Formale Richtlinien für Diplomarbeiten

Diese formalen Richtlinien sollen Ihnen helfen, Ihre Diplomarbeit nach wissenschaftlichen Standards zu konzipieren und durchzuführen. Sie werden - neben den inhaltlichen Merkmalen der Arbeit - zur Bewertung herangezogen.

Inhaltliche Gestaltung der Diplomarbeit

Der Inhalt einer Diplomarbeit soll

Abschweifungen vom Thema, Wiederholungen und eine geschraubte Ausdrucksweise sind zu vermeiden. Als Grundregel gilt:

Grundsätzlich besteht eine Diplomarbeit mindestens aus

Ziel der Einleitung sollte es sein, in die Aufgabenstellung einzuführen, das Thema fachlich-inhaltlich einzuordnen, grundlegende Begriffe einzuführen und notwendige Abgrenzungen vorzunehmen. Es empfiehlt sich, auf folgende Punkte einzugehen:

Wesentliche Resultate und Bewertungen der Resultate sollten immer am Ende der Arbeit stehen und nicht schon in der Einleitung vorweggenommen werden.

Der Hauptteil ist ausreichend, aber auch nicht zu tief zu untergliedern. Unterabschnitte mit einem oder zwei Sätzen und einer eigenen Überschrift sind zu vermeiden. Achten Sie darauf, dass die Überschriften von Kapitel, Abschnitten und Unterabschnitten eine komprimierte Aussage über den jeweiligen Inhalt geben. Aufzählungen gewinnen durch die Verwendung von Spiegelstrichen oder Punkten an Übersichtlichkeit. Stärkere Übersichtlichkeit wird häufig auch durch Schaubilder und Tabellen erzielt.

Am Ende steht eine Zusammenfassung bzw. bewertende Schlussberichten., die evtl. um einen Ausblick ergänzt werden kann. Wünschenswert ist, dass Studierende auch eigene Schlussfolgerungen ziehen.

Für empirische Arbeiten gelten ergänzend die "Richtlinien für empirische Diplomarbeiten" der Abteilung.

Formale Gestaltung

Aufbau

Eine Diplomarbeit soll den folgenden Aufbau haben, wobei gegebenenfalls bestimmte Teile entfallen. Die obligatorischen Teile sind hervorgehoben:

Abbildungs-, Tabellen- oder Abkürzungsverzeichnisse mit einem Eintrag oder zwei Einträgen sind wenig sinnvoll.

Gliederung

Achten Sie auf eine überlegte Gliederung und Strukturierung. Dadurch kann Ihre Arbeit an Verständlichkeit und Lesbarkeit gewinnen.

Eine Diplomarbeit gliedert sich in Kapitel, Abschnitte, Unterabschnitte. Im Text sind Überschriften, Unterüberschriften entweder zu unterstreichen, durch Fettschrift hervorzuheben oder zu s p e r r e n.

Für die Gliederung der Kapitel und Abschnitte wird die Dezimalklassifikation empfohlen. Mehr als drei Dezimalstellen sind aber möglichst zu vermeiden. Hinter der letzten Stelle wird kein Punkt geschrieben. Der Text der Überschriften schließt sich linksbündig mit einer Leerstelle oder einem Tabulatorsprung an die Kapitel- bzw. Abschnittsnummer an.

Empfehlungen für Abstände

Typographie und Layout

Die Arbeit ist einseitig mit Schreibmaschine oder mit einem Drucker in hoher Druckqualität unter Beachtung folgender Regeln zu schreiben:

Umfang

Eine Diplomarbeit sollte einen Umfang von etwa 100 Seiten haben, jeweils einschl. Literaturverzeichnis. Überschreitungen des Umfangs sind in jedem Fall mit dem Betreuer der Arbeit abzustimmen.
In besonderen Fällen können Anlagen oder Anhänge verwendet werden, die mit der eigentlichen Diplomarbeit zusammen gebunden werden müssen. Dies ist ebenfalls mit dem Betreuer der Arbeit abzustimmen.

Verarbeitung von Literatur und Literaturverzeichnis

Bei der Verarbeitung der Literatur ist darauf zu achten, dass eine Diplomarbeit nicht nur aus Veröffentlichungen zusammengeschrieben werden soll, sondern dass der/die VerfasserIn auch eine eigene Leistung zu erbringen hat.

Es gelten die Richtlinien für Quellennachweise der Abteilung.

Rechtschreibung

Für die Rechtschreibung ist die jeweils neueste Ausgabe des Österreichischen Wörterbuches oder des DUDENs verbindlich. Vor der Abgabe überprüfen Sie Ihre Arbeit - oder lassen Sie sie überprüfen - auf die Angemessenheit des Sprachstils, grammatikalische und orthographische Richtigkeit. Dass Ihre Arbeit formal einwandfrei ist, stellt eine Voraussetzung für die Beurteilung dar.

Abbildungen, Tabellen, Formeln, Programme

Anlagen bzw. Anhänge

Alle zum Verständnis des Textteiles nicht unbedingt wesentlichen Tabellen und sonstigen Materialien (größere Beispiele, Auflistungen oder dgl.) können in einem Anhangsteil zusammengestellt werden. Beim Umfang des Anhanges sollte man sich strenge Beschränkungen auferlegen. Ein solcher Anhang darf nicht dazu missbraucht werden, zusätzlich Platz für den Text zu gewinnen. Anlagen bzw. Anhänge sind getrennt zu nummerieren. Ihnen ist ein Verzeichnis voranzustellen. Die Verwendung von Anlagen bzw. Anhängen ist mit dem Betreuer der Diplomarbeit abzustimmen.

Digitale Fassung

Allen Diplomarbeiten und Dissertationen ist eine digitale Fassung (z.B. als CD-Rom oder DVD) in einem gängigen Textverarbeitungsprogramm (Microsoft Word, OpenOffice) mit dem vollständigen Inhalt der Arbeit beizuschließen - darauf sind auch die bei Verwendung von Internetquellen zum Zeitpunkt des Downloads vorliegende Fassungen der Webseiten vorzuhalten. Bei empirischen Arbeiten sind auf dem Datenträger auch sämtliche erhobenen Daten in geeigneter Form (z.B. Excel, SPSS) anzuschließen.

Nützliche Hinweise zur Vermeidung häufiger Fehler

DiplomandInnen und DissertantInnen stellen sich immer wieder dieselben Fragen und Probleme bzw. es werden häufig dieselben Fehler gemacht. Besonders ärgerlich für beide Seiten sind "unforced errors", denn diese sind leicht erkennbar und behebbar. Nutzen Sie die Zusammenstellung "FAQs & (de)faults & unforced errors" als Checkliste bei der Erstellung Ihrer Arbeiten, um die Anzahl dieser vermeidbaren Fehler zu verringern.


Quellen:

Hinweise zur Anfertigung von Seminar- und Diplomarbeiten des Instituts für Wirtschaftsinformatik der Universität Hannover.
WWW: http://www.iwi.uni-hannover.de/dip/hin-dae.htm (01-01-12)

Sageder, Josef (2002). Richtlinien für erziehungswissenschaftliche Arbeiten. PPP der jku.

Stangl, Werner (2001). "Alternatives" Know-How für Diplomarbeiten.
WWW:http://paedpsych.jk.uni-linz.ac.at/INTERNET/ARBEITSBLAETTERORD/
PRAESENTATIONORD/DAKnowhow.html
(07-06-01)