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Stangl, Werner (1998). internet in der Schule - Eine Bestandsaufnahme über den Einsatz des internet im Unterricht an Österreichs Schulen. p@psych 3.
WWW: http://paedpsych.jk.uni-linz.ac.at/PAEDPSYCH/NETSCHULE/NetSchule.html (YY-MM-DD)

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Betreuung des Rechnerbetriebes an (bayer.) Schulen

Entwicklung, Situation, Misere, dringende Konsequenzen


Die Situation

Allgemein erforderliche Konsequenzen

Vorschlag der Aufteilung

Anhänge:


Die Situation

Anfänge

Die Einführung von Rechnern in Schulen war in den Anfängen dem Engagement von einzelnen Lehrern zu verdanken. Die Rechner waren überwiegend Hilfsmittel für den Mathematikunterricht und den allmählich aufkommenden Informatikunterricht. Es waren Geräte, die einzelne Fachlehrer ausschließlich für ihren eigenen Fachunterricht betrieben, ein Engagement, das Anerkennung verdient, aber bewältigbar war.

Seit etwa 5 Jahren dringen Rechner und insbesondere der PC als Träger der Informations- und Kommunikationstechniken (IT) in einem unaufhaltbarem Siegeszug nicht nur in die Wirtschaftslandschaft der westlichen Industrieländer ein, sondern auch in deren Privat- und vor allem in deren Ausbildungsbereiche ein.

Positive Entwicklungen

Durch großzügige Sachausstattungen, durch diverse Fördermaßnahmen (Schulen ans Netz, Bayern-Online) kamen in den letzten paar Jahren sehr viele Schulen zu umfangreichen Rechnerausstattungen (zusammen mit den Verwaltungsnetzen i. Allg. 20-50 Arbeitsplätze verschiedenen Alters, 2 Server, 5-10 Drucker, 1 Scanner etc.), die vernetzt sind und zusehends auch über Internetanbindung verfügen.

Die technischen Möglichkeiten, unsere Schüler sinnvoll auf die zunehmend beherrschenden Informations- und Kommunikationstechniken vorzubereiten, sind damit vielerorts vorhanden. Es gibt auch sehr erfreuliche Bemühungen, den derzeit nur als Wahl- und Additumunterricht ablaufenden Informatikunterricht als mehrjähriges Pflichtfach am Gymnasium einzuführen. Dafür ausgebildete Fachlehrer sollen diesen Unterricht übernehmen. Ferner wird von kultusministerieller Seite intensiv für die Erprobung und den Einsatz von IT in vielen Schulfächern geworben und diverse Unterstützung gewährt.

Kehrseiten

Negative Auswirkungen

Allgemein erforderliche Konsequenzen

Konkreter Vorschlag: Aufteilung der Betreuung

Der bisherige Rechnerbetreuer ist Lehrer mit pädagogischer und fachdidaktischer Ausbildung. Er ist verpflichtet, guten Unterricht zu halten. Die erforderlichen Mittel zu liefern und ihre Funktionsweise aufrecht zu erhalten, ist Aufgabe des Sachaufwandsträgers. Fehlerhafte Hardware oder, was hundertmal häufiger ist, fehlerhafte Software und fehlerhafte Konfigurationen zu beheben, sollte nicht Problem und Arbeit eines Lehrers sein.

Deshalb wäre es beim jetzt erreichten Umfang des Arbeitsfeldes dringend an der Zeit, dieses sinnvoll aufzuteilen. Der Lehrer sollte als Pädagoge und Kollege in der Schule für den seiner Vorbildung und Erfahrung angepassten Teil zuständig sein, z. B. als sog. "Fachberater für Informationstechnologien". Um den überwiegend technischen und administrativen Teil sollte sich ein eigener Mitarbeiter, ein sog. "Systembetreuer" kümmern müssen.

 

Natürlich kostet das wieder Geld. Andrerseits soll überall eingespart werden. Die Frage aber lautet: Wie wichtig ist für unsere Industrienation die Beherrschung der Informationstechnologien und damit die Qualifikation unserer Jugend? Wenn diesen Technologien die Zukunft gehören soll, sind die Finanzierungsschwerpunkte zu ändern z. B. auf Kosten von Technologien, die Umweltprobleme bringen (Auto, Flugzeug). Dies ist aber Aufgabe der Politiker. Sie aufzuklären und über dringend notwendige Maßnahmen zu beraten, ist Hauptaufgabe dieses Papiers.  


Anhänge:

Derzeitige Aufgaben eines Schul-Rechnerbetreuers

Im Wesentlichen typisches Arbeitsspektrum an bayerischen Gymnasien


Kleine Psychologie des Schul-Rechnerbetreuers

Oder: Warum arbeitet er scheinbar "freiwillig" viel zuviel?

Angesichts der geringen Honorierung (keine Funktionsstelle, keine Beförderung, minimale Entlastung von Unterrichtstätigkeit) scheint es erstaunlich, dass sich Rechnerbetreuer an Schulen immer noch so stark ausbeuten lassen und der Betrieb noch nicht zusammenbricht.
Folgende Gründe scheinen mir dafür verantwortlich zu sein:


2. April 1998, Franz Mayrhofer, ReBe-Gruppe Erding-Ebersberg-Rosenheim


E-mail-Adresse zur Rechnerbetreuerthematik: ReBe@Euler.ed.by.Schule.de


Als weiterer Anhang wird eine Kopie einer Stellenausschreibung für einen Schul-Systembetreuer angefügt. Sie stammt von Dr. Roland Berger an der deutschen Schule in Montevideo, wo man offenbar mit Erfolg eingeführt hat, was an deutschen Schulen dringen nötig wäre (Link zum Original):

Stellenbeschreibung

Systemverwaltung Informatik

 

1. Betreuung der pädagogischen Netzwerke

Betreuung der Netzwerke im Liceo und im BBZ. Dies umfaßt u.a.:

Bereich Server:

Bereich Unterrichtsräume:

2. Schülerbetreuung

Betreuung und Beratung von SchülerInnen in der Taller libre, z.B.

