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Das Glossar soll mit seinen Begriffserklärungen eine Hilfe zum Verständnis von Qualitätsmanagement bieten. Die "Definitionen" sind nicht als Normen zu verstehen. Anregungen und Verbesserungsvorschläge sind erwünscht!

Akkreditierung Die formelle Anerkennung der Kompetenz. (EN 45001).
Anwendung von Technologie bezieht sich darauf, wie die Organisation Technologien, einschließlich Informationstechnologien, entwickelt und schützt, die die Grundlage ihrer Produkte, Prozesse und Systeme sind, und wie sie verwandte und neue Technologien herausfindet, die zum Nutzen ihrer Aktivitäten verwendet werden können.
Benchmarking Vergleich der eigenen Leistungen (Daten in spez. Bereichen) mit Standards, die sich an den besten Mitbewerbern in dem Sektor (in der Branche) orientieren. "Wie liegen wir im Vergleich zu ...?"
Beschaffung Einkauf notwendiger betrieblicher Ausrüstungsgegenstände, z.B. Instrumente.
Bottom-up Veränderungsprozesse, die von den MitarbeiterInnen initiiert und getragen werden. (vgl. "Top-down")
Commitment Bezeichnet eine hergestellte Übereinstimmung, die Verbindlichkeit hat.
Decision wheel Methode zur Unterstützung von Entscheidungen (Analyse - Plan - Erprobung/Evaluation - Einsatz)
DIN EN ISO 9000ff- Familie Modelle zur Darlegung von Qualitätsmanagement. Diese Normen sind primär zur Darlegung nach außen gerichtet und dienen auch zur Einhaltung von vertraglichen Vereinbarungen. Grundlage für Zertifizierungen.
DIN EN ISO 9001 bis 9004 Eine internationale Qualitätsmanagement - und Qualitätssicherungsnorm, die in 58 Ländern der Erde in ihre nationalen Sprachen übersetzt und eingeführt ist. Sie ist damit die am weitesten verbreitete ISO-Normenreihe
DIN ISO 10 011 Leitfaden für das Audit von Qualitätssicherungssystemen
DIN EN ISO 8042 Definiert Begriffe der Qualitätssicherung und des Qualitätsmanagements
Einheit Das, was einzeln beschrieben und betrachtet werden kann (z.B. Tätigkeit oder Prozeß, Produkt, Organisation, System, Person u.s.w.). (DIN EN ISO 8402).
Elemente eines Qualitätsmanagementsystems Leitfaden und Empfehlung für den Aufbau von Qualitätsmanagement in einem Unternehmen oder einer Schule (ISO 9001, 9002, 9003, 9004) Modelle zur Darlegung von Qualitätsmanagement. Primär zur Darlegung nach außen gerichtet, und dienen auch zur Einhaltung von vertraglichen Vereinbarungen. Grundlagen für Zertifizierungen. DIN ISO 10 011 Leitfaden für das Audit von Qualitätssicherungssystemen. DIN EN ISO 8402
Evaluation Bewertung eines Projektes bzw. Prozesses anhand von festzulegenden Kriterien entweder von innen (interne od. Selbstevaluation) und/oder außen (externe Evaluation) zur Standortbestimmung und Beschreibung von Verbesserungspotentialen.
Externer Lieferant Jede Person oder Organisation, die eine Einsatzmenge (Ressourcen, konzeptionelles Wissen) dem System bereitstellt.
Feed-back Vom Empfänger gewünschte freiwillige Rückmeldung als eine Form von Evaluation
Fischbein - Diagramm (Ishikawa-D.) Dient zu Darstellung aller möglichen Problemursachen in übersichtlicher Form, um Einflüsse erkennbar zu machen.(vgl. Bonstingl)
Führungsteam Die Spitzengruppe der LehrerInnen, der Verwaltungsfachkräfte oder beider aus den Lehranstalten und Institutionen, die die Entscheidungen fällt.
Geschäftseinheit Die Schule, Fachhochschule, Universität oder eine andere Lehranstalt, die ihre eigene Leistung bewertet.
Geschäftsergebnisse Jedes wissenschaftliche, finanzielle und gesellschaftliche Ergebnis der Lehranstalt oder die Kostenwirksamkeit bei Erreichen eines pädagogischen Lernvorteils. In diesem Modell wird dieses in finanziellen und nichtfinanziellen Begriffen ausgedrückt.
