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Stangl, Werner (1998). internet in der Schule - Eine Bestandsaufnahme über den Einsatz des internet im Unterricht an Österreichs Schulen. p@psych 3.
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Informatik1

Informatik2

Informatik3

Informatik4

Informatik5

Informatik6

Informatik7

4. Die Situation der EDV/Informatik in der institutionellen Lehrer Aus- und Weiterbildung

4.1 Akademien der Lehrer- und Erzieherbildung

4.1.1 Pädagogische Akademien

Pflichtfach Informatik mit 1 SWS. Zusatzqualifikation möglich.

A. Entwicklung und Lehrpläne

Seit dem Schuljahr 1985/86 ist für die 14 Pädagogischen Akademien in Österreich ein neuer Lehrplan in Kraft, der die Informatik in die pflichtigen Gegenstände einbezieht. Alle zukünftigen Volks-, Haupt- und Sonderschullehrerinnen und -lehrer besuchen ein Semester lang eine 1-stündige Veranstaltung (= 1 SWS) für Informatik. Die Studierenden sollen in diesem Pflichtgegenstand grundlegende Einblicke in neue Informationstechnologien gewinnen, mit ihnen umgehen und sinnvolle Einsatzmöglichkeiten für den Unterricht in der jeweiligen Schultype kennenlernen.

Ein weiteres Bildungsziel besteht darin, den Menschen als ein informationsverarbeitendes System zu verstehen und zu lernen, die Gesetzmäßigkeiten der Informationsverarbeitung, die an technischen Systemen erkannt werden, in die Planung und Organisation didaktischer Prozesse einzubeziehen. Außerdem soll ein Überblick über Aus-wirkungen im gesellschaftlichen und pädagogischen Bereich gegeben werden.

Zudem besteht die Möglichkeit, im Rahmen eines zusätzlichen Fachgegenstandes Informatik eine weitere Qualifikation zu erwerben, die auch im Lehramtszeugnis ausgewiesen wird. Diese freiwillige zusätzliche Ausbildung umfaßt 12 SWS und soll einerseits das, was in der allgemeinen verpflichtenden Einführung nur in Ansätzen geboten werden kann, in vertiefter Weise aufarbeiten. Andererseits sollen die Studierenden in den Zusatzfächern auch lernen, ein bestimmtes Problemfeld so zu analysieren und darzustellen, daß es in eine Programmiersprache umgesetzt werden kann.

Die Umsetzung selbst soll in den wesentlichen Teilen durchgeführt werden können, wobei perfektes Programmieren nicht das Ausbildungsziel ist.

B. Ausstattung

Software ist standardisiert. EDV hat historischen Stellenwert. Freigegenstand Informatik ab 1986

HARDWARE

Die Geräteausstattung besteht je nach Größe der Anstalt aus 10 - 12 IBM-kompatiblen PCs (XT-, AT-Rechnern) mit Matrix- bzw. Laserdruckern, 1-2 Laptops und 1 BTX-Arbeitsplatz. Dieser ist teilweise durch andere Telekommunikationsmöglichkeiten ersetzt. An manchen Akademien sind die PCs lokal vernetzt und das Netz ist mit einem Netzwerkdrucker ausgestattet.

SOFTWARE

An gemeinsamer Software stehen für die Ausbildung ein Textverarbeitungsprogramm, eine Tabellenkalkulation, eine Datenbank, einfache Grafiksoftware und ein Antivirenprogramm zur Verfügung. Zudem wurden für alle Akademien die Programmiersprachen PASCAL, LOGO und BASIC angeschafft. Auch spezielle Softwareanschaffungen einzelner Akademien wurden in beschränktem Umfang ermöglicht.

4.1.2. Berufspädagogische Akademien

A. Entwicklung und Lehrpläne

In den Berufspädagogischen Akademien (in denen jene Lehrer/innen für das gesamte berufsbildende Schulwesen ausgebildet werden, die kein Universitäts- oder Hochschulstudium benötigen) wurde EDV/Informatik bereits seit langem im Rahmen der fachlichen Ausbildung der Lehrer/innen für Berufsschulen und der Lehrer/innen für Stenotypie, Phonotypie und Textverarbeitung (sowohl als eigener Gegenstand als auch als wichtiger Teilbereich des Pflichtgegenstandes "Stenotypie, Phonotypie und Textverarbeitung" ) geführt.

