Österreichische Gesellschaft
für Forschung und Entwicklung
im Bildungswesen

Protokoll der Generalversammlung der Österreichischen Gesellschaft für Forschung und Entwicklung im Bildungswesen am 25.9.2001

Ort: Uni Salzburg, Institut für Lehrerinnen- und Lehrer-Bildung, HS 330

Beginn: 18:00, Ende: 19:25  

Herbert Altrichter begrüßt als Vorsitzender des Vorstandes der ÖFEB herzlich, berichtet namens des Vorstandes kurz über die Genese und die Aufgaben der ÖFEB und betont den Charakter der Selbstorganisation der Bildungsforscher/innen in der ÖFEB.

Themen bzw. Aktivitäten der ÖFEB 2000 -2001:

  • Tagungen
    • 24.9. - 26.9.2001 in Salzburg - Dank an die Organisatoren
    • 19.9 - 21.9.2002 in Klagenfurt (Hauptkoordinatorin Marlies Krainz-Dürr)
  • Newsletter
    • Intentionen: Mitteilungen und Artikel, die zur Diskussion und zum Widerspruch herausfordern sollen:
    • 1. Heft: Themenschwerpunkt: Lehrer/innen/bildung in Deutschland und Rolle der Erziehungswissenschaft in der LB
    • 2. Heft: Qualitätsmanagement im Bildungsbereich (Grundsatzartikel von J. Baumert)
    • Sektionen, die gegründet werden - Gründungsproponenten (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):
    • Lehrerbildung und LB-Forschung (B. Hackl, A. Kowarsch
    • Unterrichtsforschung und Unterrichtsentwicklung (A. Seel)
    • Empirische pädagogische Forschung (F. Eder)
    • Schulforschung und Schulentwicklung (M.K. Dürr & H. Altrichter)
    • Sozialpädagogik (G. Knapp & J. Scheipl )
    • Erwachsenenpädagogik (Elke Gruber & Werner Lenz)
    • Medienpädagogik (Hipfl & Theo Hug)
  • Internationale Kontakte:
    • voraussichtlich Ende März 2004 gemeinsame Tagung mit der DGfE in Zürich
  • Forschung:
    • noch zu entwickeln: Eckpunkte für Standards für die Forschung
    • Anfragen zu Forschungsthemen an die ÖFEB
  • Weiterbildung:
    • z.B.: IFF Klagenfurt
    • Kurse und Weiterbildungsangebote bitte an den Vorstand melden.
  • Homepage:
    • vorläufig am Institut für Pädagogik und Psychologie der Uni Linz
  • Öffentlichkeitsarbeit:
    • bildungspolitische Stellungnahmen sollten bei wichtigen Fragen erfolgen.

DISKUSSION:

Zum Thema Anzahl und Domäne der Sektionen gibt es mehrere Wortmeldungen, welche die Sorge artikulieren, dass es in der Initialphase der ÖFEB zu viele Sektionen gäbe und die Vielfalt eher wieder zusammengefügt werden solle. Der Terminus "Sektionen" sei der Mathematik mit den "Sektoren" entlehnt und zeige Abgrenzungen auf. Eine Steuergruppe sei vielleicht hilfreich.

P. Posch weist auf die Bedeutung der Nachwuchsförderung hin, wobei auch Studierende einzubeziehen seien. Tagungen könnten auch für einen "Arbeitsmarkt" an Bedeutung gewinnen.

J. Thonhauser erinnert an die dsb "Drehscheibe Bildung" (Kontaktperson Dagmar Hackl) und verteilt deren Infomaterial.

H. Babel weist auf die Nachwuchsförderung in den Zielen der ÖFEB hin und äußert ihre Bereitschaft als Kontaktperson zu fungieren. J. Mayr wünscht, dass bei der Tagung in Klagenfurt die Nachwuchsförderung mitbedacht werde, wobei auch Kontakte mit den Nachbarländern hergestellt werden könnten.

F. Rauch denkt als Mitorganisator der Tagung in Klagenfurt an ein interaktives setting mit Workshops und "Open Space - Charakter". H. Bachmann betont, dass bei der Tagung in Klagenfurt "Grenzen überschreiten in Schule und Bildung" u.a. persönliche Kommunikation, individuelle Aspekte, Unterrichtsarbeit und Didaktik inhaltliche Subbereiche sein sollten. Die Finanzierung ist sichergestellt. Partner sind: IFF (federführend), ZfSE, Uni Klagenfurt, PA und PI. Eine implizite Evaluierung der Salzburger Tagung soll für die Tagung in Klagenfurt Effizienz zeigen. - Kontaktadresse: Bachmann@zse.asn-ktn.ac.at

M. Sertl begrüßt die gestartete Zusammenarbeit von Unis und Pädagogischen Akademien - "monocolore" Sektionen wären nicht gut.

