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werner stangl: diplomprüfung |
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II. Diplomprüfung des Faches "Erziehungswissenschaft " in der Studienrichtung Wirtschaftspädagogik
Schriftlicher Teil Partiale I (Teilbereich "Entwicklung und Sozialisation")
ACHTUNG:
Die folgende Literatur betrifft nur einen Teil der 1.
Partiale!
Die Literatur zum Teil "Pädagogische Psychologie" entnehmen Sie
bitte der entsprechenden
Webseite
der Abteilung!
Der schriftliche Prüfungsteil kann bekanntlich wahlweise in zwei verschiedenen Prüfungsformen abgelegt werden:
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1a. Prüfungsform - "klassisch" |
1b. Prüfungsform - "alternativ" |
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als schriftliche Prüfung, bei der Aufgabgen aus den beiden Fachgebieten "Unterrichten und Lernen in der Schule" und "Pädagogische Psychologie und Entwicklungspsychologie" in einer vierstündigen Klausur zu lösen sind. |
als schriftliche Prüfungsarbeit, die zu einem Fachgebiet (z. B. "Unterrichten und Lernen in der Schule") als Hausarbeit anzufertigen ist, und als schriftliche Prüfung, bei der Aufgaben zum jeweils zweiten Fachgebiet (z. B. "Pädagogische Psychologie und Entwicklungspsychologie") in einer zweistündigen Klausur zu lösen sind. |
Im Detail dazuhttp://paedpsych.jku.at/INTERNET/PRUEFUNGENORD/ZweiteDiplompruefung.html
Der Prüfungsstoff:
Ab dem Jahr 2004 erfolgt eine wesentliche Reduktion des Stoffes aus dem Bereich der Entwicklungspsychologie. Zu den Themen Entwicklung, Sozialisation (Begriff, Abgrenzung zu anderen Veränderungsprozessen, zeitlicher Aspekt...), Persönlichkeitsentwicklung (Theorien, Modellvorstellungen; abweichendes Verhalten), Grundlegende Merkmale und Modellvorstellungen des Entwicklungsgeschehens (insbesondere körperliche, kognitive, soziale, emotionale, motivationale und moralische Entwicklung) werden folgende Kapitel aus dem Lehrbuch Oerter & Montada (2002), dessen vorigen Auflagen schon bisher Grundlage sowohl der einschlägigen Lehrveranstaltungen als auch der Diplomprüfung waren, geprüft:
Literatur: Oerter, Rolf & Montada, Leo (2002): Entwicklungspsychologie. 5. Auflage. Weinheim: Beltz.
Hinweis: Materialien zum Themenbereich "Entwicklungspsychologie" finden sich im W3 unter [werner stangl]s arbeitsblättern], wobei die prüfungsrelevanten pages mit dem rechts stehenden Eulen-Icon gekennzeichnet sind!
Kapitel
AutorInnen
Titel
von
bis
1
Montada, Leo
Fragen. Konzepte, Perspektiven
3
-
53
7
Oerter, Rolf & Dreher, Eva
Jugendalter
258
-
318
11
Montada, Leo
Die geistige Entwicklung aus der Sicht Jean Piagets
418
-
442
13
Oerter, Rolf & Dreher, Michael
Entwicklung des Problemlösens
469
-
494
14
Schneider, Wolfgang & Büttner, Gerhard
Entwicklung des Gedächtnisses bei Kindern und Jugendlichen
495
-
516
16
Holodynski, Manfred & Oerter, Rolf
Motivation, Emotion und Handlungsregulation
551
-
589
17
Silbereisen, Rainer K. & Ahnert, Lieselotte
Soziale Kognition - Entwicklung von Sozialem Wissen und Verstehen
590
-
618
18
Montada, Leo
Moralische Entwicklung und moralische Sozialisation
619
-
647
20
Krampen, Günter
Persönlichkeit und Selbstkonzeptentwicklung
675
-
710
25
Engfer, Anette
Misshandlung, Vernachlässigung und Missbrauch von Kindern
800
-
817
28
Habermas, Tilmann
Substanzenmissbrauch und Ess-Störungen
847
-
858
29
Montada, Leo
Delinquenz
859
-
873
30
Preiser, Siegfried
Jugend und Politik: Anpassung - Partizipation - Extremismus
847
-
884
33
Hoppe-Graff, Siegfried & Kim, Hye-On
Die Bedeutung der Medien für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen
907
-
922
Hinweise zur alternativen Prüfungsform "Vertiefungsarbeit"
Die alternative Prüfungsform ist für jene Studierenden gedacht,
- die ihr Studium längerfristig planen wollen,
- die stärker die Inhalte ihrer Prüfung mitbestimmen und dabei eigene Interessen im Bereich der Erziehungswissenschaft und Wirtschaftspädagogik vertiefen wollen, und
- die verarbeitendes und anwendendes Lernen gegenüber rezeptivem Lernen bevorzugen und dabei ihr Wissen an konkreten theoretischen und/oder praktischen pädagogischen Fragen erproben, vertiefen und dokumentieren wollen.
