Die hier versammelten Texte sollen einige eher erheiternde Streiflichter auf die vorliegende Untersuchung werfen und sollten daher mit einer Portion Humor - der imho zu den konstituierenden Merkmalen des internet zählt - betrachtet werden ;-)
Apropos: Sie gehören/du gehörst zu den 47,53189 Prozent der LeserInnen dieser Arbeit, die auch hier hereingeschaut haben - davon 82,32144 Prozent nach der Titelseite als 1. Station ;-)
Zwei Jahre nach der Untersuchung ...
fand sich in einer mailinglist folgendes posting zumKustodenaufwand Bei einer Netzwerksitzung im ***, die bereits den Charakter einer Krisensitzung hatte, weil Schulnetzwerke Dimensionen erreichen, die nicht mehr nur nebenbei erledigt werden koennen, wurde bekannt, dass ein Kollege im Zeitraum von zwei Jahren 1680 Stunden fuer Installation und Wartung aufgewendet hat (nach praezisen Aufzeichnungen). Immer wieder hoert man seitens der Damen und Herren der Zentralstellen, dass man von Lehrern Idealismus erwarte. Der obige Idealismus ist aber ein echter, unbezahlter Zweitberuf. Der Kollege kann seine Netzwerkkenntnisse nicht einmal im EDV-Unterricht einsetzen, weil er ganz anderen Gegenstaende unterrichtet.
Einem geschenkten Gaul ...
Daß es auch manche EDV-Firmen nicht leicht haben, ihren Beitrag zur Vernetzung der österreichischen Schulen zu leisten, mag folgende mail im lehrerforum des CCC (Computer Communications Club) illustrieren (Fri, 02 Oct 1998 12:40:22):Wer bei gleicher Qualität billiger sein will, fragt sich, warum wir die Staroffice-Suite immer noch nicht haben dürfen.Die Firma VERSCHENKT sie nämlich an die Schulen,bei uns überlegt das Ministerium seit Jänner 1997... Vielleicht sollten wir Frau Ministerialrat Zadrazil wieder einmal an ihr Versprechen hier in diesem Forum erinnern:
From: Zadrazil Maria <Maria.Zadrazil@bmuk.gv.at> Date: Fri, 31 Oct 1997
...Rufen nach Star Office...
Wie aus diversen Schreiben gut erkennbar war, bemühe ich mich darum seit längerer Zeit. Ihr Wunsch ist mir also längst bekannt und bewußt; ich arbeite an seiner Erfüllung. Unmögliches wird sofort erledigt, Wunder dauern etwas länger.Warum es ein Wunder sein soll, daß Staroffice den Schulen gratis zur Verfügung gestellt werden darf, habe ich schon damals nicht verstanden. Aber wie steht es oben im Betreff...?
Nur zur Info (fuer alle die es noch nicht wissen ;-):
- Star will das Paket verschenken bzw. nur ein Unkostenbeitrag
(2 DM je CD oder so)
- Star will aber nur einen Anprechpartner - das Ministerium
(ist einfacher und werbewirksamer fuer die Firma)
- Star Office laeuft auf Win3.x, Win95/NT, Linux und es
gibt eine Java Version
- Staroffice darf dann auf allen Rechner in der Schule
und von Schuelern und Lehrern zu Unterrichtszwecken am
Privat PC installiert werden.Für alle skeptischen LeserInnen: die beiden genannten Daten sind keine Druckfehler ;-)
Neuester Stand (Freitag, 30. Januar 1998) der Entwicklung:
Gehrer: "Alle Schulen ins Internet" ... Weiters legte die Ressortchefin fest, dass bis zum Jahr 2000 alle 6200 Pflicht- und Hoehere Schulen an das Internet angeschlossen werden sollen. Zur Zeit sind es gerade 1300. Das Ziel: "zeitgemaesse Bildungsinhalte sicherzustellen". Das Sponsoring uebernimmt Microsoft mit stark verbilligter Software. [Ich hoffe, dass damit nicht wieder Micky-Maus-Loesungen, wie etwa ein "kostenloser" Waehlleitungszugang pro Schule gemeint ist. Bei den genannten 1300 Schulen verfuegen die meisten nur ueber einen Rechner mit Zugang ueber eine Telefonleitung. Wegen der (aus dem Schulbudget zu bezahlenden) Telefonkosten ist dann der Zugang zum Internet auf ein paar Stunden beschraenkt. Diese Art von Internet-Zugang ist also nur ein Danaergeschenk. Von einer echten Internet-Anbindung kann man nur sprechen, wenn ein kompletter Saal ueber ein Netzwerk am Netz "haengt". Die einzige technisch sinnvolle Loesung ist die Verwendung von Standleitungen. Es koennte mittlerweile bereits bekannt sein, dass die Software (Internet Explorer und Netscape) grundsaetzlich kostenlos sind. Worin besteht also das Sponsoring? Die guenstigen Pakete von Microsoft betreffen nur die Netzwerksloesungen und nicht die Telefonverbindungen. Teuer sind immer noch die Standleitungen und die Providergebuehren. Hier ist aber kein Sponsoring in Sicht.] ------- This message was distributed via the Listserver of the CCC (Computer Communications Club) - (e-mail 'ccc@ccc.or.at' for info's).Auf diese Wortmeldung eines hier nicht namentlich angeführten Mitglieds des CCC erhielt ich eine e-mail des Providers Netaway, in der es u.a. heißt:
"Wir stimmen mit Ihnen überein, was den Punkt "Gratis-Software" angeht; (meines Wissens umfaßt das Software-Paket, das Microsoft vergünstigt an die Schulen abgibt, mehr als nur einen Browser, aber das ist von MS sicher zuverlässiger zu erfahren).
