webmasters Typologie


http://paedpsych.jk.uni-linz.ac.at/INTERNET/DIARYORD/typology.html

Durch die Beobachtung der log-files bzw. der Bewegungen der Besucher durch den server lassen sich ganz bestimmte Muster erkennen, die vereinfacht hier als (psychologische) Typologie der userInnen versuchsweise dargestellt werden soll. Diese Typologie ist natürlich nur auf den traffic auf unserem server beschränkt, soll aber im Laufe der Zeit auch mit dem Aufkommen auf anderen servern im näheren Umfeld des Autors ausgedehnt werden. Unterstützend wird eine vom webmaster betreute Diplomarbeit von Elisabeth Lehner sein, die sich theoretisch und empirisch mit einer vergleichbaren Thematik auseinandersetzt.

Die hier entwickelte psychologische Typologie gründet sich zunächst nicht auf exakte empirische Erhebungen im streng wissenschaftlichen Sinn, vielmehr sind diese Typen als Hypothesen zu betrachten. Nicht zuletzt sind es die eigenen surf-Erfahrungen des webmasters, die ihn zu dieser Typologie führten. Es handelt sich also nicht um streng separierbare Gruppen von Personen, sondern es wird sich in der Regel immer um Mischtypen handeln, die nur in einem konkreten Fall sich im Sinne eines Typus verhalten.

Vorbemerkung - Rahmenbedingungen

(gekürzt nach ComCult 1999)

Um das internet zu nutzen, müssen userInnen nicht unbedingt einen eigenen Zugang besitzen. 21,4 Prozent der NutzerInnen verfügen nicht über einen eigenen PC inklusive Modem (WWW-Benutzer-Analyse W3B, Fittkau & Maaß 1996), sie haben in diesem Fall entweder die Möglichkeit, sich über ihren Arbeitgeber oder über die Universität bzw. Schule in das internet einzuwählen. Die private und berufliche Nutzung der Angebote im Netz läßt sich bei den Anwendern nur sehr schwer voneinander trennen. Das internet ist zu einem relevanten Gebrauchsmedium im Berufsleben von einem Drittel der Anwender geworden. Der gleiche Prozentsatz nutzt es dagegen fast ausschließlich zum privaten Gebrauch. Eine Überschneidung der beiden Einsatzmöglichkeiten des internet ergeben sich für jeden vierten Anwender im Netz (Internet User Survey 1997, Fraunhofer-Institut Karlsruhe - ISI, ARD-ZDF-Online-Studie 1998).

Zweck der Internetnutzung

ISI

ARD/ZDF

Aus beruflichen Gründen, am Arbeitsplatz

38,5%

36,0%

Zum privaten Gebrauch, zu Hause

35,8%

41,0%

Beides gleich, sowohl als auch

25,7%

23,0%

Quellen: Internet User Survey 1997, Fraunhofer Karlsruhe (ISI), ARD-ZDF-Online-Studie 1998

Internetnutzer setzen das neue Medium in erster Linie zur Informationsbeschaffung (91,9%) ein. Die Anwender erhalten ihre Informationen primär über das W3 desi nternet, was auch dessen Boom in den letzten Jahren erklärt. Die Kommunikation im internet, die in erster Linie mittels der e-mail-Funktionalität, des elektronischen Austausches von Texten bzw. Daten, aber auch der newsgroups, der IRCs und der Diskussionsforen auf W3-pages realisiert wird, spielt ferner eine wesentliche Rolle für die Akzeptanz des neuen Mediums.

Über die Hälfte der Anwender setzt das net aber auch zur Unterhaltung (59,1%) ein oder ruft es aus Neugier (53,3%) auf. Die Tendenz zur Unterhaltung im nimmt aber unter den Anwendern weiterhin zu, da dieser Anteil der Anwender im Vergleich zur internetstudie von ComCult Research im Jahr 1997 deutlich zugenommen hat. Die Relevanz der Kommunikation hat dagegen im Vergleich zur Vorstudie unter den Anwendern abgenommen (Die Interessen der Internetanwender, ComCult Internetstudie 97, ComCult Research 1997-98).