Eine "Vertiefungsarbeit" ersetzt die jeweilige schriftliche Klausur-Prüfung, ist aber nur für eine der beiden Partialen möglich!
Für die Vertiefungsarbeit gelten folgende Prinzipien:
- Vertiefungsarbeiten sind in der Regel Vertiefungen, Weiterentwicklungen und 're-visits' von schon früher aufgetauchten Interessen der Studierenden, wie sie sich in der Mappe (siehe unten) widerspiegeln. Z.B. könnte ein Schulpraktikumsbericht aus heutiger Sicht kommentiert, kritisiert und weiterentwickelt werden. Beispielsweise könnte eine Arbeit aus einem Proseminar weitergeführt werden. Es ist aber auch möglich ein neu aufgetauchtes Interesse zu behandeln.
- Vertiefungsarbeiten können sowohl eine praktische Entwicklung als auch eine literaturbezogene Auseinandersetzung zum Schwerpunkt haben. Tätigkeiten bei Vertiefungsarbeiten können also sein:
- eine Unterrichtsstunde zu einer neuen Idee, die einem in der Schlußphase des Studiums gekommen ist, konzipieren und ausprobieren;
- Erfahrungen, die man in der Zwischenzeit in der Erwachsenenbildung erworben hat, ausarbeiten und Konsequenzen formulieren;
- eine Idee für eine praktische Umsetzung eines Themas aus dem Studium nachgehen, sie ausarbeiten und erproben;
- eine Erhebung zu einer aktuellen oder persönlich interessierenden Frage durchführen;
- eine Studie in einem potentiell interessanten Berufsfeld durchführen;
- usw.
- Vertiefungsarbeiten können mit alternativen Formen des Berichtens experimentieren: Nicht die ganze Arbeit muß aus DIN A4 Blättern bestehen, sondern kann z.B. auch ein Videoband (z.B. über ein im Unterricht durchgeführtes Spiel; über die Meinung von Befragten), ein Bild, ein Plakat; eine auf Tonband aufbereitete 'Radiosendung' über das Thema usw. enthalten.
- In jedem Fall sollen Vertiefungsarbeiten auch die Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Thema entsprechender Literatur dokumentieren (in einem Ausmaß, das der 'üblichen schriftlichen Prüfung' äquivalent ist; es kann aber dem Thema entsprechend alternative Literatur gewählt werden). Die Art allerdings, wie mit diesen Texten umgegangen wird, ist eine andere: sie werden nicht in ihrem gesamten Umfang 'gelernt', sondern in Hinblick auf das eigene Thema kritisch ausgewertet.
- Für eine Vertiefungsarbeit, die von einer durchschnittlichen früheren Arbeit (befriedigend) ausgeht, ist mit etwa 70 Arbeitsstunden zu rechnen.
- Der Zeitaufwand für die Vorbereitung bei beiden Prüfungsarten ist für Studierende in etwa gleich, allerdings erfordert der alternative Prüfungstypus eine längerfristige Planung, erlaubt es aber, 'prüfungsvorbereitende Arbeiten' besser über das Studium zu verteilen.
Vorgangsweise und Beurteilung von Vertiefungsarbeiten
Ziele der Vertiefungsarbeit sind:
- Fähigkeit zur Problemlösung
- argumentative Auseinandersetzung
- verarbeitendes und anwendendes Lernen
- Lernen auf fachlicher, methodischer, sozialer und personaler Ebene
Vorgangsweise
1. Mappe
Während des gesamten 2. Studienabschnitts sammeln Studierende Arbeiten und Dokumente, die ihnen als überdurchschnittlich gelungen und als repräsentativ für ihren Lernfortschritt erscheinen.