Seit Herbst 1986 wurde an den Berufspädagogischen Akademien zusätzlich ein Freigegenstand "Informatik" für alle Lehramtsausbildungen etabliert. In diesem Gegenstand, der jeweils 2 Semester im Ausmaß von 2 Wochenstunden geführt wurde, stand neben einer grundlegenden theoretischen Einführung das praktische Arbeiten an einschlägigen Anlagen im Mittelpunkt.

Eine Lehrplannovelle brachte mit Beginn des Studienjahres 1990/91 die Einführung der Informatik bzw. angewandten Informatik im Umfang von 4-8 Semesterwochenstunden je Studiengang für alle Ausbildungsrichtungen als Pflichtgegenstand. Diese Neuerung betrifft Lehrerinnen und Lehrer der Berufsschulen, des technischen und gewerblichen Fachunterrichtes, des ernährungswirtschaftlichen und haushaltsökonomischen Fachunterrichtes sowie der Textverarbeitung (computerunterstützte Textverarbeitung, Stenotypie und Phonotypie).

Ebenso werden im Rahmen der fachlichen Bildung für Lehrerinnen und Lehrer der Berufsschulen und des technischen und gewerblichen Fachunterrichts größere Teile der Ausbildungszeit für elektronische Datenverarbeitung verwendet (insbesondere auch an CAD/CAM-Geräten). Für Textverarbeitungslehrerinnen und -lehrer ist computer-unterstützte Textverarbeitung mit 8 Semesterwochenstunden je Studien-gang vorgesehen. Eine weitere Lehrplannovelle hat mit 1. September 1993 die verpflichtende CAD/CAM-Ausbildung für Studierende der Mode und Bekleidungstechnik eingeführt.

Breiter Ausbildungs-Kanon. Hohes Austattungsniveau.

B. Ausstattung

In den vier Berufspädagogischen Akademien Österreichs in Wien, Graz, Linz und Innsbruck sind zur Zeit mehr als 100 Personalcomputer im Einsatz. Hinsichtlich des Standards orientiert man sich dabei an der Ausstattung der einschlägigen berufsbildenden Schulen, insbesondere der Höheren Technischen Lehranstalten (CAD/CAM), der Lehranstalten für Mode und Bekleidungstechnik sowie der Handelsakademien und Handelsschulen. Auch die an diesen Schulen verwendete Software wird eingesetzt.

HARDWARE

Die vorhandenen 80286-, 80386- und 80486- Rechner werden für den Bereich der Ausbildung in Informatik für alle Lehramtsstudien fachlicher Bildung im Bereich Berufsschulen, Mode- und Bekleidungstechnik sowie Textverarbeitung eingesetzt. Die 80386-Rechner mit Grafiktablett, Farbmonitor, Nadeldrucker und Plotter stellen die CAD-Arbeitsplätze für die fachliche Bildung der Abteilung "Gewerblicher Fachunterricht" und in der allgemeinen Informatikausbildung dar. Dabei kommen folgende Produkte zum Einsatz

Personalcomputer:

  • Acer 1125 und 1125E, Philips P 3202, Bull Micral 75 und Z466X + Mod. 245, Memorex 7045, Commodore PC 40-III und 386-33c, Confident 730, Fujitech, Intel 80486 Funware u. PIK, Olivetti M 64, Siemens Notebook.
  • Farbmonitore:

  • EIZO Flexscand 9070 S, Highscreen 480/DX 33 17", NEC Multisync, Targa, Tystar sowie diverse monochrome Monitore.
  • Drucker:

  • Farbtintenstrahldrucker HP-Desk-Jet (500, 500C und 510) und Paintjet, Olivetti JP350, Matrixdrucker Epson EPL 7100 und FX 1050, Fujitsu 2200 DX und DL 900 und DL 1100, Mannesmann SN, NEC Pinwriter P20, Plotter Benson 1002, Seikosha MP 5300 AI und MP 5350; Laserdrucker Epson CEPL 7100, Facit P 60, HP-Laser Jet III P und 4 und 4L, Flachbett Scanner HP Scanjet.
  • SOFTWARE