Das internet ist aber in keinem Fall auf dem Weg, ein Unterhaltungsmedium zu werden. Die Mehrheit der Anwender findet auf die eine oder andere Art verwertbare Inhalte im Netz. Die Tendenz zur Unterhaltung ist bei den neueren Nutzern häufiger anzutreffen, als bei denen, die bereits seit über einem Jahr einen Internetzugang haben. Diese Präferenzen haben sich in der Vergangenheit bei den meisten neuen Teilnehmern gezeigt (GVU / The Internet Agency 1996). Es kann davon ausgegangen werden, daß der Neuheitseffekt des internet bei neuen Usern vorerst in Unterhaltung, in Neugier und im "erst einmal alles anschauen", also im browsen mündet, das nach dem Abklingen der Anfangseuphorie in eine funktionale Nutzung des Mediums übergeht.

Der online-Markt in Europa wird zwar in den nächsten Jahren erheblich wachsen. Problematisch bleibt jedoch, daß in Europa das internet insgesamt zu wenig genutzt wird. Laut einer aktuellen Untersuchung des Marktforschers Jupiter Communications wird sich die Gesamtzahl der online-Haushalte in Westeuropa innerhalb der nächsten fünf Jahre verdreifachen, also von derzeit 14 Millionen (9 Prozent) auf 47 Millionen Haushalte (31 Prozent) im Jahr 2003. Dieser Anstieg wird den Abstand zwischen Westeuropa und den USA verkleinern, jedoch nicht schließen. Die Analysten empfehlen, daß die Anbieter in Europa ihre Kunden verstärkt dazu motivieren müssen, mehr Zeit online zu verbringen - trotz der in Europa dabei berechneten Telefongebühren zum Ortstarif. "Es wird fälschlicherweise angenommen, daß der europäische Internetmarkt in seiner Entwicklung lediglich ein bis zwei Jahre hinter dem amerikanischen Markt hinterher ist, aber es gibt auch strukturelle Unterschiede zwischen diesen beiden Märkten," sagte Phil Dwyer, Managing Director der Jupiter Communications in Europa. "Die telefonische Nutzungsdauer wird berechnet, und das allein wird auch weiterhin das Wachstum von Online-Werbung, Content und Commerce-Geschäfte in Europa klein halten und damit die Nutzung des internet behindern." Jupiter rät den europäischen internet-Unternehmen, eine Reihe von "free-to-air"-Modellen mit Werbungs-, Commerce- und Content-Partnern zu verknüpfen, um die Nutzung und die Akzeptanz des internet zu erhöhen und um Marktanteile zu gewinnen. Diese Modelle beinhalten den freien, nicht taxierten Zugang zum internet zu Discount- und Subventionskonditionen und müssen auf die einzelnen Länder, entsprechend der jeweiligen nationalen Marktbedingungen, abgestimmt sein. (Quelle: Jupiter Communications, Horizont Newsline)

Internet-Surfer orientieren sich hauptsächlich an Headlines und an Navigationselementen. Erst auf den zweiten Blick werden Texte und Bildelemente wahrgenommen. Dies ist das Ergebnis der Wirkungsanalyse "Merian" des Göttinger Instituts für Marketing und Handel. Danach dominiert bei den ersten fünf Seitenkontakten die Headline die Wahrnehmung der Nutzer - 32 Prozent der userInnen sehen zuerst dorthin. Bei den gesamten Seitenkontakten ist die Navigation das am häufigsten registrierte Element (32 Prozent). In der "Merian"-Studie haben das Göttinger Institut und die Münchner Gesellschaft für Angewandtes Direktmarketing die Wahrnehmung von 91 Personen getestet. (Quelle: Göttinger Instituts für Marketing und Handel, Münchner Gesellschaft für Angewandtes Direktmarketing)

