3. Anwendungen und Einsatz von Hypertext

Auch wenn Hypertextfähigkeiten in vielen Systemen eingesetzt werden, gibt es doch derzeit einige Felder, auf denen sie verstärkt Verwendung finden. Zu nennen sind:

 

Hypertext - Systeme bestehen aus...

Manchmal wird behauptet, daß solche Knoten (Isolierte Knoten) keinen Sinn machen; ist aber zwangsläufig gegeben das in sehr großen Hypertexten solche Knoten entstehen und über ein Suchwerkzeug (z.B. Freitextrecherche) auch noch zugänglich sind.

In manchen Systemen heißen sie auch Buttons, in wieder anderen sind Buttons eine unter mehreren Ankerformen. Eine Menge von Verweisen (meist samt der zugehörigen Knoten) wird als Gewebe oder "web" bezeichnet. Um solche Gewebe verwalten zu können, muß ein System die Verweise auf objektorientierte Weise als eigene Objekte kennen, nicht nur als Knotenbestandteile.

Zusammengefaßt:

 

Das Gesamtgebilde aus Ankern, Knoten, Verknüpfungen und Pfaden wird auch als...

Der Begriff »Web« durch das World Wide Web im Internet bekannt geworden.

Das Netz der Verbindungen als solches ist in Hypertexten in der Regel nicht sichtbar. Der Benutzer sieht nur den aktuellen Knoten. Es gibt allerdings auch Systeme, die das Netz grafisch repräsentieren.

Strukturmerkmale von Hypertext

Ein Hypertextsystem besteht aus Blöcken von Text - Objekten; diese Textblöcke stellen Knoten in einem Gewebe oder Netz dar; durch rechnergesteuerte, programmierte Verknüpfungen, den Links, wird die Navigation von Knoten zu Knoten gemanagt, das sog. "Browsing".

Für die Konstitution des Netzes ist die Größe der als Knoten gesetzten Textblöcke, die "Granularität" oder "Korngröße" der Informationseinheiten entscheidend.

Je nach Art der Knoten und Verknüpfungen kann der Zugriff auf Informationen in einem Hypertext frei oder beschränkt sein. In einer offenen Umgebung trifft der Benutzer alle Entscheidungen über den Zugang und die Navigation, in einer geschlossenen Umgebung werden diese Entscheidungen vorab vom Designer getroffen. In jedem Fall können sich zwischen den Vorstellungen der Benutzer und denen des Designers Spannungen ergeben. Aus der Konzeption der Textblöcke, ihrer Intertextualität können semiotische Muster resultieren, die als Kunstformen genutzt werden könnten.

Hypertextverknüpfung

Eine Hypertextverknüpfung verbindet zwei Knoten, von denen der eine den Ausgangsknoten oder Ankerknoten und der andere den Zielknoten abgibt.

 

Dem Hypertext - Netz wird die kognitionspsychologische Hypothese zugeschrieben, hilfreich beim Aufbau semantischer Netze im Kopf des Benutzers zu sein [Conklin (1987)].

 

Informationelle Einheiten

Bei der Segmentierung von Texten in Textblöcke stellt sich die Frage, ob es eine 'natürliche' Einteilung der Textblöcke in Informationseinheiten gibt. Dabei ist die Idee aufgetaucht, ob es gelingen könnte, Form und Größe der Textblöcke als kognitive Einheiten, sog. »chunks of knowledge« zu definieren.

Eine zu große Einteilung der Texteinheiten kann das Hypertextprinzip durchbrechen, d.h. dem Benutzer wird dann gar nicht mehr deutlich, daß er einen Hypertext vor sich hat.

Die Aufsplitterung in zu kleine Informationseinheiten kann ihrerseits zu einer Atomisierung der Information führen, was sich möglicherweise auf die kognitive Rezeption durch den Benutzer auswirkt. Er kann keine Zusammenhänge mehr entdecken, er kann nicht verstehen.

Die verschiedenen Hypertextsysteme fördern die eine oder die andere Seite dieses Problems, sofern sie auf dem Datenbankkonzept oder dem Kartenprinzip beruhen (kleine Einheiten) oder die Organisation in Dokumenten präferieren (größere Einheiten).

Printtext = Hypertext ?

Normalerweise ist ein Printtext den Gegebenheiten des Hypertextsystems nicht angepaßt. Eine Hypertexteinheit, ein sog. Knoten, wurde bspw. aus einer Textseite gebildet. Dies führt dazu, daß etwa Kapitelanfänge mitten in einem Knoten stehen. Man kann davon sprechen, daß die Textstruktur und die erzeugte Hypertextstruktur nicht die gleiche Ausdruckskraft haben, schließlich hat ja ein gesetzter Kapitelanfang einen Grund.

Erzeugt man jedoch den Hypertext mit den Autorenwerkzeugen des Hypertextsystems selbst, so wird man oft feststellen, daß auch diese Editoren noch nicht das Anlegen eines vernünftig lesbaren Hypertexts garantieren.

Interessant für beide Arten der Texterzeugung ist der Aufbau der Dokumente. Dieser wird auch Dokumentenarchitektur genannt. Man kann zwei wesentliche Architekturen voneinander unterscheiden.



 

4. Was finden wir in allen Hypertext - Systemstrukturen?

Nielsen (1990) unterscheidet drei Ebenen des Hypertextsystems in der Absicht, genauer zu prüfen, welche Möglichkeiten für die Konversion bzw. Standardisierung verschiedener Systeme bestehen.

Die abstrakte Hypertextmaschine ist der Ort, an dem Übergänge der verschiedenen Systeme durch entsprechende Konventionen geschaffen werden müßten. Zwei Strukturelemente sollte man aber nicht normieren, die fakultative Trennung von Autoren- und Benutzerebene und die Basiseinheit des Hypertextsystems, weil sie für eine kreative Vielfalt und Variation sorgen.

Die meisten Hypertextsysteme unterscheiden säuberlich zwischen der Autorenebene und der Benutzerschnittstelle.

Systeme

Die Struktur der gerichteten Graphen entscheidet über den vorliegenden Typus der Multimedia- bzw. Hypenmedia-Anwendung:

Zur Funktion von Bildern in Texten und Lernprogrammen existiert eine eigene Forschung.

Issing und Haack (1985) unterscheiden Abbildungen, Analogie- Bilder und logische Bilder. Sie postulieren eine Langzeitwirkung bildhafter Codierungsformen. Bilder sind Schemata, Skripte und mentale Modelle. Sie dienen

 

Dies illustriert Chadwick (1992) mit einem Experiment im New Mexico Museum of Natural History: Man hatte bei einem dort ausgestellten Multimediasystem eine Woche lang einfach den Audioausgang abgekoppelt. Es wurde festgestellt, daß die Quote der Besucher rapide sank, die das Programm von Beginn bis Ende durchliefen.

Die technische Kombination der Medien ist eine notwendige, aber keine hinreichende Bedingung für die Definition des Begriffs Hypermedia.







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