Hier werden - soferne es die Zeit erlaubt ;-) - Reaktionen auf diese Untersuchung gesammelt. Ich werde konstruktive Vorschläge auch innerhalb der eigentlichen Arbeit berücksichtigen und Ergänzungen und Erweiterungen vornehmen. Diese Möglichkeit einer permanenten Aktualisierung habe ich schon bei zwei anderen im internet publizierten wissenschaftlichen Arbeiten genutzt, wobei ursprünglich eher bescheiden gedachte Texte äußerst umfänglich weiterentwickelt werden konnten/mußten. Einige mails habe ich gekürzt (persönliche Informationen, Datenschutz etc.).
Datum: Fri, 06 Mar 1998 18:06:19 Subject: Internet in der Schule Sehr geehrter Herr Dr. Stangl! Vorweg meine aufrichtige Gratulation zu Ihrer sehr interessanten und aufschlussreichen Arbeit über das Internet an den Schulen. Ich erachte es für äusserst wichtig, eine kritische und konstruktive Auseinandersetzung mit den zahlreichen Aktivitäten und Scheinaktivitäten in diesem Feld zu suchen. Mit umso grösserer Ueberraschung musste ich daher feststellen, dass Sie im Rahmen Ihrer Arbeit auch die Auffassung publizieren, die Wiener Finanzstadträtin Brigitte Ederer zeige "vollkommene Ignoranz" hinsichtlich der technischen und finanziellen Aufwendungen, die für die Verwirklichung ihrer Ziele erforderlich wären. Aus Gründen der Redlichkeit sollte diese oberflächliche Polemik nicht unwidersprochen bleiben. Meines Wissens nach investiert die Stadt Wien auf Initiative der Finanzstadträtin in den nächsten beiden Jahren rund 150 Millionen Schilling in die Vernetzung der Wiener Pflichtschulen. Damit setzt sie für ihren Bereich die konkreteste und umfangreichste Massnahme zur Gewährleistung der infrastrukturellen Rahmenbedingungen für den Einsatz des Internet an den Wiener Schulen, nicht mehr und nicht weniger. Diesem Umstand sollte anerkennend Rechnung getragen werden. Ansonsten könnte der Eindruck entstehen, dass es keinen Bedarf nach politischer Initiative in diesem Land gibt. Stefan Bachleitner <stefan.bachleitner@oiat.at> Österreichisches Institut für angewandte TelekommunikationAnmerkung: Meine Skepsis bezog sich nicht auf die ebenfalls formulierten Visionen dieser Aussage sondern auf den Satz: "Fuer die Schulen der Stadt Wien habe ich mir zum Ziel gesetzt, dass jeder Wiener Schueler und jede Wiener Schuelerin im September 2000 das Schuljahr mit einer leistungsfaehigen Internet-Anbindung beginnen soll." Auf der Cebit 1998 in Hannover wurden die neuesten Statistiken der Marktforscher von Forrester Research präsentiert. Demnach kostet der Betrieb eines PC pro Jahr - umgerechnet in Schilling - im Durchschnitt etwa 100000 Schilling (11000 für Software, 17000 für Mitarbeiterschulung, 24000 für Hardware, 45000 für die Administration). Ich denke, die von Ihnen angesprochenen Mittel von 150 Millionen reichen etwa für leistungsfähige internet-Anbindungen eines eher kleineren Bezirkes ... (WS)