2. Voraussetzungen (selbständig) prüfen
- erste selbständige Informationen durch die schriftlichen Unterlagen zur Vertiefungsarbeit
- zeitlicher Vorlauf von etwa 1 Jahr (damit eine langfristige Studienplanung gegeben ist)
- vorzeigbare Vorprodukte ("Mappe"), wie z.B. PS-Arbeiten, Arbeiten aus dem Schulpraktikum ... dies soll u.a. das eigene Interesse an der Themenstellung signalisieren!
3. Selbständige Erstellung eines Kontrakt-Entwurfs mit folgendem Inhalt
- klare, konkrete Problemstellung/Fragestellung (was ist das Problem, was beinhaltet das Vorprodukt, warum ist es von Bedeutung, was ist der theoretische/praktische Kern der Arbeit, welche neuen Erkenntnisse, werden erwartet)
- theoretischer Hintergrund (welche Literatur soll eingearbeitet werden?)
- Vorgangsweise/Arbeitsschritte
- mögliche Gestaltung des Endprodukt
- Zeitstruktur (geplanter Abgabetermin)
4. Suche eines Betreuers
Themengebiet 1: Herbert Altrichter, Ferdinand Eder, Josef Sageder
Themengebiet 2: Christian Bergmann, Werner Stangl5. Absprache der Vertiefungsarbeiten und Abschluß des Kontraktes mit dem Betreuer
Spätestens 1 Jahr vor dem geplanten Termin der mündlichen Prüfung erfolgt eine Absprache des Inhalts der Mappe mit dem Betreuer an der Abteilung für Pädagogik und Pädagogische Psychologie. Hier wird schriftlich in einem Kontrakt festgelegt, in welchen der beiden Themenbereiche die Studierenden eine Vertiefungsarbeit welcher Art anfertigen wollen.
6. Selbständige Erstellung der Arbeit
Die Vertiefungsarbeiten sind selbständige Arbeiten. Es kann keine intensive Betreuung nach dem Muster der Diplomarbeiten angeboten werden.
7. Abgabe der Arbeit
8. Mündliche Prüfung
Sie besteht für jene, die den alternativen Prüfungstyp wählen, im jeweils gewählten Themenbereich aus Aussprache und Verteidigung von Mappeninhalt und Vertiefungsarbeit. Der zweite Themenbereich wird als Prüfungsgespräch wie gewohnt durchgeführt.
Beurteilungskriterien
- Zielerreichung/Problemstellung/Inhalt
- Vertiefung, Weiterentwicklung früher aufgetauchter Interessen als zentraler Bestandteil der Arbeit
- gesetzte neue Handlungsschritte (z.B. praktische Erprobung, konstruktive Arbeit - wie z.B. Umsetzung von Themen in Unterrichts-, Trainings-, usw. -konzepte oder Arbeitsmaterialien, Durchführung einer quantitativen oder qualitativen Studie, Evaluation eines Projekts ...) - aufbauend auf den Vorprodukten
- Aufarbeitung und Reflexion der eigenen Lernerfahrungen, Auseinandersetzung und kritische Auswertung der entsprechenden Erfahrungen - mögliche Fragen dafür können sein (die eigene Person muß eine Rolle spielen):
- was ist passiert warum, welche Erfahrungen habe ich dabei gemacht, welche Veränderungen sind die Folge, welche Schlüsse/neuen Erkenntnisse werden daraus gezogen, welche Konsequenzen ergeben sich für mein zukünftiges Handeln
- Formales
- selbständiges Arbeiten ohne intensive Betreuung, formale Korrektheit, wie z.B. Beachtung der Regeln formaler Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten
- Welche Quellen wurden verwendet?
Quelle: Institut für Pädagogik & Pädagogische Psychologie (o.J.). II. Diplomprüfung des Faches "Erziehungswissenschaft " in der Studienrichtung Wirtschaftspädagogik.
WWW: http://paedpsych.jku.at/INTERNET/PRUEFUNGENORD/ZweiteDiplompruefung.html (02-07-02)
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©opyright W.Stangl,
Linz 2003 |
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