Wie intensiv das internet bereits in die berufliche Routine eingebunden wird, spiegelt sich in der zeitlichen Anwendung des internet wider. Vier von fünf Befragten der Online-Umfrage der Deutschen Fachpresse nutzen ihren Anschluß mehrmals wöchentlich für professionelle Zwecke, 46 Prozent der Business-Anwender recherchieren inzwischen täglich im internet. Mit einem Anteil von 61 Prozent in der Altersklasse 30 Jahre und älter stellen die Nutzer von Fachinformationen eine sehr interessante Zielgruppe für Werbungtreibende dar. 31 Prozent der Befragten arbeiten in der Dienstleistungsbranche, 22 Prozent haben einen Posten im Industrie-, Produktions- und Techniksektor. Mehr als 45 Prozent der Befragten sind in leitender Position tätig, ein Drittel von ihnen ist in den Unternehmensbereichen Unternehmensführung (23 Prozent) oder Marketing / Kommunikation (10 Prozent) beschäftigt. Aktualität steht dabei für die Nutzer von Online-Fachdiensten im Vordergrund. Für vier von fünf Befragten stellt die schnelle und aktuelle Verfügbarkeit von Informationen den wesentlichen Vorteil des Web dar. Recherchemöglichkeiten in Datenbanken (91 Prozent) und weiterführende Informationen durch Links (78 Prozent) machen das Medium für sie zusätzlich attraktiv. Während sich das internet als Informationsmedium im beruflichen Bereich etabliert hat, wird es als Kommunikationsmittel noch weit weniger eingesetzt: Nur jeder vierte Entscheider und 24 Prozent aller Nutzer von internet-Fachdiensten halten den Erfahrungsaustausch mit anderen für wichtig bis sehr wichtig. Dafür sind um so mehr Produktinformationen und aktuelle Nachrichten gefragt. Ähnliches gilt für Unternehmenspräsentationen und Marktdaten. (Quelle: Deutsche Fachpresse, Horizont Newsline)

How Users Read on the Web

They don't.

People rarely read Web pages word by word; instead, they scan the page, picking out individual words and sentences. In a recent study John Morkes and I found that 79 percent of our test users always scanned any new page they came across; only 16 percent read word-by-word.

As a result, Web pages have to employ scannable text, using

We found that credibility is important for Web users, since it is unclear who is behind information on the Web and whether a page can be trusted. Credibility can be increased by high-quality graphics, good writing, and use of outbound hypertext links. Links to other sites show that the authors have done their homework and are not afraid to let readers visit other sites.

Users detested "marketese"; the promotional writing style with boastful subjective claims ("hottest ever") that currently is prevalent on the Web. Web users are busy: they want to get the straight facts. Also, credibility suffers when users clearly see that the site exaggerates.

Measuring the Effect of Improved Web Writing

To measure the effect of some of the content guidelines we had identified, we developed five different versions of the same website (same basic information; different wording; same site navigation). We then had users perform the same tasks with the different sites. As shown in the table, measured usability was dramatically higher for the concise version (58% better) and for the scannable version (47% better). And when we combined three ideas for improved writing style into a single site, the result was truly stellar: 124% better usability.

Site Version

Sample Paragraph

Usability Improvement
(relative to control condition)

Promotional writing (control condition)
using the "marketese" found on many commercial websites

Nebraska is filled with internationally recognized attractions that draw large crowds of people every year, without fail. In 1996, some of the most popular places were Fort Robinson State Park (355,000 visitors), Scotts Bluff National Monument (132,166), Arbor Lodge State Historical Park & Museum (100,000), Carhenge (86,598), Stuhr Museum of the Prairie Pioneer (60,002), and Buffalo Bill Ranch State Historical Park (28,446).

0%
(by definition)

Concise text
with about half the word count as the control condition

In 1996, six of the best-attended attractions in Nebraska were Fort Robinson State Park, Scotts Bluff National Monument, Arbor Lodge State Historical Park & Museum, Carhenge, Stuhr Museum of the Prairie Pioneer, and Buffalo Bill Ranch State Historical Park.