W. Tietze nimmt die Diskussion des Themas Sektionen im Vorstand und der Tagung am Beispiel "Integrationspädagogik" und Sozialpädagogik wieder auf. H. Altrichter schlägt vor, die Entwicklung abzuwarten. H. Bachmann unterstützt die Tendenz, Sektionen in der Anfangsphase offen und nicht exklusiv zu halten.

J. Thonhauser moniert, wichtige Themen im Vorstand in einem face to face Gespräch zu behandeln. Im Newsletter könnten Diskussionsergebnisse dargestellt werden. Die Tagung in Klagenfurt sollte dabei einen breiteren Raum einnehmen.

F. Eder regt an, dass Personen mit ähnlichen Forschungsparadigmen (in den Sektionen) einen Ort finden könnten und im methodischen Teil mitarbeiten.

A. Kowarsch legt in seiner Funktion als Kassier den Kassenbericht der Generalversammlung vor. Von den 121 Mitgliedern haben bisher 91 den Mitgliedsbeitrag für 2001 bezahlt. Aktueller ÖFEB-Kontostand ATS 35.233,25. J. Thonhauser stellt an den Kassier den Antrag, dass Frau Eckstein für die Bearbeitung des 2. Newsletters und die Mitarbeit für die Salzburger Tagung eine Abgeltung in der Höhe von ATS 1.500 erhalte. Dieser Antrag wird zur Behandlung an den neuen Vorstand verwiesen.

Für die Rechnungsprüfer bestätigt E. Feyerer, dass alle Rechnungen und Buchungen überprüft worden sind und dass die Rechnungsprüfer den Vorstand entlasten können. Dieser Antrag wird einstimmig angenommen.

K. Krainer betont die Bedeutung der Interdisziplinarität für die ÖFEB. H. Altrichter bestätigt, dass die ÖFEB interdisziplinär zusammengesetzt ist, was eine ihrer Stärken sei.

R. Popp hinterfragt namens der Sozialpädagogik die Namensgebung des Vereins. H. Altrichter erläutert die lange Suche nach einem geeigneten Namen, unter dem sich möglichst alle Interessierten wiederfinden könnten.

J.-L. Patry bringt einen Aufruf der Sommerakademie "Konflikte und Kooperation zwischen sozialen Gruppen" von Prof. Dr. Rainer Silbereisen zur Kenntnis. Nach einer kurzen Diskussion, inwieweit die ÖFEB zu gesellschaftlichen Problemen Stellung beziehen soll, wir konsensuell festgestellt, dass dieser Appell mit den Intentionen der ÖFEB nicht kongruent ist.

Neuwahl des Vorstandes

H. Altrichter unterbreitet folgenden Wahlvorschlag für die Neuwahl des Vorstandes der ÖFEB für die Jahre 2001 - 2003:

Vorsitzender:

Alfred Kowarsch Pädagogische Akademie der ED Wien

Stellvertretender Vorsitzender:

Herbert Altrichter Universität Linz

Kassier:

Ferdinand Eder Universität Linz

Stellvertretender Kassier:

Theo Hug Universität Innsbruck

Schriftführer:

Gerhard Hager Pädagogische Akademie der ED Wien

Stellvertretende Schriftführerin:

Angelika Paseka Pädagogische Akademie des Bundes in Wien

Weitere Mitglieder:

Franz Rauch IFF Klagenfurt

Andrea Seel Pädagogische Akademie der Diözese Graz-Seckau

Josef Thonhauser Universität Salzburg

Kooptierte Mitglieder:

Ines Breinbauer Universität Wien

Johannes Mayr Pädagogische Akademie der D. Linz

Peter Posch Universität Klagenfurt

Werner Specht Zentrum für Schulentwicklung, Graz

Rechnungsprüfer:

Ewald Feyerer Pädagogische Akademie des Bundes in Linz

Klaus Samac Pädagogische Akademie der D. St. Pölten

H. Bachmann, E. Feyerer und M. Sertl stellen sich für die Wahlkommission zur Verfügung. Von den 37 abgegebenen Stimmen sind 36 gültig, davon lauten 32 ja und 4 nein. Damit wird der Wahlvorschlag angenommen.

H. Altrichter übergibt den Vorsitz an A. Kowarsch, der für das dem neuen Vorstand entgegen gebrachte Vertrauen dankt und zwei Themen als Schwerpunkt nennt: die Nachwuchsförderung und den Versuch, Forschungsaufträge aus verschiedenen Bereichen zu lukrieren. Seine Anfrage, ob die eMail-Adressen der ÖFEB-Mitglieder auf der Homepage publiziert werden können, wird per Akklamation angenommen.

Die Erarbeitung einer GO für die Generalversammlung wird in Angriff genommen.

Für die Protokollführung: Alfred Kowarsch, e.h.

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