grundlegender ethischer Orientierungsmaßstab menschlichen Urteilens und Handelns (MEYER-Lexikon).

Normen = eine anerkannte, als verbindlich geltende Regel für das Zusammenleben der Menschen (MEYER-Lexikon).

Literaturliste

Nicht alle angeführten Bücher wurden vollständig durchgearbeitet, aber wesentliche Teile und Kapitel die sich zum Thema Jugendliche und Selbstfindung beziehen wurden gesamthaft verwertet.

BAAKE, D. (1991). Die 13- bis 18 jährigen. Einführung in Probleme des Jugendalters. Weinheim und Basel: Beltz Verlag.

BOCK, I. ( 1984). Pädagogische Anthropologie der Lebensalter. München: Ehrenwirth.

BRUSTEN, M., MALINOWSKI, P. ( 1983). Jugend - ein soziales Problem. Opladen: Westdeutscher Verlag.

FEND, H. (1990). Vom Kind zum Jugendlichen. Bern, Stuttgart, Toronto: Verlag H. Huber.

HANISCH, C. (1985). Vor- und Leitbilder bei Schülern des polytechnischen Lehrgangs (Diplomarbeit). Linz: Universität Linz.

HAUBNER, E. (1985). Vor- und Leitbilder von 15-jährigen Gymnasiasten (Diplomarbeit).
Linz: Universität Linz.

HOFER, M., ALLERMANN, E., NOACK, P. ( 1992). Familienbeziehungen. Göttingen: Hogrefe-Verlag f. Psych.

JANIG, H. (1981). Jugend heute, betreut oder selbstbestimmt? München: Kösel.

LÜCKERT, H. (1965). Beiträge zur Psychologie. Wien: Österreichische Bundesverlag.

MANSEL, J., HURRELMANN, K. (1991). Alltagsstress bei Jugendlichen. München: Juventa-Verlag.

NAUDASCHER, B. (1978). Jugend und Peer Group. Bad Heilbrunn: Klinkhardt.

SCHENK-DANZINGER, L. ( 1993). Entwicklungspsychologie. Wien: Österreichische Bundesverlag.

SCHENK-DANZINGER, L. ( 1994). Entwicklung-Sozialisation-Erziehung. Stuttgart: Klett-Cotta Wien: Österreichische Bundesverlag.


© Kneidinger Markus & Sommer Michaela