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Die Arbeitsgruppe School Governance

ist ein Zusammenschluss von sieben WissenschaftlerInnen der Empirischen Bildungsforschung aus Deutschland, Österreich und der Schweiz und hat eine interdisziplinäre Ausrichtung: Erziehungswissenschaft, Soziologie und Politikwissenschaften. Diese Arbeitsgruppe erforscht empirisch, methodologisch und theoretisch School Governance im deutschsprachigen Raum. Die Gruppe setzt sich zusammen aus
Das Programm
Im Kontext von PISA, der Einführung von schulischer Autonomie, Bildungsstandards, Bildungsmonitoring und externen Evaluations- und Beobachtungsverfahren sind in neuerer Zeit in den Schulsystemen Europas gravierende Umbauten institutioneller Regelungsstrukturen, sprich der Governance, zu verzeichnen. Diese wirken sich auf alle Ebenen des Schulsystems, die administrative und pädagogische Praxis sowie die zivilgesellschaftliche Beteiligung an der Schule aus.
Veränderungen der schulischen Governance-Praxis führten in jüngster Zeit zu einer Reihe von wissenschaftlichen Beiträgen, die mit dem Governancebegriff analytisch arbeiten, um die institutionellen Umbauten nachzuvollziehen und Orientierungswissen zu bieten. Dies geschieht gerade auch im deutschsprachigen Raum, womit eine längst überfällige Angleichung an internationale Diskussionen vollzogen wird.
Für diese Angleichung hat sich eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe – bestehend aus den Disziplinen Erziehungswissenschaft, Soziologie und Politikwissenschaft – seit einiger Zeit zum Ziel gesetzt, Governance als analytische Perspektive für die deutschsprachige empirische Bildungsforschungmit zu entwickeln – durch die Adaptation sozialwissenschaftlicher Konzeptionen von Governance und die Rezeption der internationalen Diskussion.
http://www.school-governance.com/
 

Nachwuchskolloquium zur theoretischen und konzeptionellen Beratung von Promovierenden

Nachwuchskolloquium zur theoretischen und konzeptionellen Beratung von Promovierenden im Anschluss an die 4. Tagung der Sektion Empirische Bildungsforschung in Wuppertal (22. März 2007)

Angelehnt an das Konzept der „Meisterklassen“, möchten wir promovierenden Doktorandinnen und Doktoranden die Möglichkeit bieten, vor anderen Nachwuchswissenschaftlern und renommierten Wissenschaftlern aus dem Bereich der Bildungsforschung, das eigene Dissertationskonzept vorzustellen und zu diskutieren. Ziel ist es, in der Diskussion mit anderen Wissenschaftlern ein unvoreingenommenes Feedback und eine spezifische Interpretation des eigenen Ansatzes zu erhalten. Diese anderen Sichtweisen sollen den Nachwuchswissenschaftlern neue Interpretationsperspektiven eröffnen, auf vielleicht bisher übersehene technische Probleme hinweisen und Perspektiven der Lösung von Schwierigkeiten eröffnen.
Der externe Blick auf die Konzeption einer Dissertation und der Austausch mit Promovierenden von anderen Hochschulen, die ähnliche Themen bearbeiten, sollen sich positiv auf die Qualität der Arbeiten auswirken und zur Vernetzung der Nachwuchswissenschaftler untereinander beitragen.
Für diesen Versuch einer neuen Form der Doktorandenförderung haben wir exzellent ausgewiesene Kolleginnen und Kollegen gewinnen können. Es sind dies:
  • für den Bereich Schulentwicklungsforschung, Lehrerbildung Univ. Prof. Dr. Herbert Altrichter, Universität Linz - Abteilung für Pädagogik und Pädagogische Psychologie
  • für den Bereich Migrationsforschung, Geschlechterforschung Prof. Dr. Leonie Herwartz-Emden, Universität Augsburg - Zentralinstitut für didaktische Forschung und Lehre
  • für den Bereich Schulleistungsforschung Prof. Dr. Eckhard Klieme, Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF)
  • für den Bereich Fachdidaktik Mathematik Prof. Dr. Kristina Reiss, Ludwig-Maximilians-Universität - Mathematisches Institut
  • für den Bereich Unterrichtsforschung – videobasierte Lernprozessanalyse Prof. Dr. Tina Seidel, IPN - Leibniz Institute for Science Education at the University of Kiel
  • für den Bereich Schulforschung, Sozialisationsforschung Prof. Dr. Klaus-Jürgen Tillmann, Universität Bielefeld - Fakultät für Pädagogik - AG4
  • für den Bereich Fachdidaktik Englisch, Sprachdidaktik Prof. Dr. Günter Nold, Universität Dortmund - Institut für Anglistik und Amerikanistik
Die Gestaltung der Arbeit in den Gruppen wird den Kolleginnen und Kollegen freigestellt. Vorgesehen sind zwei jeweils dreistündige Sitzungszeiten (9-12 Uhr und 13-16 Uhr). Es wird die Teilnahme während des gesamten Tages erwartet, um einen wechselseitigen Austausch zwischen den Doktorandinnen und Doktoranden zu ermöglichen.
Da das Bundesministerium für Bildung und Forschung das Vorhaben mit einer finanziellen Zuwendung unterstützt, ist die Teilnahme an diesem Nachwuchskolloquium kostenfrei. Die Teilnehmerzahl ist jedoch begrenzt, und die Teilnehmer werden nach dem Zeitpunkt der Anmeldung berücksichtigt. Die Kosten für Anreise und ggf. Unterkunft müssen selbst getragen werden (unter Berücksichtigung der Zuschussregelung für Teilnehmer an der vorausgegangenen Tagung).
Interessierte Doktorandinnen und Doktoranden können sich bis 1. Februar 2007 für das Nachwuchskolloquium und den gewünschten Bereich anmelden. Für die Anmeldung genügt eine formlose Anmeldung per Email an: aepf-kbbb@uni-wuppertal.de. Neben Name, Anschrift, Name des Betreuers und Universität muss die Email das Dissertationsthema und den gewünschten Forschungsbereich (siehe oben) enthalten. Darüber hinaus ist die Einreichung eines aussagekräftigen Gliederungsentwurfs (Exposees) per Email bis zum 15. Februar 2007 notwendig. Das eingereichte Exposee muss neben der Darstellung der Fragestellung und der theoretischen Grundlagen auch die Untersuchungsmethode der Dissertation umreißen und darf nicht mehr als 5 Seiten umfassen.
Für Rückfragen stehen wir interessierten Teilnehmern gerne zur Verfügung. Schicken Sie uns eine Email an aepf-kbbb@uni-wuppertal.de oder kontaktieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 0202-4392371 (Frau Möckershoff).
Wichtig:
Zur Teilnahme zugelassen wird nur, wer sich fristgerecht bis zum 1. Februar per Email anmeldet, bis zum 15. Februar per Email ein Exposee einreicht und bereit ist, während der Veranstaltung sein Exposee zur Diskussion zu stellen.
 

