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Stangl, Werner (1998). internet in der Schule - Eine Bestandsaufnahme über den Einsatz des internet im Unterricht an Österreichs Schulen. p@psych 3.
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Net-Addiction (INTERNET-Sucht) |
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http://www.archmatic.com/glossar/z_netaddiction.htm (von Thomas Krüger & Joachim Funke - in PSYCHOLOGIE HEUTE im Juni 1997 erschienen - hni.uni-paderborn.de/cim/privat/ruediger/ICS.frm.html) Wenn Sie sich einen typischen Internetuser vorstellen
sollen, kommt ihnen vielleicht das Bild eines pickligen
Informatikers in den Sinn, der seine einsamen Nächte im
Internet verbringt, mit virtuellen "Freunden" emailt und der
seinen Rechner höchstens dann verläßt, wenn
tatsächlich einmal etwas wichtiges - zu seinem
großen Schrecken - nicht online zu erledigen ist. |
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Der Begriff "Internet-Sucht" (internet addiction) soll
vom New Yorker Psychiater Ivan Goldberg - selbst
begeisterter Netzuser - eingeführt worden sein, der
dies zuerst angeblich nur als einen Witz gemeint hat. Doch
dieser "Witz" entwickelte sich zum Selbstläufer und
seitdem die New York Times im Februar 1995 in einem Artikel
über die Gefahr der Internetsucht aufklärte
[1],
mehren sich die Untersuchungen zu diesem Thema.
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In Deutschland haben sich besonders die Psychologen
Nicola Döring von der TU Berlin und Bernad Batinic von
der Uni Gießen sich des Themas Internetsucht und der
soziale Vereinsamung von Internet-Usern angenommen. Nicola
Döring untersuchte, inwieweit deutsche Internetuser
tatsächlich einsamer sind oder weniger "reale" soziale
Kontakte haben als Nicht-Internet-User [3]
(siehe auch "Das Internet ist besser als sein Ruf", PH,
Februar 97). Zumindest nach den Aussagen der Nutzer selber
besteht kein Unterschied im Vergleich zu einer
Kontrollgruppe bezüglich Einsamkeitsgefühlen,
Anzahl von Freunden und Bekannten und der Häufigkeit
einer festen Partnerschaft. Es zeigte sich sogar ein
positiver Zusammenhang zwischen der Anzahl realer und
virtueller Bekanntschaften. Insgesamt wurde in dieser Studie
kein Beleg dafür gefunden, daß das Internet ein
Tummelplatz vereinsamter Menschen ist oder gar die User in
die soziale Isolation treibt. |
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In der Untersuchung von Bernard Batinic [4] fand sich hingegen ein deutlicher Hinweis darauf, daß zumindest zwei "Symptome" der Internet-Sucht weit verbreitet sind:
Aber der Anteil der Usern, die beim Surfen im Internet
ihre täglichen Sorgen vergessen können oder bei
denen sich nach ein oder zwei Tagen offline "eine Spannung
aufgebaut hat, die sie veranlaßt wieder zu surfen" ist
dagegen recht gering. Ob dies reicht, von einem
"Massenphänomen" Internet-Sucht zu sprechen oder gar
als Anlaß genommen werden sollte, neue
Therapieangebote zu entwickeln, sei dahingestellt. Dann
wäre es aber wohl auch an der Zeit gezielt, gegen
andere Massensüchte wie die Fernseh-, Telefon-, Lese-
oder Sportsucht anzugehen! |
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Auch wenn also - nach unserer Meinung - keine Hinweise
auf ein allgemeines Problem der Internetsucht vorliegen,
wird immer wieder von Einzelfällen berichtet, in denen
Personen tatsächlich nur noch für das Internet
leben oder sich sogar umgebracht haben, nachdem ihnen wegen
unbezahlter Telefonrechnungen der Zugang zum Internet
gesperrt wurde. Solche User brauchen natürlich
psychologische Hilfe und die Bezeichnung "Sucht" ist hier
durchaus angebracht. |
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Interessant ist das Meinungsbild unter der Usern selber. Bisher finden sich noch keine Selbsthilfegruppe von "Internet-Süchtigen" oder ernstgemeinten Beratunsgangeboten im Internet. Auch die Suchtberatungsstellen im Netz übergehen dieses Thema (noch) völlig. Die Mehrzahl der eingefleischten Netzuser kommentiert die öffentliche Diskussion über die Internet-Sucht in der ihr eigenen ironischen Weise. So werden (nicht ganz so ernst gemeinte) Online-Therapieangeboten [5] oder Berichte von "Modems Anonymous"- Mitgliedern [6] als "abschreckende Warnung" für Neueinsteiger ins Netz gelegt. Es herrscht die Überzeugung vor, daß auch diese Horrorvision über das Internet bald wieder vergessen sein wird. Wobei aber gerade wir Psychologen die Einzelfälle ernstnehmen sollen, bei denen tatsächlich eine Internet-Sucht vorliegt. Zusammenfassend kann man wohl Bernad Batinic zustimmen, der dies so beschreibt: "Ernst und Spaß liegen mal wieder nah beieinander." |
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weitere Nachschlagemöglichkeiten zum Thema: |
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