5. WWW - World Wide Web als weltumspannendes Informationsnetz


Eine der interessantesten Entwicklungen der letzten Jahre ist die rapide steigende Benutzung eines Hypertextdiensts namens World-Wide-Web (WWW). WWW ist ein System, in das Informationen aller Art eingespeist werden können. Technische Grundlage des Systems ist das Internet, das weltumspannende Netzwerk von Computernetzen. Die Benutzung von WWW selbst wächst derzeit noch stärker als die Internetnutzung selbst.

WWW hatte seinen Ursprung 1989 am europäischen Teilchenbeschleunigerzentrum CERN in Genf, als dort ein Projekt vorgeschlagen wurde, das helfen sollte, mit Hilfe des Internet Forschungsergebnisse und Ideen aus diesem Bereich aktueller und transparenter zur Verfügung zu stellen. Wie schon häufig zuvor, stellt das Internet offensichtlich eine geeignete Grundlage für solche nicht kommerziellen Vorhaben dar.

Grundlegende Idee ist es, Informationen auf einen WWW-Server bereitzustellen, die dann von einem - möglicherweise weit entfernten - WWW-Client abgeholt werden können. Die auf dem Server abgelegten Dokumente können Verweise auf andere Objekte enthalten. die auf anderen Servern liegen, auf news aus dem Usenet, auf Audioinformationen, Bilder, oder sogar auf Dienste des Internets wie gopher-Server, WAIS-Suchanfragen oder ftp.

Die Daten selbst liegen in einer Markupsprache vor.

HTML (Hypertext Markup Language). HTML ist SGML (Standard Generalized Markup Language - der Webmaster) ähnlich, aber keine echte Untermenge. u.a. können Verweise durch HTML ausgezeichnet werden. Die Kommunikation zwischen WWW-Client und WWW-Server findet in einem speziellen Protokoll statt: HTTP (Hypertext Transfer Protocol).

Um einen Verweis auf Objekte setzen zu können, müssen die Zielobjekte eindeutig bezeichnet werden können. Dazu wurde der sog. URL (Uniform Resource Locator) geschaffen, der die Linkziele repräsentiert. So wie deine Adresse!

ALT:

Erika Mustermann
Musterstraße 12
10007 Musterdorf

Neu:

HTTP://www.ErikaMustermann.Musterdorf-Musterstr12.de






6. Auswertung von Erfahrungen


Eines kann man zusammenfassend und generell feststellen:

Hypertext ist, wie andere Medien auch, nicht in jeder Situation und für jeden Zweck einsetzbar.



KMS Guidelines

Etwas ausführlicher wollen wir nun auf ein Hypertextsystem eingehen, dessen strenges Systemdesign ("voluntary simplicity") eine erhebliche Menge an Erfahrungen widerspiegelt. Das Hypertextsystem KMS blickt auf eine relativ lange Historie zurück, die Mitte der 70er Jahre begann. Es ist aus dem ZOG Projekt an der Carnegie - Mellon Universität hervorgegangen. Wichtige Erfahrungen wurden gesammelt, als das System einige Zeit auf einem Schiff der US Marine als zentrale Softwareentwicklungs- und Kommunikationsumgebung installiert war. Es entstand ein System, das auf sehr strengen Designauffassungen und -regeln fußt. Diese Auffassungen und Regeln unterscheiden allerdings nicht zwischen Anmerkungen zur Entwicklung von Hypertextsystemen und von damit zu realisierenden Anwendungen. Die Aufgaben bei der Entwicklung von Hypertextsystemen bzw. -anwendungen gliedern sich, folgt man den KMS Entwicklern, in folgende Bereiche:

Für die Entwicklung von Hypertextanwendungen spielen vor allem die Aufgabenbereiche "Benutzungsschnittstelle" und "Anwendungsentwicklung und -unterstützung" eine wichtige Rolle.






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