Presseunterlage 
 
zur Pressekonferenz mit
Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer,
Landesschulratspräsident Dr. Johannes Riedl und
Generaldirektor Dr. Wolfgang Langbauer
am 23.2.1998
"Education highway Oberösterreich"
Weiterer Gesprächsteilnehmer:
Dipl.-Ing. Christian Leeb, OÖ. Datenhighway-Entwicklungs-GmbH (ODE)
 
WAS IST DER EDUCATION HIGHWAY OBERÖSTERREICH?

Der Education highway Oberösterreich ist ein modernes Informations- und Kommunikationssystem, das alle Beteiligten im Bildungsbereich unterstützt, die Herausforderungen der Informationsgesellschaft zu meistern. Der Education highway ist über einen Anwahlknoten an das Austrian school network (ASN) und damit an das Internet angebunden. 

Partner bei der Realisierung dieses Projektes sind das Land Oberösterreich, der Landesschulrat für OÖ., das Institut für Schule und neue Technologie (IST) und die Firmen Datacom Austria und Techcom Datenverarbeitungs GmbH und die OÖ. Datenhighway-Entwicklungs GmbH (ODE).

Die eigentliche Grundlage für den Education highway wurde mit der Gründung des IST durch den früheren LSR-Präsidenten Dr. Eckmayr und durch Präsident Dr. Riedl gelegt.

HYPO IST SPONSOR DES EDUCATION HIGHWAY:

Für den Education highway konnte nun ein großzügiger Sponsor gefunden werden: Die Hypo-Landesbank unterstützt das Projekt seit 1.9.1997 monatlich mit S 50.000.

WAS KANN DER EDUCATION HIGHWAY OBERÖSTERREICH?

Das Projekt Education highway setzt sich aus folgenden Modulen zusammen:

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  • Vernetzung aller Schulen auf Basis der Intranet-Technologie: 
  • Intranet bedeutet, daß Inhalte nur über das geschlossene und sichere Netz des Education highway Oberösterreich zum Teilnehmer gelangen können. Ein "Firewall-Rechner" schützt das Intranet vor unberechtigten Zugriffen aus dem Internet. So wird verhindert, daß illegale Inhalte im Netz des Education Highway präsentiert werden können. Umgekehrt ist aber ein Zugang über das Intranet zum Internet möglich. Diesen können Lehrer auch von Zuhause nützen.
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    • Netzwerk für Inhalte und Themen:
  • Das Wissen der Lehrer, ihre Unterrichtsplanungen, Erfahrungen mit Projekten und Lehrmaterialien usw., können durch den Education highway einem weiten Kreis der Lehrerschaft zugänglich gemacht werden. Es entsteht somit eine völlig neue Struktur für Lehrerfort- und weiterbildung.
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    • Basis für projektorientierte nationale und internationale Zusammenarbeit von Schulen:
  • Der Education highway ermöglicht Kommunikation zwischen Schulen auf nationaler und internationaler Ebene. Informationen über Unterrichtsprojekte und standortbezogene Initiativen können eingeholt, Erfahrungen ausgetauscht werden.
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    • Diskussionsforum für schulspezifische Themen:
  • Der Education highway bietet eine Fülle schulischer/ schulrechtlicher/pädagogischer Informationen, die zu Diskussionen und Meinungsaustausch anregen können. Meinungsaustausch auf dem "Highway" funktioniert schneller und eröffnet neue Dimensionen des konstruktiven Dialogs.
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    • Netzwerk für die Vereinfachung der Schulverwaltung:
  • Das abgeschlossene und sichere Intranet-System des Education highway Oberösterreich ist für Behörden die infrastrukturelle Basis für die Abwicklung der Schulverwaltung auf elektronischem Weg. Neben schnellerer und sicherer Datenübertragung zwischen Schule und Schulbehörde wird dem einzelnen Standort auch der Zugang zu Rechts- und Verwaltungsinformationen vereinfacht ("elektronisches Verordnungsblatt").
  • WIE IST DER AKTUELLE STAND DER VERNETZUNG?

    Derzeit haben 117 Schulen in Oberösterreich, darunter alle einhundert Bundesschulen, einen Zugang zum Education highway. Das Ziel, bis zum Jahreswechsel 1997/98 100 Prozent der Bundesschulen "ans Netz" zu bringen, ist damit erfüllt.

    Landeshauptmann Dr. Pühringer und Landesschulratspräsident Dr. Riedl rechnen damit, daß die Vernetzung der oberösterreichischen Schulen mit 31.12.1998 abgeschlossen ist.

    "Damit", so die beiden für das Bildungswesen verantwortlichen Politiker, "sind auch die Vorbereitungen für die Hyper-Media-Zeit getroffen." Um die Erreichung dieses ehrgeizigen Zieles zu sichern, stellte das Land Oberösterreich dem Education highway im Jahr 1997 4 Millionen Schilling zur Verfügung. 1998 werden es rund 19 Millionen Schilling sein.

    LEHRERINTERESSE AM "HIGHWAY-ANSCHLUSS":

    Das Projekt Education highway bietet auch oberösterreichischen Lehrerinnen und Lehrern "Anschlußmöglichkeiten". Bis dato haben 807 Lehrer/innen von dem Angebot Gebrauch gemacht. Die Tendenz ist stark steigend. 

    PRÄSIDENT RIEDL GRÜNDET "PÄDAGOGISCHEN BEIRAT":

    Wer darf welche Informationen und unter welchen Bedingungen über den Education highway transportieren? Zur Bearbeitung dieser wichtigen Fragen hat Landesschulratspräsident Dr. Johannes Riedl einen Pädagogischen Beirat gegründet. In ihm sind interne und externe Experten und die Schulpartner vertreten.

    Seitens des Unterrichtsministeriums wurde bereits anerkennend festgestellt, daß dieser oberösterreichische Weg der elektronischen Vernetzung vorbildlich ist.