Date: Mon, 09 Feb 1998 12:20:20 Subject:netschule Sehr geehrter Herr Dr. Stangl! Mit Interesse haben wir von Ihrer Studie "Internet in der Schule" erfahren. Ich habe einen kurzen Blick hinein gemacht und mich (Natürlich!) vom Kapitel "Kuriosa" angezogen gefühlt. Darin schreiben Sie: Es koennte mittlerweile bereits bekannt sein, dass die Software (Internet Explorer und Netscape) grundsaetzlich kostenlos sind. Worin besteht also das Sponsoring? Die guenstigen Pakete von Microsoft betreffen nur die Netzwerksloesungen und nicht die Telefonverbindungen. Teuer sind immer noch die Standleitungen und die Providergebuehren. Hier ist aber kein Sponsoring in Sicht. Wir stimmen mit Ihnen überein, was den Punkt "Gratis-Software" angeht; (meines Wissens umfaßt das Software-Paket, das Microsoft vergünstigt an die Schulen abgibt, mehr als nur einen Browser, aber das ist von MS sicher zuverlässiger zu erfahren). Was die Anbindungen angeht, möchten wir Ihre Untersuchung ergänzen: Netway stellt jeder österreichischen Schule einen vollwertigen Internet-Anschluß mit drei E-Mail Adressen und 20 Stunden wöchentlicher Nutzungszeit gratis zur Verfügung. Diese Aktion, die wir gemeinsam mit dem BMfUK durchführen, läuft seit etlichen Monaten. Die administrative Abwicklung läuft über das Schulrechenzentrum, die technische über uns. Bislang haben von den über 6000 Schulen in Österreich rund 1000 dieses Angebot wahrgenommen.Gemessen an unserer Preisliste entspricht das einem Sponsor- Volumen von rund 3 Millionen Schilling, für den Fall, daß alle Schulen mitmachen, entspricht das einem Betrag von 18 Millionen Schilling. Die Einschränkung auf 20 Wochenstunden entspringt nicht unserem "Schnorrertum", sondern entspricht etwa der wöchentlichen Unterrichtszeit. Darüber hinaus haben wir den Server "schoolnet" eingerichtet - http://www.schoolnet.at/schulen/default.htd - auf dem jede Schule mittels eines Redaktions-Systems ihre eigene Homepage einrichten kann. In jedem Fall sind die Basisdaten der Schulen bereits eingepflegt. Wir stimmen mit Ihnen überein, daß die Nutzung des Internets an den Schulen noch intensiver sein könnte. Auf der anderen Seite geben wir zu bedenken etwas Geduld zu üben (selbst wenn wir als Provider eigentlich die stärkste Ursache für Ungeduld hätten): Vor zwei Jahren wußte kaum noch jemand, was das Internet überhaupt ist; heute verfügen immerhin schon rund 18 % der Schulen über einen eigenen Anschluß. Kaum ein anderes Medium hat eine derart rasante Entwicklung erlebt, das nur zum Zurechtrücken unserer eigenen Blickwinkel. Zuständig für die Schulaktionen ist Frau Doris Steiner. Über Ihre Antworten, Anregungen, Kommentare freuen wir uns. Mit freundlichen Grüßen Martin Hartmann Netway - Kommunikation <martmann@netway.at>Ergänzend dazu aus einer anderen mail (wichtig für Schulen! Hervorhebungen von mir, WS):
... wir sind auch gerne bereit, im Rahmen unserer Möglichkeiten hier Unterstützung und Schützenhilfe zu leisten. So haben wir die Möglichkeiten des Internet (eigentlich haben wir so richtig bei den Basics angefangen) beispielsweise in Seminaren für Berufsschullehrer bzw. auf Lehrveranstaltungen an der WU präsentiert. Weiters haben wir z.B. Projekte wie "Netzwerkst@tt Schule" unterstützt. Wir sind auch gerne bereit und bemüht, das auch in Zukunft zu tun - nur dazu "brauchen" wir auch den "Wunsch" bzw. die Anfragen aus Schulkreisen. (...) Wenn Sie Projekte in dieser Richtung betreuen - fragen Sie uns, wir werden gerne schauen, was wir tun können. (...) Ich verstehe den Frust der "Pioniere, den Sie ansprechen. Wir sind froh über die Pioniere, deren Arbeit ja hauptsächlich im Inhalt/Content liegt und unterstützen sie gerne mit unseren technischen Möglichkeiten. (...) Abgesehen davon: Sie kennen unser Angebot, wir sind zu sämtlichen "Schandtaten" bereit, setzen Sie sich einfach mit mir in Verbindung, wenn Sie eine, wenn vielleicht auch nur vage Idee im Kopf haben. Mit freundlichen Grüßen Martin Hartmann