Was die Anbindungen angeht, möchten wir Ihre Untersuchung ergänzen: Netway stellt jeder österreichischen Schule einen vollwertigen Internet-Anschluß mit drei E-Mail Adressen und 20 Stunden wöchentlicher Nutzungszeit gratis zur Verfügung. Diese Aktion, die wir gemeinsam mit dem BMfUK durchführen, läuft seit etlichen Monaten. Die administrative Abwicklung läuft über das Schulrechenzentrum, die technische über uns. Bislang haben von den über 6000 Schulen in Österreich rund 1000 dieses Angebot wahrgenommen. Gemessen an unserer Preisliste entspricht das einem Sponsor-Volumen von rund 3 Millionen Schilling, für den Fall, daß alle Schulen mitmachen, entspricht das einem Betrag von 18 Millionen Schilling.
Die Einschränkung auf 20 Wochenstunden entspringt nicht unserem "Schnorrertum", sondern entspricht etwa der wöchentlichen Unterrichtszeit. "
(Die vollständige e-mail auf Reaktionsseite)
Viele vorweihnachtliche Post! Im Ernst: der Listserver und das Gateway von *** unterhielten sich eine Zeit lang ueber die E-Mail-Edresse eines Herrn *** *. ***; das Gateway von *** teilt dem Listserver mit, dass es die Adresse nicht findet und der Listserver sendet diese Mail wieder aus. Leider verwendet *** keine Kennzeichnung - wie etwa ERROR -, die es dem Listserver ermoeglichen, Fehlermeldungen von normaler Post zu unterscheiden. Ich bitte auch Fragen wie "Kann man das nicht abstellen" zurueckzuhalten, da natuerlich auch diese Fragen dann im Kreis geschickt werden. Wenn wir es bemerken, bemuehen wir uns moeglichst rasch um Abhilfe. Wie heisst es treffend? Die Technik is a Hund... Ich hoffe auf Verstaendnis....
Liebe Kollegen! Mein erster Testlauf ist gerade einmal 24 Stunden alt geworden. Heute, Freitag, gegen 13 Uhr, hatte ich schon keine Verbindung mehr, den genauen Zeitpunkt des Anhaltens kann ich damit nicht sagen! Was soll ich nun tun: es lief nur der Server und der Router, keinerlei Zugriff von INNEN. Kennt jemand eine Moeglichkeit, am Linux Server ein Programm zu installieren, dass die Aktivitaeten von aussen mitprotokolliert, damit ich feststellen kann, bei welcher Aktivitaet der Krempel stehen bleibt? Es muesste damit feststellbar sein, ob er waehrend eines Zugriffs abschaltet oder einfach so dazwischen! Da ich schon leicht paranoid werde, frage ich an, ob meine Abstuerze auch "bewusst" herbeigefuehrt werden koennten??? :-(( Ich danke allen Kollegen, die mir noch die "Aktivitaet" meines Servers mitteilten und bitte um weitere Unterstuetzung mit den besten Gruessen ***
Ich glaube, dass unsere Schule zu spezifisch ist, um an derartigen Diskussionen teilzunehmen (bitte das nicht als Groessenwahn zu betrachten, aber Internet ist fuer uns sozusagen das "Zahnbuerstel" das jeder hat und beherrscht!)