58%

Scannable layout
using the same text as the control condition in a layout that facilitated scanning

Nebraska is filled with internationally recognized attractions that draw large crowds of people every year, without fail. In 1996, some of the most popular places were:

  • Fort Robinson State Park (355,000 visitors)
  • Scotts Bluff National Monument (132,166)
  • Arbor Lodge State Historical Park & Museum (100,000)
  • Carhenge (86,598)
  • Stuhr Museum of the Prairie Pioneer (60,002)
  • Buffalo Bill Ranch State Historical Park (28,446).

47%

Objective language
using neutral rather than subjective, boastful, or exaggerated language (otherwise the same as the control condition)

Nebraska has several attractions. In 1996, some of the most-visited places were Fort Robinson State Park (355,000 visitors), Scotts Bluff National Monument (132,166), Arbor Lodge State Historical Park & Museum (100,000), Carhenge (86,598), Stuhr Museum of the Prairie Pioneer (60,002), and Buffalo Bill Ranch State Historical Park (28,446).

27%

Combined version
using all three improvements in writing style together: concise, scannable, and objective

In 1996, six of the most-visited places in Nebraska were:

  • Fort Robinson State Park
  • Scotts Bluff National Monument
  • Arbor Lodge State Historical Park & Museum
  • Carhenge
  • Stuhr Museum of the Prairie Pioneer
  • Buffalo Bill Ranch State Historical Park

124%

It was somewhat surprising to us that usability was improved by a good deal in the objective language version (27% better). We had expected that users would like this version better than the promotional site (as indeed they did), but we thought that the performance metrics would have been the same for both kinds of language. As it turned out, our four performance measures (time, errors, memory, and site structure) were also better for the objective version than for the promotional version. Our conjecture to explain this finding is that promotional language imposes a cognitive burden on users who have to spend resources on filtering out the hyperbole to get at the facts. When people read a paragraph that starts "Nebraska is filled with internationally recognized attractions," their first reaction is no, it's not, and this thought slows them down and distracts them from using the site.

More research is needed to truly know why 79 percent of Web users scan rather than read, but here are four plausible reasons:

 
10/17/99 22:33:12 ERR! chip.austria.eu.net. :JUGENDPSYCH:JUGENDPSYCHTEXTE:KinderJugendComputer.html

10/17/99 22:36:06 ERR! br-d-209.agrinet.ch. :JUGENDPSYCH:JUGENDPSYCHTEXTE:KinderJugendComputer.html
10/17/99 22:36:32 OK br-d-209.agrinet.ch. :Lehre.html

Während die userIn chip.austria.eu.net nach dem Mißerfolg aufgibt und innerhalb der nächsten Minuten nicht mehr vom server registriert wird, nimmt die BesucherIn aus der Schweiz br-d-209.agrinet.ch die angebotene Hilfe im error-file an und folgt wenigstens dem Hinweis zur Hauptseite des servers Lehre.html. Allerdings nimmt die UserIn auch danach Abschied und macht sich nicht auf die Suche nach der gewünschten page - wird wohl nicht so wichtig gewesen sein ;-)

 

Vergeßliche

Manche userIn kommt vermittels einer Suchmaschine direkt auf eine der Unterseiten und "verklickert" sich dann durch das Verfolgen der zahlreichen links innerhalb - etwa innerhalb der Arbeitsblätter des webmasters. Offensichtlich wurde bei der ersten page vergessen, diese zu bookmarken und daher werden entweder alle möglichen und unmöglichen Dateinamen durchprobiert oder auch die Strategie des Durchforstens der directories versucht (dies ist aus Sicherheitsgünden auf einem Mac-server bekanntlich nicht möglich).
 

Vertraute  

Diese Gruppe von surfern kom, Bekanntemt gezielt auf die site und wählt gezielt eine Unterkategorie aus. Auf unserem server sind das typischerweise StudentInnen, die etwa vor Begin eines Semesters sich auf den pages der Lehrveranstaltungen umsehen und meist überprüfen, ob bereits die Anmeldefrist läuft. Dieser Typ des surfers kennt also die Struktur des servers einigermaßen und navigiert zielsicher von der Einstiegsseite zu seinem Ziel - die dafür notwendigen Klicks erfolgen dann in rascher Folge. Eine grafikfreie Navigation erleichtert natürlich eine solche zielgerichtete Arbeit im net. In manchen Fällern wird auch noch auf die news-page zugegriffen, um sich eventuell vorhandene Infos zu holen.