Date: Fri, 06 Feb 1998 10:18:02 Subject: netschule Lieber Herr Stangl, gratuliere zu Ihrem Werk, das habe ich schon lange gesucht. (...) Ein Nachteil an der Netz-Publikation ist die Zugaenglichkeit, denn mein WWW-Zugang zuhause ist zu langsam und zu teuer, und auf der Uni muss man meistens anstehen. Gibts eine Download-Version? Besten Dank fuer die weiterfuehrende Literatur. (...) mfG Paul Szepannek <a6261ndj@pcserv.univie.ac.at>Antwort: download-Version ist aus technischen Gründen (MacOS, 6MB Gesamt-Datenumfang, derzeit ständige Überarbeitungen) leider nicht geplant - ich empfehle derzeit einen der zahlreichen websucker. (WS)
Date: Wed, 4 Feb 1998 22:05:34 Subject: Nutzung von Internet Mit erstaunen lese ich ihr mail (adressiert an "107016@kem.ac.at")- wußte gar nicht, daß ich für diese emailadresse eine leseberechtigung habe - wir scheinen aber unter den schulen, die geantwortet haben nicht auf! ich habe ihnen aber am 18. 11. 97 ein mail geschickt (von "hak-ma@bnet.co.at") in der ich als anbindung ihre fragen beantwortet habe. weiters habe ich den späten termin damit begründet, daß unsere "hauptemailadresse" zwar mit "s106418@htlwrn.ac.at" bei euch registriert war, wir jedoch erst im november alle informationen hatten, um diese mailadresse downzuladen. wir sind aber über unseren provider "bnet" schon länger im internet aktiv - siehe http://www.bnet.co.at/bhakssma/schule.htm und haben seit über 2 jahren obige emailadresse. erbitte information, ob meine anworten (winworddokument als anbindung) = "verloren" gegangen sind. mfg h. neugebauer <h.neugebauer@icb.co.at>
Date: Thu, 5 Feb 1998 08 37 28 Subject: Studie zum internet im Unterricht Lieber Herr Professor Stangl! Bin heute auf Ihre Arbeit "internet in der schule" gestossen und habe gerade ein wenig darin geblaettert. Schaut sehr interessant aus - und ich werde bald darin weiterblaettern. zunaechst nur so viel: Dass Sie mit den "offiziellen" Emailadressen (nummer@asn....) bei Ihrer Befragung nicht sehr viel Glueck hatten, wundert mich nicht. Obwohl wir an unserer Schule seit drei Jahren sehr viel mit dem Internet tun, habe ich eben jetzt zu meiner Verwunderung festgestellt, dass wir auch eine "offizielle" Emailadresse (des BMUK?) haben. Wer die fuer uns angelegt hat, wie wir dort nachschauen koennen, was fuer ein Passwort es dafuer gibt etc., das ist mir freilich unbekannt. Nachdem bei uns alle Lehrkraefte und alle Schuelerinnen sowieso ihre eigene Emailadresse haben, waere das im Prinzip zwar egal; ich vermute aber, dass nicht nur Ihr Fragebogen, sondern auch einige weitere Mails bei dieser offiziellen Adressen "verstauben". Soweit zum Thema "Interet/Schule/Oesterreich". Interessant waere es zu wissen, ob auch andere Schulen mit dieser Email-Adresse aehnliche Erfahrungen gemacht haben??? mfg Netzwerkst@tt Schule 2 - Das Internet-Starterset fuer Lehrer. Infos anfordern! Demoversion: http://www.newmedia.at/proj/vb/netzwerkstatt/index.htm Homepage HBLA-Landwiedstrasse: http://www.asn-linz.ac.at/schule/hblaland/
