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Stangl, Werner (1998). internet in der Schule - Eine Bestandsaufnahme über den Einsatz des internet im Unterricht an Österreichs Schulen. p@psych 3.
WWW: http://paedpsych.jk.uni-linz.ac.at/PAEDPSYCH/NETSCHULE/NetSchule.html (YY-MM-DD)

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8 Zusammenfassung

Die weltweite Verknüpfung verschiedenster Netzwerke zum grossen Internet, ist momentan im Trend. Das zeigen allein die steigenden Zahlen der Internetbenützer und die steigenden Datenmengen, die täglich durch die "Datenautobahnen" fliessen.
Durch Neuentwicklungen - "Click & Go" - benutzerfreundlicher , bietet es verschiedenste Dienste an. Einige davon betreffen auch den schulischen Bereich.
Bislang sind die Informatikmittel an Sekundarstufen leider eher spärlich zum Zuge gekommen und wenn dann wirklich nur im Rahmen des Informatikunterrichts. Von fächerübergreifenden Arbeiten ist in den seltensten Fällen etwas zu hören, geschweigedenn von Projektarbeiten. In den meisten Schulhäusern stehen wohl Computer in eigens dazu eingerichteten Räumen zur Verfügung, doch wird ihr Potential in den seltensten Fällen ausgeschöpft. Vielfach werden sie zu Schreibmaschinen im Schreibmaschinenunterricht degradiert oder kommen allenfalls im Fach Mathematik, als erweiterter Rechner zum Tragen. Trotz des Internet, das geradezu für Projektarbeiten mit anderen Klassen im In- oder Ausland geschaffen ist, bleibt der Computer also noch vielerorts ungenutzt.
Die fortschreitende Informatisierung unserer Gesellschaft darf aber von den Schulen und besonders auf Sekundarstufe nicht übersehen werden. Etliche Berufsrichtungen kommen ohne Computereinsatz im täglichen Leben nicht mehr aus und die Sekundarstufe soll ja auch auf die Berufswelt vorbereiten. Und genau hier kann das Internet eine tragende Rolle übernehmen, da es mit seinen multimedialen Fähigkeiten denn Bedürfnissen der Schüler/innen entgegenkommt.
Berufserkundungen, Berufswahl, Lehrstellenangebote sind nur einige Schlagworte die hinsichtlich des bevorstehenden Einstiegs von Schüler/innens in die Berufswelt von grosser Bedeutung sind.

Das Internet als riesige Univesalbibliothek kann durch ihr vielfältiges Angbebot der Schule nur dienlich sein. Die einfache Kommunikation via E-Mail mit Partnern aus der ganzen Welt bringt der Schule den Vorzug einer schnellen und nicht besonders aufwendigen Art sich mit "Gleichgesinnten/-interessierten" in Verbindung zu bringen und so Erfahrungen und Vorschläge auszutauschen. Fremdsprachenförderung und multikutureller Gedankenaustausch sind nur einige von vielen Aspekten. So kann auch der Schulinterne Informationsfluss über Internet für eigene Daten und Unterrichtszwecke, sowie für Eltern und Aussenstehende nur von Nutzen sein.
Nicht zu vergessen, dass mit dem Internet den Lehrern eine Möglichkeit geboten wird ihr Einzelkämpfertum abzulegen. Der Zugriff auf aktuelle und zeitgemässen Unterrichtsstoff über das Internet würde für die Lehrkräfte eine wesentliche Erleichterung für ihre Arbeit bedeuten.
Bereits bestehen ja einige Versuchsreihen mit sogenannten Education-Servern, die eigens dazu dienen sollen eine breite Sammlung für Lehrkräfte auf schulischer Ebene bereitzustellen und so die Übersicht und den Zugriff auf Lehrmaterial zu erleichtern.

Auch die Schüler/innen könnten in vieler Hinsicht profitieren.
Von einem Interessenunterschied bezüglich der Benutzung des Internets zwischen Mädchen und Knaben kann keine Rede sein, da das technische Verständnis der Mädchen in jeder Hinsicht mit demjenigen der Knaben mithalten konnte. So sind denn auch die Schüler/innen davon überzeugt, dass das Medium Internet eine zukunftsorientierte Informationsbeschaffungsquelle darstellt und sich mit der Zeit in den Schulen etablieren wird. Natürlich blieben den Schüler/innen die bestehenden Mängel nicht verborgen und so wurden vorallem die zum Teil noch langen Übertragungszeiten beanstandet.
Im Allgemeinen hat das Internet bei einer beaufsichtigten Nutzung durch die Lehrkräfte nur Vorteile, doch gilt es natürlich auch zu beachten, dass alle Seiten des Internet für die Schüler/innen zugänglich sind und eine zum Teil aus meinen Augen nötige Zensurregelung noch nicht definitiv gelöst werden kann. Andererseits darf glaube ich auch von einer gewissen Selbsterziehung der Schüler/innen ausgegangen werden im Umgang mit dem neuen Medium.

Sofern die Voraussetzungen stimmen und die Vorbereitung sowohl der Lehrkraft als auch der Schüler/innen im Umgang mit dem neuen Medium stimmt, wird der Einsatz des Internets ein Erlebnis für beide Seiten und ist daher zu begrüssen.


Quelle: http://sigma.unisg.ch/~phs/fst/gub/zf.html