Forschung zur (Wirksamkeit der) LehrerInnenbildung

01. September 2010 Von: admin Kategorie: Tagungen, Veranstaltungen | wong it!

Österreichische Gesellschaft für Forschung und Entwicklung im Bildungswesen
Sektion Lehrerbildung und Sektion Empirische Pädagogische Forschung
Universität Salzburg Fachbereich Erziehungswissenschaft und Abteilung Lehrerbildung
Pädagogische Hochschule Salzburg

Tagung

Forschung zur (Wirksamkeit der) LehrerInnenbildung

in Salzburg, 27. und 28. Januar 201

Reminder Call for Papers

Thematischer Rahmen und Ziele
Zunehmend verstärkt sich ein Konsens darüber, was Lehrpersonen können sollten (z.B. Baumert & Kunter 2006; Frey, 2006; NBTS 2002; Terhart 2002, 2006). Relativ viel Klärungsbedarf besteht jedoch dahingehend, wie sie diese Kompetenzen während der Grundausbildung erwerben und unter welchen Bedingungen dies in hoher Qualität und Nachhaltigkeit erfolgen kann. Universitäten und Pädagogische Hochschulen nehmen ihren Auftrag der LehrerInnenbildung unterschiedlich wahr. Beide verbindet dabei die Überzeugung, eine qualitätsvolle Ausbildung zu gewährleisten. Inzwischen mehren sich jedoch auch skeptische Stimmen bezüglich der Wirksamkeit der LehrerInnenbildung – nicht zuletzt ausgelöst durch Richardson’s kritische Diagnose aus dem Jahr 1996 (S. 113): “Except for the student-teaching element, preservice teacher education seems a weak intervention. It is sandwiched between two powerful forces – previous life history, particularly that related to being a student, and classroom experience as a student teacher and teacher.“ Zudem kommen Rückblicke auf bisherige Reformbewegungen und deren Wirksamkeit zu einem ähnlichen Urteil: Trotz vieler Reformen haben sich die wesentlichen Kritikpunkte an der LehrerInnenbildung kaum geändert (z.B. Merzyn, 2002).
Die Tagung zielt darauf ab, einen aktuellen Diskurs über regionale und überregionale Forschungsergebnisse zur Wirksamkeit der LehrerInnenbildung zu initiieren bzw. zu vertiefen; neuralgische Punkte sollen aufgezeigt und weiterführende Perspektiven entwickelt werden. Im Mittelpunkt steht die Frage nach der Evidenzbasierung der Gestaltung der Grundausbildung von Lehrerinnen und Lehrern. Der Fokus wird dabei auf die Grundausbildung und auf die Ausbildung im Verantwortungsbereich von Hochschulen und Universitäten gelegt. Es werden Beiträge zu allen Bereichen der LehrerInnenbildung erbeten: Bildungs- bzw. Humanwissenschaften, Didaktik und Fachdidaktik sowie Berufspraxis. Speziell NachwuchswissenschafterInnen sind herzlich eingeladen, einen Beitrag einzubringen.
Die Hauptvorträge werden präsentiert von Frau Prof. Dr. Sigrid Blömeke, Universitätsprofessorin für Systematische Didaktik und Unterrichtsforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin sowie Herrn Univ.-Prof. Dr. Johannes Mayr, Universitätsprofessor für Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung im Bildungsbereich an der Alpen-Adria Universität Klagenfurt. Die österreichische Bundesministerin für Wissenschaft und Forschung, Frau Mag. Dr. Beatrix Karl, hat zugesagt, die Tagung zu eröffnen. Ebenso werden der Rektor der Universität Salzburg, Herr Univ.-Prof. Dr. Heinrich Schmidinger, sowie der Rektor der Pädagogischen Hochschule Salzburg, Herr Dr. Josef Sampl, einleitende Worte an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer richten.

Bitte senden Sie Ihr Abstract als Word-Dokument bis zur verlängerten deadline 24.09.2010 an die E-Mail-Adresse oefeb.2011@sbg.ac.at. Anmeldungen zur einer Teilnahme an der Tagung ohne einen Beitrag richten Sie bitte mit dem entsprechenden Formular bis spätestens 15.01.2011 ebenfalls an die E-Mail-Adresse oefeb.2011@sbg.ac.at.