  • ACON-BKV u. -SKV u. -Gästekartei, Art& Letters, AUTOCAD u. -Dadilib, AUTOSKETCH 3.0, BAU-CAD K+R, BKV (Betriebsküchenverwaltung), COREL DRAW 2.0. ELAPLAN, F & A for WINDOWS, FIBU, GCS CAD, GEM ARTLINE u. Presentation Team 2.0, IPS, Kirschbaum Link, MATCAD 3.1, MESONIC, MS SELECT (ACCESS 1.10 u. 2.0, DOS 5.0 u. 6.2, EXCEL 3.0 u. 5.0, LEARN, POWER POINT 3.0, QUICK; WINDOWS 3.0 u. 3.1, WINWORD 6.0 u. 6.0a, WORD 4.0 u. 5.5, Perfect 5.1), Norton Utilities, NOVELL DOS 6.0, Open Access II u. III, PC dBase III u. IV u. Schulversion 10.x, pc 6 s-Hotel Lizenz + Project-Schulversion, PC TOOLS Gr D6, POWER Basic, QBASIC, QUEST + Single User, Quick C Assembler + Compiler, Recognita Select HP Accu Page, SKV (Schulküchenverwaltung), SUPERCALC 5, Update Mash 1.x/6.0.
  • Ein neues Übungszentrum. Laufende Modernisierung.

    C. Initiativen und Innovationen

    In der Berufspädagogischen Akademie Wien wurde ein Übungszentrum für EDV errichtet, welches mithelfen soll, die Intensivierung der EDV-Ausbildung innerhalb der fachlichen Ausbildung zu unterstützen. Es steht allen Studierenden für die Durchführung von Seminararbeiten und Studienaufträgen sowie für selbständige Übungen zur Verfügung.

    An der BPA Graz werden CD-ROM Laufwerke und Soundkarten für Multimediaanwendungen genützt, und elektronische Nachschlagewerke kommen zum Einsatz. In einem Pilotprojekt werden Personalcomputer mit Soundausstattung als Diktiergeräte eingesetzt.

    In der BPA Innsbruck wurden sämtliche Computerräume für selbständige Übungen der Studenten, für Seminararbeiten und Arbeiten für die schulpraktischen Übungen freigegeben. Alle Schreibmaschinen wurden durch PCs ersetzt.

    In den Berufspädagogischen Akademien Wien, Linz und Innsbruck wird der PC zur computerunterstützten Herstellung von Medien im Rahmen der schulpraktischen Ausbildung bzw. zur Gestaltung von druckreifen Dokumenten (z.B. der Lehramtszeugnisse) intensiv genutzt. Dazu steht je ein A4-Flachbettscanner mit entsprechender Software zur Verfügung.

    4.2 Anstalten der Lehrer- und Erzieherbildung

    Informatik wird an diesen Anstalten als unverbindliche Übung unterrichtet und soll Einblick in einschlägige neue Technologien geben, sowie das Verständnis für ihre Arbeitsweisen und ihre Anwendungsmöglichkeiten fördern. Durch praktisches Arbeiten am Computer werden die Schülerinnen und Schüler mit elektronischer Datenverarbeitung vertraut gemacht, wobei sie auch Einblicke erhalten sollen, wie Kinder mit den neuen Informationstechniken umgehen lernen.

    Die Bildungsanstalten sind mit je 6 Hardware-Konfigurationen und je einem (veralteten) BTX-Arbeitsplatz sowie mit entsprechender Software ausgestattet. Vielfach ist die Hardware und Software inzwischen auf den neuesten technischen Stand gebracht worden.