Bildungsschwerpunkte 11.12.97 +++ pressetext.austria +++ Bildung/Lernen/Internet * Lernen im 21. Jahrhundert * Siemens-Forum in Wien diskutiert Bildungsschwerpunkte Wien (pte) (3. Dezember 97/22:54) - Vom 4. bis 5. Dezember 1997 findet im Siemens Forum in Wien die Konferenz "Lernen im 21. Jahrhundert: Die internationale Dimension als Herausforderung an das oesterreichische Bildungssystem" statt, bei der rund 150 Experten erwartet werden. Eroeffnet wird die Konferenz von Bundesministerin Elisabeth Gehrer und Dr. Gerald Mader, dem Praesidenten der Oesterreichischen UNESCO-Kommission. In den Arbeitskreisen werden die vier Schwerpunkte Neue Technologien und neue Medien als Chance, Bildung in der Krise der Arbeitswelt, Lehrende als Lernende sowie Bildung fuer alle: Sozialer Erfahrungsraum Schule diskutiert.(ich hatte übrigens die Ehre, an dieser Veranstaltung teilzunehmen, Gottseidank habe ich rechtzeitig davon erfahren - übrigens: es war auch am Tag vor der Konferenz auf keinem server der beiden Bildungsministerien ein Hinweis auf diese Veranstaltung zu finden...)
Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Werner Stangl, ich freue mich ueber Ihr Interesse am Internetgeschehen in unseren ***** Schulen. Die Freude am Beantworten Ihres Fragenkataloges wird allerdings getruebt durch die Tatsache, dass ich nicht weiss, ob Sie berechtigt sind, die Beantwortung solcher Fragen einzufordern. bzw. ob ich solche Informationen ueberhaupt an Unbekannt hinausgeben darf. Ihre Fragen sind inhaltlich ident mit jenen, die auch unser Ministerium an uns stellt. Es fiele mir als "Internet-Sachbearbeiter" leichter, Ihre Fragen zu beantworten, wenn Ihre Aktion von einer vorgesetzten Stelle im BMUKA ausginge. Andererseits lebt das Internet irgendwie auch von und mit unbuerokratischen Aktionen. Daher moechte ich in Wertschaetzung Ihrer Arbeit doch einige Punkte beantworten. Beste Gruesse, ***** Internet-Sachbearbeiter *****
Sehr geehrter Herr Stangl, Sie haben eine EMailadresse verwendet, die von uns vom BMUK oktroyiert wurde und nur von Zeit zu Zeit betreut wird, weshalb ich Ihre Fragen bisher nicht beantworten konnte. Ich bitte Sie, uns in Zukunft über folgende Adressen anzuschreiben: Sekretariat ***: ******* oder an meine Adresse: ****
Aus "pressetext.austria":
* USA foerdern Internet-Ausbildung an Schulen * 425 Mio. Dollar fuer Internet-Schulungsprogramme Washington (pte) (12. Dezember 97/13:11) - US-Vizepraesident Al Gore gab bekannt, dass die amerikanische Regierung eine Summe von insgesamt 425 Millionen Dollar bereitstellen will, mit der Internet-Schulungsprogramme fuer Lehrer und Schueler in den 50 Bundesstaaten finanziert werden sollen. Das Geld stammt aus dem Technology Literacy Challenge Fund, der staatliche und regionale Bemuehungen unterstuetzt, Lehre und Studium durch technologische Hilfsmittel zu verbessern. "Heute mehr denn je ist Bildung der Schluessel zum Erfolg, und die neue Technologie kann uns dabei helfen, unseren Kindern beizubringen, was sie wissen muessen, um im 21. Jahrhundert zu den Gewinnern zu gehoeren", sagte Gore. (w&v-online) <Sie haben doch nicht geglaubt, dass sich die Ueberschrift auf Oesterreich bezieht? Aber WIR haben ja das Netway-Angebot.... :-) >
Aus einer Ankündigung zur Anbindung an das WorldWideWeb:
Hinweis
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Stangl, Werner (1998). internet in der Schule - Eine Bestandsaufnahme über den Einsatz des internet im Unterricht an Österreichs Schulen. p@psych 3.
WWW: http://paedpsych.jk.uni-linz.ac.at/PAEDPSYCH/NETSCHULE/NetSchule.html