Interessensgruppen Als Interessensgruppen werden diejenigen bezeichnet, die, abgesehen von Kunden und Angestellten einer Organisation, ein finanzielles oder andersartiges Interesse an den Aktivitäten und Leistungen der Organisation haben. Als Interessensgruppen können steuerzahlende Bürger, Politiker, Unterrichtsbehörden, die staatliche Verwaltung und ihre Dienststellen angesehen werden.
ISO 9004 Norm, die Elemente eines Qualitätsmanagement-systems festlegt, Leitfaden und Empfehlung für den Aufbau eines Qualitätsmanagements in einem System/einer Organisation.
Kaizen (japanisch: ständige Verbesserung) In Verbindung mit dem Qualitätsgedanken, wird Kaizen als ständiges Streben nach Verbesserung verstanden, das sich auf das gesamte Unternehmen und die Lebensbereiche der Mitarbeiter bezieht.(vgl. Imai)
Konformität Erfüllung festgelegter Forderungen. (DIN EN ISO 8402).
Kunde Der Akzeptierende eines Produktes, der dessen Qualität bestimmt. Leistungsempfänger der Organisation. Als Kunden können häufig die Studenten/Schüler, die Eltern oder andere Leistungsempfänger der Dienstleistungen der Institutionen angesehen werden.
Leitbild Dient zur Darstellung von Werten, die für ein bestimmtes soziales System Relevanz haben. Die Darstellung erfolgt meist normativ.
Lernende Organisation Organisation, die sich in einem ständigen, abgesicherten Lernprozeß befindet.(vgl. Senge)
Lieferant Bereitsteller von Ressourcen für den Prozeß.
Manager Jede Person, die für die Leitung einer operativen Einheit innerhalb einer Organisation zuständig ist.
Merkmal Eigenschaft zum Erkennen oder zum Unterscheiden von Einheiten (DIN 55350-12).
Mitarbeiter Jeder, der in irgendeiner Funktion an den Aktivitäten und Arbeitsgängen der Organisation teilnimmt, manchmal auch bezeichnet als "interner Kunde" oder"Lieferant".
Monopolleistung Ein Service, bei dem die Kunden in bezug auf die Organisation mit der sie geschäftlich verbunden sind, eine eingeschränkte oder keine Wahl haben. Die Organisation ist in ihrem speziellen Geschäftsbereich mit keinem Wettbewerber konfrontiert.
Netzwerk Informelle Unterstützung und Verknüpfung eines Systems mit seiner Umwelt.
Nichtkonformität Fehler (vgl. Deming, Juran)
Normen Regeln das Handeln auf einer wenig abstrakten Ebene in präskriptiver Form.
Organisation Jede Lehranstalt oder jedes Bildungssystem. Jedes System, das nach selbstbestimmten oder fremdbestimmten Regeln funktioniert.
Pareto Principle Teilung von sozialen Systemen im Verhältnis 4:1 (z.B. Befürworter und Gegner eines Vorhabens)
Pareto-chart Graphische Ordnung von Teilmengen (z.B. Fehlerarten) nach fallender Häufigkeit. Dient zur Darstellung von quantitativen Veränderungen(vgl. Bonstingl)
Politiker Ein gewählter Beauftragter, der die allgemeine politische Richtung der Organisation kontrolliert und bestimmt.
Politische Ziele Die Ziele, die von der Regierung gesetzt werden und die den Zielen der Kunden gegenüberstehen.
Produkt Der Bildungsgewinn oder "Mehrwert" der Kenntnisse, Fähigkeiten und der persönlichen Entwicklung des Lernenden.
Prozeß Satz von in Wechselbeziehungen stehenden Mitteln und Tätigkeiten, die Eingaben in Ergebnisse umgestalten. (DIN EN ISO 8402). Durch den Prozeß entsteht eine Wertsteigerung. Beispiele die sich auf die Schule beziehen: Prozeß zur Erstellung von Lehrstoffverteilungen, Unterrichtsprozeß, Prozeß zur Beschaffung von Maschinen, Durchführung einer Exkursion u.s.w.
Qualität Gesamtheit von Merkmalen (und Merkmalswerten) einer Einheit bezüglich ihrer Eignung, festgelegte und vorausgesetzte Erfordernisse zu erfüllen (DIN EN ISO 8402).
Qualität einer Schule Jene Eigenschaften einer bestimmten Schule, die ihre Kunden erwarten, fordern oder sich wünschen.