    4.3 Pädagogische Institute

    Die Pädagogischen Institute trugen in den vergangenen Jahren die Hauptlast der Aus- und Weiterbildung im Bereich EDV/lnformatik für Lehrerinnen und Lehrer aller Schulen. Sie bieten in ihren Kursangeboten Veranstaltungen, die von elementaren Einführungskursen in die EDV/lnformatik, Seminaren für höhere Programmiersprachen sowie Betriebssysteme über Kurse zu diverser Standardsoftware bis hin zu kritischen Workshops, die sich mit den Auswirkungen der Computerisierung für Mensch, Wirtschaft und Gesellschaft auseinander-setzen, reichen. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die didaktisch-methodische Umsetzung für die jeweiligen Unterrichtsgegenstände.

    Informatik als unverbindliche Übung. Laufende Ausbildungsangebote für Lehrer. Vertraut machen mit dem PC.

    Die Geräteausstattung der Pädagogischen Institute des Bundes besteht im allgemeinen aus Einzelplatzgeräten, vernetzten Computern und Laptops/Notebooks. Die Anzahl der Geräte ist von der Größe des Bundeslandes abhängig, zur Ausstattung gehören auch entsprechende Drucker und Overheaddisplays.

    4.3.1 Lehrerfortbildung im Bereich der allgemeinbildenden Schulen

    Durch die Einführung der Informatik auf der 7. und 8. Schulstufe gab es einen besonderen Schulungsbedarf für die Lehrerinnen und Lehrer des allgemeinbildenden Schulwesens. In zahlreichen Veranstaltungen wurden vor allem Lehrerinnen und Lehrer, die keine spezielle Informatikausbildung absolviert hatten, in die Arbeitsweise von Computern eingeführt. Der Umgang mit und der Einsatz von Standard-software und die didaktische und lehrplangemäße Umsetzung des Einsatzes der neuen Informations- und Kommunikationstechniken stellen einen besonderen Schwerpunkt dar. Diese Fortbildungstätigkeit wurde durch eine Reihe von Publikationen, deren Inhalte von Grundsatzfragen des Einsatzes über praktische Unterrichtsbeispiele bis zur methodischen Umsetzung reichen, begleitet.

    Von einer Arbeitsgruppe im BMUK wurde die Vereinheitlichung der unterschiedlichen Ausbildungslehrgänge an den Pädagogischen Instituten für AHS-Lehrer/innen für Informatik vorgenommen. Insbesondere die Einführung des Wahlpflichtgegenstandes Informatik an der AHS hat die Durchführung dieser Lehrgänge erforderlich gemacht. Sie sollen den dringenden Ausbildungsbedarf decken, zumal eine universitäre Informatikausbildung (Lehramt Informatik) in absehbarer Zeit nicht eingerichtet werden soll. (siehe dazu Kap. 4. 4)

    Bspw. umfaßt ein auf 3 Jahre (etwa 360 Unterrichtseinheiten) anberaumter Lehrgang folgende Bereiche:

    • Grundzüge der Informatik
    • Fachdidaktik und Methodik
    • Anwendung und Auswirkungen des EDV/Informatik-Projektunterrichts

    Angebote vor allem für AHS-Lehrer. Aufbauender Lehrplan.

    Im ersten Abschnitt soll dabei eine Einführung in die mathematischen und technischen Grundlagen der EDV/Informatik sowie in die Grund-züge von Softwarekonzepten erfolgen. Weiters steht eine Auseinander-setzung mit dem Betriebssystem, eine Programmentwicklung in einer höheren Programmiersprache, Algorithmen und Datenstrukturen sowie eine Beschäftigung mit Datenbanken und wissensbasierten Systemen auf dem Programm.

    Im Abschnitt "Fachdidaktik und Methodik" werden die zukünftigen Informatiklehrerinnen und -lehrer mit Standardsoftware im Schul-unterricht konfrontiert und mit der Didaktik der Programmentwicklung vertraut gemacht. Spezielle Unterrichtslehre und ein Praktikum "Fachdidaktik" ergänzen diesen Abschnitt.

    Unter dem Punkt "Anwendungen und Auswirkungen der Informatik" werden das gesellschafts- und wirtschaftspolitische Umfeld der Informatik sowie diverse EDV-Anwendungen untersucht.