3. Lehrerbetreuung und Fortbildung

Informationstechnische Betreuung der Lehrkräfte:

Lehrerfortbildung:

4. Schulverwaltung

5. Sonstiges


Als letzer Anhang:
Internet-Einstiegseite mit den Vorbemerkungen:  

Schul-Rechnerbetreuer-Seiten
von Franz Mayrhofer (http://www.weihenstephan.org/~mayrhoff/)


Ziel: Bessere Ausbildung unserer Jugend in den Informationstechnologien!

 Die weltweite Konkurrenzfähigkeit unserer technischen Zivilisation hängt stark von der Qualifikation unserer Jugend in den Informationstechnologien ab. Dies ist nur durch gut ausgebildete und laufend fortgebildete Lehrer zu erreichen, die an zeitgemäßen von Fachpersonal betriebenen Rechnersystemen unterrichten können. Die derzeitig überwiegende Praxis ist es, Technik und "Handreichungen" (als Hilfe zu Selbstausbildung) zu finanzieren. Erst wenn auf höherer politischer Ebene die finanziellen Schwerpunkte so gesetzt werden, dass - wie auch in der Wirtschaft üblich - zusätzlich zu den Technikkosten etwa das Doppelte davon für Betrieb und Ausbildung investiert werden kann, ist eine gute Qualifikation unser Jugend in Aussicht.
Die beigefügten Diskussionspapiere sollen auf zweierlei Art zur Verbesserung beitragen:

Warum gerade die Schul-Rechnerbetreuer?
Eine Schlüsselrolle fällt derzeit den Personen zu, die an den Schulen die Rechnernetze und deren Unterrichtseinsatz betreuen, den sog. Rechnerbetreuern. Sie sind die Pioniere an den Schulen, die durch unermüdliches Engagement und permanente Fortbildung versuchen, den Herausforderungen der Informationstechnologien gewachsen zu sein und ihren SchülerInnen eine zeitgemäße Ausbildung zu bieten.
Die Anforderungen an ihre Arbeit nehmen immer rasanter zu, die Diskrepanz zwischen Ausbildungswünschen und Machbarkeit steigt rapide und die daraus entstehende Überforderung der Rechnerbetreuer wächst. Der langjährige Pioniergeist schlägt vielerorts bereits in Frustration um.
Deshalb muss die Verbesserung bei ihrer Arbeit ansetzen.

Aufruf:
Diese Problematik betrifft grundsätzlich alle Schularten in allen Bundesländern, was viele Rückmeldungen und vielfältiger Erfahrungsaustausch bezeugen. Eine ƒnderung der politischen Weichenstellungen zugunsten einer qualifizierten Ausbildung unserer Jugend in den Informationstechnologien läßt sich nur erreichen, wenn eine breite Solidarität zustandekommt. Beteiligen Sie sich deshalb zahlreich (alle, die Informatik lehren oder lehren wollen oder Rechner betreuen) an der neuen Initiative:
Neu! Gründung einer Interessenvertretung "Informatiklehrende und -betreuende"
(http://www-schulen.informatik.tu-muenchen.de/hubwiese/fachgruppe/Ausschreibung.html)

Diskussionspapier (Neues Verfahren!):
Das "Diskussionspapier" ist die Grundlage und wird nicht verändert (Stand 2. April 98).
Es ist eine einzelne html-Datei mit internen Referenzen. Sie wird beim "Anklicken" also komplett geladen, kann gespeichert, ausgedruckt und weiterverteilt werden. Diese Seite ist ihm als Anhang beigefügt.
Gute Diskussionsbeiträge, Hinweise und Argumente, die per e-mail eintreffen, setze ich (nach Rückfrage beim Autor) in eigene ergänzende html-Dateien, die zeitlich gekennzeichnet sind. Um also alle Neuerungen mitzubekommen, ist es ausreichend, alle paar Wochen nachzuschauen und diese Ergänzung(en) abzurufen.

Diskussionspapier

Ergänzende Beiträge Teil 1 (März bis 6. April)

Ergänzende Beiträge Teil 2 (7. bis 19. April)

Ergänzende Beiträge Teil 3 (19. April bis 10. Mai)

Ich hoffe auf viele Rückmeldungen, Argumente, Vorschläge, Bestätigungen, Kritik und sonstige ƒußerungen.
Mailadresse zur Rechnerbetreuerthematik ist: ReBe@Euler.ed.by.Schule.de

Hinweis für Leser, die das Papier vor dem 2. April ausgedruckt haben:
Gegenüber der Anfangsversion sind noch einige wesentliche ƒnderungen geschehen. Bei einer Weiterverteilung würde ich Sie bitten, neu auszudrucken, ansonsten hier die wichtigsten ƒnderungen. 


10. Mai 1998, Franz Mayrhofer, ReBe-Gruppe Erding-Ebersberg-Rosenheim 
Quelle: http://www.weihenstephan.org/~mayrhoff/rebe.htm