Date: Sat, 31 Jan 1998 08:37:28 Subject: URL des BRG Körösi Hallo! 1. Gratuliere zu dieser interessanten arbeit! 2. Der URL der Homepage unserer Schule hat sich (hoffentlich zum letzten Mal) gedndert und lautet nun: http://www.koeroesi.asn-graz.ac.at Bitte um Dnderung. Vielen Dank im Voraus! otto lichtenauer, BRG Kvrvsistrasse Graz
Ebenfalls vor der "offiziellen" Präsentation der Untersuchung im net erreichte mich folgende mail:Date: Fri, 9 Jan 1998 10:52:33 Subject: Internet in der Schule Hallo Werner Stangl, ich bin leider erst vor kurzem auf Ihr hervorragendes e-zine p@dpsych gestossen. Seit 1995 gilt mein Forschungsinteresse dem Internet in der Schule. Das Ihnen sicher bekannte Ergebnis ist das SchulWeb, welches auch einen Ueberblick ueber die oesterreichischen Schulen im Web seit Anfang an bietet. Vor lauter Pflege unseres Dienste kam ich leider immer weniger zur inhaltlichen Arbeit, wie Sie sie leisten. Ich muss mich aber jetzt wieder staerker um die inhaltlichen Aspekte kuemmern, denn sonst werde ich meine Dissertation nicht fertigstellen koennen. Um so mehr freut es mich einen weiteren Mitstreiter im Web entdeckt zu haben. Wir beide wissen, wieviel Arbeit hinter solch schnell abgerufenen Web-Seiten steckt. Ich hoffe, Sie haben einen langen Atem und kann mich schon jetzt bei Ihnen bedanken. Sie haben mir als Nicht-Paedagogen (Informatiker) bereits geholfen, einige Wissensluecken zu fuellen. Sie koennen ihr Glossar mit meinem abgleichen: http://www.schulweb.de/glossar.html Weiter so, ich bin gespannt. Dipl.-Inform. Frerk Meyer http://www.educat.hu-berlin.de/~frerk/ Humboldt-University, Berlin, Germany Department of Computers in Education Founder of SchulWeb, Germany http://www.schulweb.de/
Schon vor der "offiziellen" Präsentation der Untersuchung im net erreichte mich folgende mail:Date: Thu, 4 Dec 1997 00:23:35 Subject: Internet in der Schule - Glossar Hallo Werner .. Ich hab mal schnell uber den Glossar druebergeblaettert: CGI heiszt eigentlich Common Gateway Interface ... is aber nicht so wichtg .. Tolle Idee (und viel Arbeit) .. Ciao. Georg Glas <georg@htl-bulmegraz.ac.at>Aus einer mailinglist:
(...) Anfang April 1999 waren 2277 Schulen im ASN, darunter alle weiterführenden Schulen und alle LSR (SS), 545 Bildungseinrichtungen publizieren Informationen auf eigenen Web-sites, die Schulen nehmen an internationalen Projekten teil, gewinnen Preise und Auszeichnungen, mehr als 10000 Lehrer haben Internetzugänge von zu Hause aus, es gibt Bildungsserver in den Bundesländern, ....
Drexler, Christoph (1998). Gottesdienste im Cyberspace? Eine Replik auf Walter Vogels Vorschlag und einige religionspädagogische Überlegungen zum Internet. Österreichisches Religionspädagogisches Forum (46 - 50).
Hinweis
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Stangl, Werner (1998). internet in der Schule - Eine Bestandsaufnahme über den Einsatz des internet im Unterricht an Österreichs Schulen. p@psych 3.
WWW: http://paedpsych.jk.uni-linz.ac.at/PAEDPSYCH/NETSCHULE/NetSchule.html