    4.3.2 Lehrerfortbildung in den berufsbildenden mittleren und höheren technischen und gewerblichen, kaufmännischen sowie humanberuflichen Schulen

    Die abgebildete Tabelle stellt den großen Aufgabenbereich der Pädagogischen Institute im Zuge der Aus- und Fortbildung der Lehrerinnen und Lehrer des berufsbildenden Schulwesens auf dem Gebiet der EDV dar. Sie informiert über die lehrplanmäßige Verankerung der EDV/Informatik als eigenen Unterrichtsgegenstand einerseits sowie die Integration der EDV in die übrigen berufsbildenden wie auch allgemeinbildenden Unterrichtsgegenstände anderseits.

    Die EDV hat im Bereich des berufsbildenden Schulwesens eine große Tradition. Ebenso lange ist auch die Aus- und Fortbildungstätigkeit der Pädagogischen Institute anzusetzen; sie reicht zurück bis in die 60.er Jahre.

    EDV

    Berufsbildende mittlere *) und höhere Schulen

    Technisch-

    gewerbliche

    Kauf-männische

    Wirtschafts-berufliche

    Fremden-verkehr

    Mode und Bekleidung

    EDV als eigener UG

    1
    1
    1
    1
    1

    Fachtheoretische UG mit EDV als integriertem Bestandteil

    2
    2
    2
    3

    Fachpraktische UG mit EDV als integriertem Bestandteil

    4
    5
    6
    3

    Computerunterstützes Rechnungswesen

    7
    7
    7
    7

    Computerunterstütze Textverarbeitung

    8
    8
    8
    8

    Die übrigen berufsbildenden UG

    9
    9
    9
    9
    9

    Allgemeinbildende UG mit EDV als integriertem Bestandteil

    10

    UG = Unterrichtsgegenstände

    *) An den berufsbildenden mittleren Schulen liegen die Schwerpunkte überwiegend im EDV-Anwenderbereich.

    Abb.5 (Mann)

    Hard- und Software-Kurse. Spezifische Anwendungen.

    Für alle diese EDV-Bereiche wurden und werden die Lehrer berufsbildender Schulen an den Pädagogischen Instituten geschult bzw. fortgebildet. Nach Möglichkeit werden die Schulungen aufgrund der Vielfältigkeit der Hardware schulzentriert organisiert. Einige Schwerpunkte sollen aus der Vielfalt des Kursangebotes hier angeführt werden:

    1.  
    2. Entsprechende Kurse umfassen sowohl den Hardware als auch den Softwarebereich (Betriebssysteme, Programmiersprachen, Programmentwicklung, Datenbanken, etc.). Eine besondere Zielgruppe bilden die Lehrer/innen an den höheren Lehranstalten (inkl. Kolleg) für EDV und Organisation.
    3. Entsprechend den Ausbildungszielen der verschiedenen Fachrichtungen werden an den technischen und gewerblichen Schulen unterschiedliche Gebiete der EDV behandelt, sowohl im Hardware- als auch im Softwarebereich. Kurse für Lehrerinnen und Lehrer an Elektronikabteilungen befassen sich zum Beispiel eingehend mit EDV-Technologie. Zur Unterstützung der Arbeit in den konstruktiven Gegenständen der Fachrichtungen Bautechnik, Maschinenbau, Elektrotechnik und Elektronik werden weitgehend Anwenderprogramme verwendet (AutoCAD, PCAD, FINITE ELEMENTE). Selbstverständlich sind auch Standardprogramme für andere Anwendungszwecke im Schulungs-programm. Für Lehrerinnen und Lehrer der Lehranstalten für Fremden-verkehrsberufe und für wirtschaftliche Berufe werden Kurse für branchenspezifische Programme (zum Beispiel FRONT-OFFICE-PAKET, Betriebsküchenverwaltung), die sowohl im fachtheoretischen als auch im fachpraktischen Unterricht eingesetzt werden, angeboten.
    4. An den Lehranstalten für Mode und Bekleidungstechnik sind zum Beispiel Programme für computerunterstütztes Textilmusterzeichnen, Auftragsbearbeitung und Graphikdesign im Einsatz.
    5. Für Lehrer/innen an technischen und gewerblichen Schulen werden zum Beispiel Programme zur Arbeitsvorbereitung und für den computergesteuerten Maschineneinsatz in der Werkstätte (CNC) angeboten.
    6. Zum Beispiel Programme für Lagerverwaltung im Großküchenbereich, für Rezepturen, für die Diätspeisepläne, Nährwertberechnungen, etc.
    7. Zum Beispiel Programme für Zimmerbuchung, zusätzlich fast alle Programme aus 5).
    8. Im computerunterstützten Rechnungswesen werden im allgemeinen Standardprogramme für die Bereiche Finanzbuchhaltung, Kostenrechnung, Lohnverrechnung, etc. angeboten.
    9. Im allgemeinen Standardprogramme (zum Beispiel WORD, WIN-DOWS, WINWORD, EXCEL,ACCESS, etc.)
    10. Die Lehrpläne sehen vor, daß die EDV in möglichst viele Unterrichtsgegenstände integriert werden soll. Dazu gehören z.B. EDV-unterstützte Projekte gemäß den Ausbildungsschwerpunkten der Lehrpläne für Lehranstalten für wirtschaftliche Berufe.