Tagung "Wissensformen der evaluationsbasierten Steuerung aus Sicht der Empirischen Bildungsforschung"

Evaluation wird in den europäischen Schulsystemen eine zunehmende Bedeutung beigemessen. Mit Bildungsstandards werden Kalibrierungssysteme eingeführt, die anschließend flächendeckende Evaluationen ermöglichen. Aktuell werden diese Evaluationen – im Rahmen neu eingeführter Schulinspektionen, regelmäßiger Schülerleistungsstests und schulischer Abschlussprüfungen – auf alle Schulen bezogen. Der Gedanke einer Leistungserfassung führt des Weiteren zum Aufbau von Monitoringsystemen und zur regionalen sowie nationalen Bildungsberichterstattung.
Hierbei wird mit evaluationsbasierten Steuerungsmaßnahmen oftmals die „quasi-automatische“ Annahme verbunden, mit einem „Mehr“ an Wissen Bildungssysteme qualitativ gehaltvoller steuern zu können. Für die Empirische Bildungsforschung ist es – angesichts von Schwierigkeiten der Erzeugung und der gezielten Verwendung von evaluationsbasiertem Wissen – jedoch ebenfalls angezeigt, sich mit gegenteiligen Fragen auseinandersetzen.
Mit der Tagung soll insbesondere der „Akkumulationsannahme“ der evaluationsbasierten Steuerung – “Mehr Wissen = bessere Steuerung” – auf mehreren Arten begegnet werden:
Es soll entlang von Wissensanalysen nach impliziten, unbeobachteten, „riskanten“ Wissensarten gefragt werden, die mit Wissen aus Evaluationen möglicherweise verbunden sind. Zudem wird untersucht, welches Nichtwissen mit Evaluation einhergeht, und wie Wissen im Schulsystem – u.U. ungleich – verteilt wird.

VERANSTALTER
FernUniversität in Hagen, Lehrgebiet Bildungstechnologie/Empirische Bildungsforschung (PD Dr. T. Brüsemeister, Dr. K.-D. Eubel), in Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für Forschung und Entwicklung im Bildungswesen (ÖFEB) (Dr. M. Heinrich)

Ort und Zeit
FernUniversität in Hagen, 23. und 24. März 2007
Die Tagung findet im TGZ auf dem Campus im Raum 3 (Ellipse, Erdgeschoss) der FernUniversität, Universitätsstr. 11, statt.
Hausanschrift: Universitätstr. 11 im TGZ D-58097 Hagen
 

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