Weitere Informationen zur Tagung sowie zur Gestaltung der Abstracts und Beiträge finden Sie auf der Tagungshomepage http://www.uni-salzburg.at/erz.
Wir freuen uns auf Ihre Beiträge und darauf, Sie persönlich in Salzburg begrüßen zu können.

Für das Organisationskomitee:
Univ.-Prof. Dr. Tina Hascher

Als das Internet nach Österreich kam: Mein erstes Mal

11. August 2010 Von: admin Kategorie: Presseecho | wong it!

nachrichten.at fragte nach dem Augenblick, als die User das erste Mal ins Internet einstiegen. Hier sind vier Schilderungen.

Eine der ersten Homepages an der Uni Linz von Werner Stangl.

Werner Stangl: Mein erster „echter“ Kontakt zum Internet war die Erstellung einer Webseite – einer der ersten eines Uni-Instituts in Österreich – am 6. 3. 1996: paedpsych.jku.at/internet/DIARY/ERSTEHOMEPAGE960313/

Die Geschichte habe ich in einem Tagebuch festgehalten: paedpsych.jku.at/internet/DIARY/diary96.html. Damals hörte man noch „Was soll der Blödsinn, das braucht doch kein Mensch“.

Markus Edlauer, Linz: Mein erster Kontakt mit dem Internet war im Design Center etwa 1995, wo eine Messe/Veranstaltung mit Computern stattfand. Dort stellten sich verschiedene Firmen vor, mit denen man Zugang zum Internet bekam. In einem eigenen Raum gab es ein Internet-Café mit drei oder vier Computern.

Ich fand viele englische Homepages zur Serie „Sailor Moon“ und war nur schwer vom Computer zu trennen (Zuvor war die Serie im ZDF gelaufen.).

Einige Zeit später, im Rahmen des Prix Ars Electronica 1995, konnte man im Rohbau des Ars Electronica Center an zwei Computern im Internet surfen. Da besuchte ich meinen ersten 3D-Chat-Room.

Als das AEC 1996 eröffnete, nahm ich mir bis 2002 immer eine Jahreskarte und surfte, so oft es ging. Ab 1996 hatte ich auch meine erste E-Mail-Adresse von Hotmail, die noch heute funktioniert.

Ghost40, nachrichten.at: Super – ab 1994 gab es das Internet von der Uni gratis (sprich keine Grundgebühr)! Dazu die E-MailAdresse matrikelnummer@jku.linz.at – toll!

Dazu gab es noch die speziellen Onlinetarife und die Compuserv-Gemeinde. Es gab weder Google noch Yahoo – es gab auch noch persönliche Kontakte! Nicht so wie heute, wo ich mein Gegenüber im Büro per Facebook fragen muss, wie es ihm geht. Es hat halt alles zwei Seiten, suchen wir uns überall die bessere raus.

mausfanger, nachrichten.at: Es war irgendwie langsam (trotz einfachster HTML-Seiten) und irrwitzig kostspielig (5000 Schilling in zwei Monaten).

Geschäftlich war’s aber relativ schnell wirklich sehr interessant! Das erste E-Mail habe ich einem Lieferanten aus dem Hamburger Raum geschickt – zwecks Preis-info. Er hat ZURÜCKGERUFEN! Der hatte noch kein Vertrauen ins neue Medium.

Das Ganze war trotz aller Neuheit und der Möglichkeiten, die sich relativ schnell entwickelt haben, etwas (sehr) zäh am Anfang.

Quelle: OÖN vom 11- August 2010

2 Fragen an … Professor Werner Stangl

04. August 2010 Von: admin Kategorie: Presseecho | wong it!

Der 62-Jährige ist Professor für Psychologie und Pädagogik an der Kepler-Universität Linz.

OÖN: Wie können Eltern ihre Kinder in verregneten Ferienzeiten bei Laune halten?

Stangl: Sie sollen nichts für die Kinder inszenieren, sondern ihnen Gelegenheit geben, selber etwas zu tun. Schlechtes Wetter ist eher ein Problem der Erwachsenen. Regenwetter könnte auch Gelegenheit für Arbeiten sein, die man nicht so gerne macht, zum Beispiel Zimmer aufräumen.

OÖN: Und wenn die Kinder dauernd vor dem Fernseher sitzen?

Stangl: Dann tun sie das meistens, weil sie es so von den Erwachsenen vorgelebt bekommen. Da wird es dann schwer, plausibel zu argumentieren.


Quelle: OÖN vom 4. August 2010, S. 25.