    Spezielle Programme. Arbeitsgemeinschaften in den Bundesländern.

    In den allgemeinbildenden Unterrichtsgegenständen erfolgt unter Beachtung der besonderen Anforderungen der berufsbildenden Schule eine sukzessive Integration der EDV analog zu den allgemeinbildenden Schulen; die Pädagogischen Institute bieten u.a. Programme für den Fremdsprachenunterricht (CALL-Englisch, -Französisch) sowie für Mathematik und Physik an.

    Die Beispiele zeigen die differenzierte horizontale und vertikale Gliederung der EDV im Bereich der berufsbildenden, mittleren und höheren Schulen, auf deren lehrplanadäquaten Unterricht die Lehrer/innen vorbereitet werden müssen. In vielen Bereichen werden die Kurse der Pädagogischen Institute unter Mitwirkung von Wirtschaftsexperten abgehalten.

    Für jeden Schultyp sind EDV-Arbeitsgemeinschaften auf Bundesländerebene eingerichtet. Sie leisten in Zusammenarbeit mit den Pädagogischen Instituten wertvolle Fortbildungsarbeit. Die regelmäßig einberufenen Tagungen bilden eine Plattform für die Behandlung fachlicher und fachdidaktischer Fragen zur EDV sowie für den Erfahrungsaustausch innerhalb der Lehrerschaft wie auch zwischen Lehrern und Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft.

    In Zusammenarbeit mit den Arbeitsgemeinschaften werden von den Pädagogischen Instituten u.a. auch Materialien zur Unterstützung der Fortbildungsaktivitäten erarbeitet.

    Im Rahmen der Fortbildungsaktivitäten der Pädagogischen Institute ist auch deren Kooperation mit den verschiedenen Institutionen und Organisationen, die sich mit der EDV beschäftigen, von großer Bedeutung. Sie soll die laufende Rückkoppelung zwischen Schule und Gesellschaft gewährleisten, was gerade für den berufsbildenden Schulbereich von eminenter Bedeutung ist.

    4.4 Universitäre Lehrerausbildung

    Interfakultärer Hochschullehrgang. Ringvorlesung über Anwendungen. Vertiefungsmöglichkeiten.

    Ein Lehramtsstudium für Informatik für höhere Schulen wurde bisher trotz mehrfacher Urgenz des BMUK an das BMVWF noch immer nicht eingerichtet.

    Die momentan aktuelle Form der Ausbildung zur Informatiklehrerin bzw. zum Informatiklehrer an den Universitäten bildet ein inter-fakultärer Hochschullehrgang, der ab dem Wintersemester 1986/87 durch Genehmigung des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung eingerichtet werden konnte (GZ. 68965/2-14/86). Durchführung und Leitung: Ao. Univ.Prof. Mag. Dr. Hans Christian Reichel

    Der Lehrplan umfaßt 12 Semester-Wochenstunden, die im folgenden Rahmen erfolgreich zu absolvieren sind:

    Ziel ist die Vermittlung der Grundlagen zur Anwendung der EDV und Informatik in den Unterrichtsfächern. Anrechenbar für einen Teil (in Wien und Niederösterreich zu 50%) der Ausbildung zur Informatiklehrerin bzw. -lehrers an den PIs.

