Auf neuen Ausbildungs-Wegen

An der Kremser Donauuni werden Neue Medien intensiv f¸r Vorlesungen genutzt.

KREMS (g. b.). Umberto Eco bei einer Vorlesung an einer Universität in ÷sterreich? Der Donauuniversität in Krems ist dies bereits gelungen - allerdings "nur" per Videokonferenz. "Wichtige Leute bekommt man ¸blicherweise nicht hierher, aber per Telemachos ist das möglich", sagt der Leiter der Abteilung Telekommunikation, Information und Medien in Krems, Johann G¸nther.

Seine Abteilung habe vor etwa einem Jahr damit begonnen, Lehrveranstaltungen auf Telemachos-Ebene zu organisieren. Mittlerweile werden 15 bis 20 Prozent auf diese Weise abgewickelt. Tendenz steigend.

Technisch gesehen ist Telemachos wie eine Videokonferenz, allerdings werden die Leute im Hörsaal integriert. Jede Partneruniversität hat einen Videokonferenz-Hörsaal eingerichtet, wo dann ¸ber Monitore der Vortragende - der irgendwo in der Welt stationiert sein kann - eingespielt wird. Das Publikum kann auch Fragen stellen.

G¸nther ist stolz auf diese Form der Ausbildung, bei der seine Abteilung Vorreiter ist: "Wir lehren das und verwenden es auch." In ÷sterreich sei das einzigartig, in Europa auch - mit Ausnahme von Skandinavien, wo es schon gang und gäbe sei. An amerikanischen Unis ist es ebenfalls schon Standard, daher ist klar, daþ die meisten Partner-Universitäten auf dem nordamerikanischen Kontinent sind.

Die Hauptgr¸nde f¸r diese Art von Vorlesungen sind einmal die schnelle und einfache Art, wie man Kapazitäten in den Hörsaal bekommt. Dann wird die Ausbildung internationaler, die Auswahl f¸r die Studenten gröþer. Und schlieþlich ist es vor allem der Kostenfaktor: Die Ausbildungskosten werden bis zu 50 Prozent reduziert.