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Stangl, Werner (1998). internet in der Schule - Eine Bestandsaufnahme über den Einsatz des internet im Unterricht an Österreichs Schulen. p@psych 3.
WWW: http://paedpsych.jk.uni-linz.ac.at/PAEDPSYCH/NETSCHULE/NetSchule.html (YY-MM-DD)

dar. Damit soll den userInnen die Nachprüfbareit der Originalquellen ermöglicht werden, die im internet aufgrund der Dynamik des Entstehens und Vergehens von pages selten möglich ist. Das Original findet sich unter der jeweils angegebenen WWW-Adresse; eventuell vorhandene lokale links wurden entfernt. (WS)


Bernhard Koring

Neue wissenschaftliche Kommunikationsformen: Virtuelle Fachzeitschriften und virtuelle Kommunikationsforen im Internet

Die wissenschaftliche Kommunikation via Internet hat in den Naturwissenschaften und der Technik einen, wenn auch nicht hohen, so doch erkennbaren Stellenwert. In den kulturwissenschaftlichen Fächern haben sich bisher noch keine derartigen Strukturen in nennenswerten Umfang gebildet. Es existieren einige wenige virtuelle Fachzeitschriften, die unterschiedlichen Konzepten folgen und oft regional geprägt sind (was an der Herkunft der Hauptautoren zu erkennen ist). Die technischen und fachlichen Möglichkeiten, wie sie bei der Konzeption virtueller Seminare und Archive erkennbar werden, sind nicht befriedigend umgesetzt.

Es sind grundsätzlich zwei Formen wissenschaftlicher Kommunikationsforen zu unterscheiden, die m.E. besonders für kulturwissenschaftliche Zwecke geeignet sind:

a) Denkbar ist die virtuelle Fachzeitschrift, die im Kern die traditionelle Fachzeitschrift nachbildet, jedoch flexibler zu nutzen ist und mittels E-Mail schnelle Kommunikation und vielfältige Rückmeldungen zu den Beiträgen ermöglicht.

b) Durch die Nutzung der beschrieben technischen Möglichkeiten des Hyperlinkprinzips könnte in Kombination mit den online-Kommunikationsverfahren im Internet ein völlig neues Forenkonzept für die wissenschaftliche Kommunikation entwickelt werden, das bezüglich der traditionellen Fachzeitschrift strukturelle Vorteile bringt.

Virtuelle wissenschaftliche Fachzeitschriften

Die virtuelle Fachzeitschrift ist als Konzept einfach zu skizzieren: Die Homepage hätte etwa die folgenden Punkte zu enthalten, die dann auf die entsprechenden Seiten verzweigen:

  • Was will die Zeitschrift? (Was)
  • Welcher Konzeption folgt sie? (Wie)
  • Informationen zu den Herausgebern (Wer)
  • Informationen der Redaktion (Themen, Manuskriptform etc.)
  • Wen will die Zeitschrift ansprechen? (Wen)
  • Neue Informationen aus der Redaktion (Neu)
  • Aktuelle Ausgabe (Inhaltsverzeichnis)
  • Vorherige Ausgaben (Übersicht)
  • Leserkommentare zu einzelnen Beiträgen (via E-mail)
  • E-mail an die Redaktion (Formular zur direkten Absendung)

Neu an dieser Konzeption wäre die Möglichkeit, durch E-mail auf Beiträge zu reagieren; die Redaktion könnte diese Beiträge auswählen und die wichtigsten Rückmeldungen zu den Beiträgen den Lesern zugänglich machen. Die wissenschaftliche Diskussion könnte dynamisiert werden. Intern könnte eine solche Zeitschrift folgende Untergliederung aufweisen (als Beispiel dient die Erziehungswissenschaft):

  • Thementeil
  • Allgemeine Beiträge
  • Diskussionen, Kontroversen und aktuelle Fragen
  • Rezensionen
  • Forschung, Projekte und Qualifikationsarbeiten in der Pädagogik
  • Ausgewählte neuere Veröffentlichungen in der Pädagogik
  • Leserbriefe zu den Beiträgen

Auf der Leitseite der einzelnen Beiträge sollten folgende Punkte berücksichtigt sein:

  • Titel
  • Zusammenfassung
  • Inhaltsverzeichnis
  • Literaturverzeichnis
  • Weitere Beiträge des Autors
  • Biograpische Notizen
  • Kommentare zum Beitrag

Mit diesen Punkten wären die zentralen Aufgaben einer Zeitschrift realisiert. Eine Internetversion und eine Papierversion können nebeneinander existieren.

Virtuelle wissenschaftliche Kommunikationsforen

Das virtuelle wissenschaftliche Kommunikationsforum nutzt zunächst die beschriebenen Strukturen einer Fachzeitschrift im Netz. Es bietet darüber hinaus themenspezifische Onlineforen an. Die kreativen Möglichkeiten von Online-Foren sind offensichtlich, wenn auch sicherlich die Möglichkeit und Öffentlichkeit dieser Kommunikation nicht die Qualität der Beiträge verbürgt. Auf solche kreativen Potenzen deuten die Erfahrungen mit Newsgroups und Chat-Foren im Internet sowie in T-online hin (man kann hier direkt am Bildschirm, teilweise auch schon per Ton- oder Videoverbindung, mit ausgewählten Partner, die momentan online sind, kommunizieren).

Für die wissenschaftliche Kommunikation in solchen Foren wäre die thematische Zentrierung und Sicherung der wissenschaftlichen Qualität wesentlich. Online-Kommunikation ist auch zeitversetzt möglich, weil die Beiträge im Themenforum erhalten bleiben und nach Autor und Zeit sortiert werden können. Die Redaktion des Forums kann durch entsprechende Hinweise, Eingriffe oder Änderung von Themenbereichen Einfluß darauf nehmen, daß sich primär Fachleute an der Diskussion beteiligen. In einem solchen Forum könnten sich Wissenschaftler mit ähnlichen Arbeitsschwerpunkten zusammenfinden. Beispiele für solche Forenbereiche:

  • Themenschwerpunkte (Was)
  • Themen-Spektrum (Wer macht was?)
  • Wissenschaftliche Kontakte (Wer)
  • Projekte
  • Suche Text ...
  • Qualifikationsarbeiten, Betreuung, Themen
  • Erziehungswissenschaft und Schule
  • Pädagogik im Internet

Für Kritk und Anregungen:

koring@phil.tu-chemnitz.de