    Der Unterrichtsplan des Hochschullehrganges sieht folgendermaßen aus:

    1.  
    2. Einführung in die Grundlagen der Informatik mit integriertem Praktikum (4 Semester-Wochenstunden); Schwerpunkt: Praktische Übungen, Kenntnisse und Fertigkeiten, Arbeit am Gerät.
    3. Eine Ringvorlesung mit mehreren Vortragenden über Anwendungen und Umfeld von EDV und Informatik in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen und Gebieten der Arbeits- und Berufswelt. Schwerpunkt: Einblick in die vielfältigen Anwendungsgebiete und Auswirkungen der EDV/Informatik unter spezieller Berücksichtigung des Unterrichts an AHS und BHS. Darüber hinaus werden auch wissenschaftliche Disziplinen, die nicht als Schulfächer institutionalisiert sind (Medizin, Wirtschaftswissenschaften, etc.) berücksichtigt. (2 Semester-Wochenstunden)
    4. Eine Lehrveranstaltung, die in engem Zusammenhang mit dem ersten (bzw. dem einzigen) Studienfach des Lehramtskandidaten steht und fachdidaktische Aspekte berücksichtigt (2 Semester-Wochenstunden).
    5. Eine weitere Lehrveranstaltung, die entweder in engem Zusammenhang mit dem zweiten Studienfach des Lehramtskandidaten steht und fachdidaktische Aspekte berücksichtigt oder die eine Vertiefung in einem Spezialgebiet der Informatik/EDV darstellt (2 Semester-Wochenstunden).
    6. Eine Lehrveranstaltung, deren Schwerpunkt methodisch-didaktische Probleme des Einsatzes informations- und kommunikationstechnischer Hilfsmittel (z.B. PC) betrifft. Außerdem behandelt diese Lehrveranstaltung das Umfeld des Einsatzes neuer Technologien (2-Semester-Wochenstunden).

    Über Anrechnungsfragen entscheidet eine vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung auf Vorschlag des Senats eingesetzte Kommission. Die erfolgreiche Teilnahme an den Lehrveranstaltungen wird durch Zeugnisse, die vom Veranstalter der Lehrveranstaltung auszustellen sind, bestätigt. Die Kommission stellt aufgrund der o.a. Zeugnisse eine Bescheinigung über die erfolgreiche Teilnahme am Hochschullehrgang aus.

    Die Universität Wien bietet ein sehr breites und vielfältiges Angebot zur Abdeckung der geforderten Lehrveranstaltungen, aus denen eine Auswahl getroffen werden kann. Abgesehen vom Erwerb methodisch-didaktischer Fähigkeiten und einer möglichst optimalen Anpassung an die subjektiven Erfordernisse bzw. die jeweils konkreten Studienfächer wird auch das Umfeld der EDV/Informatik berücksichtigt. Die Ringvorlesung im speziellen findet nur im Wintersemester statt und wird durchwegs als Doppelstunde geführt, wobei jeweils ein anderer Anwendungsbereich zur Diskussion steht. Ein Zeugnis darüber wird im Regelfall dadurch erworben, daß die bzw. der Studierende sich ein Thema der Ring-vorlesung aussucht und darüber eine Seminararbeit anfertigt.

    Zusammengefaßt beinhaltet der interfakultäre Hochschullehrgang "Informatik für Lehramtskandidaten" an der Universität Wien also 12 Wochenstunden (das sind rund 192 Unterrichtseinheiten), die die unterrichtsmäßige Arbeit am PC, den Einsatz von Informatik-komponenten in den beiden Hauptfächern der Studenten, eine Lehr-veranstaltung über allgemeine Probleme der Informatik sowie eine Lehr-veranstaltung über didaktisch-methodische Probleme umfassen.

    Breites Uni-Angebot an Lehrveranstaltungen. Allgemeine Information zur Informatik.

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