Qualitätsaudit Systematische und unabhängige Untersuchung, um festzustellen ob die qualitätsbezogenen Tätigkeiten und die damit zusammenhängende Ergebnisse den geplanten Anordnungen entsprechen und ob diese Anordnungen tatsächlich verwirklicht und geeignet sind, die Ziele zu erreichen (DIN EN ISO 8402).
Qualitätsmanagement Alle Tätigkeiten des Gesamtmanagements, die im Rahmen des Qualitätsmanagementsystems die Qualitätspolitik, die Ziele und Verantwortungen festlegen sowie diese durch Mittel wie Qualitätsplanung, Qualitätslenkung, Qualitätssicherung/ Qualitätsmanagementdarlegung und Qualitätsverbesserung verwirklichen.(DIN EN ISO 8402). Qualitätsmanagement ist kurz gesagt Qualität im Management und Management von Qualität
Qualitätsmanagement-Darlegung Alle geplanten und systematischen Tätigkeiten, die innerhalb des Qualitätsmanagementsystems verwirklicht sind und die wie erforderlich dargelegt werden, um ausreichendes Vertrauen zu schaffen, daß eine Einheit die Qualitätsforderung erfüllen wird. (DIN EN ISO 8402).
Qualitätsmanagementsystem Zur Verwirklichung des Qualitätsmanagements erforderliche Organisationsstrukturen, Verfahren, Prozesse und Mittel.(ISO 8402).
TQM (Total Quality Management) Umfassendes Qualitätsmanagement, auf die Mitwirkung aller ihrer Mitglieder gestützte Managementmethode einer Organisation, die Qualität in den Mittelpunkt stellt und durch Zufriedenstellen der Kunden auf langfristigen Geschäftserfolg sowie auf Nutzen für die Mitglieder der Organisation und für die Gesellschaft zielt. (DIN EN ISO 8402).
Qualitätsmanagement - Handbuch Dokument, in dem die Qualitätspolitik festgelegt und das Qualitätsmanagementssystem einer Organisation beschrieben ist.(DIN EN ISO 8402).
Qualitätsmanagement Verfahrensanweisung Dokument eines Verfahrens (DIN EN ISO 8402). In diesem Dokument wird beschrieben, wie bei der Durchführung von Maßnahmen vorzugehen ist.
Qualitätsmerkmal Die Qualität mitbestimmendes Merkmal (DIN 55350-11).
Qualitätspolitik Umfassende Absichten und Zielsetzungen einer Organisation zur Qualität, wie sie durch die oberste Leitung formell ausgedrückt werden. (DIN EN ISO 8402).
Quality-Circles Zeitlich begrenzt eingerichtete Projektgruppe außerhalb der Linienstruktur zur Lösung einer vorgegebenen Fragestellung.
"Speak with data" Nach Deming: Prozesse sollen möglichst eindeutig dargestellt werden, was durch Daten besser erreicht wird (hard facts) als durch Interpretation von Meinungen.
Top-down Durch Führung ausgelöster Vorgang/Prozeß, dessen Akzeptanz mitunter nicht gegeben ist. (vgl. Bottom-up)
Verfahren Festgelegte Art und Weise, eine Tätigkeit auszuführen. (ISO 8402)
Werte stellen Legitimationsmuster oder Selektionskriterien zur Verfügung, auf deren Hintergrund Konflikte entschieden werden. Sie werden bezüglich ihrer Gültigkeit (kontextabhängig!) beurteilt und gelten nur in Zusammenhang mit den Bedürfnissen innerhalb einer Gesellschaft. Ihr Nichteinhalten wird als Bedrohung eigenster Bedürfnisse empfunden.
Zertifizierung (der Konformität) Maßnahme durch einen unparteiischen Dritten, die aufzeigt, daß angemessenes Vertrauen besteht, daß ein ordnungsgemäß bezeichnetes Erzeugnis, Verfahren oder eine ordnungsgemäß bezeichnete Dienstleistung in Übereinstimmung mit einer bestimmten Norm oder einem bestimmten anderen normativen Dokument ist. (EN 45011, EN 45012 und EN 45013).
Ziele Durch das Handeln von einer Person/einem System angestrebte kommunizierbare Zustände, die definiert werden können. Sinnvollerweise wird das Kriterium der Zielerreichungen und der Zeitpunkt der Erreichung für die Überprüfung angegeben.



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