 

 


Es gibt übrigens auch eine Typologie der webdesigner:

Quelle: http://www.ideenreich.com/dr-des.shtml (00-09-12)


Die Surfer-Klassifikation

McKinsey und MMXI Europe haben in einer Studie auf Basis der MMXI-Paneldaten das Onlineverhalten der europäischen Internetuser untersucht und verschiedene Kundensegmente beschrieben.

Das Instrument der Kundensegmentierung wurde nach Ansicht der Unternehmen bislang im Online-Business zu wenig beachtet. Nur jedes fünfte Online-Unternehmen in Europa werte die eigenen Daten aus, um mehr über seine Kunden und deren Bedürfnisse zu erfahren. 

Segmentierung erleichtere es, die Zielgruppenansprache im Netz zu optimieren und Strategien für ein erfolgreiches Online-Marketing in Europa zu entwickeln: "Um das Marktpotential abschätzen und Marketingstrategien gezielt entwickeln zu können, müssen zuerst die potentiellen Kunden identifiziert werden. Zu wissen, dass die Hälfte aller Surfer sich im Netz erst einmal zurechtfinden muß und rund ein Viertel sich hierbei erst einmal an Offline-Marken orientiert, sind nur Beispiele für unabdingbare Informationen auf dem Weg zu einem erfolgreichen Online-Marketing", meint dazu Thomas Pauschert, Geschäftsführer von MMXI Deutschland. 

Die folgenden sieben Segmente werden die in der Studie festgelegt:

Surfer verbringen im Schnitt monatlich 13,4 Stunden im Netz und bewegen sich dabei zügig von Domain zu Domain. 88% der Kategorie "Surfer" sind männlich. Surfer sind häufig technologieorientiert. Sie machen 11% der Nutzer aus, sind aber für 28% der online verbrachten Zeit verantwortlich. Surfer sind häufig typische "Early Adopters", auch im Bereich E-Commerce. Lieblingsdomains sind bei den Surfern kaum festzustellen, da sie nur 57 Prozent ihrer Online-Zeit auf ihren persönlichen Top-10-Sites verbringen, der Durchschnittsnutzer hingegen 82 Prozent.

Schnupperer sind pro Monat etwa 4,4 Stunden im World-Wide-Web. Dies entspricht dem Durchschnitt der betrachteten Nutzer. Schnupperer machen 26% der Nutzer aus. Ebenso wie die Surfer bewegen sich die Schnupperer relativ schnell von Seite zu Seite und wechseln dabei auch schnell die Themengebiete. Auch hier sind Lieblingsangebote schwer festzustellen. Auffällig ist, dass sie häufig Offline-Marken besuchen, wie beispielsweise Bild.de oder WDR.de.

Die Gruppe der Convenience-Orientierten nutzt das Netz, um sich das Leben zu erleichtern. Convenience-Orientierte haben bereits seit einigen Jahren Erfahrungen im Netz gesammelt. Sie nutzen das Internet für die 'praktischen' Dinge des Lebens und steuern Seiten wie Amazon.de bevorzugt an. Sie verbringen weniger Zeit im Netz und nutzen somit weniger unterschiedliche Domains als der Durchschnitt. Allerdings nutzen Convenience-Orientierte das Netz besonders häufig für Transaktionen, und bilden somit eine attraktive Zielgruppe für E-Tailer. Convenience-Orientierte machen 21% der Nutzer aus. 

Kontakter nutzen das Netz bevorzugt zur Kommunikation. Diese Gruppe verbringt die wenigste Zeit online, d.h. im Schnitt etwas mehr als eine halbe Stunde pro Woche. Sie konzentrieren sich während dieser Zeit auf eMail-Nutzung und besuchen mit 18 verschiedenen Domains entsprechend weniger Angebote als der Durschnitt, der bei 49 Angeboten liegt. 94% ihrer Online-Zeit verbringen Kontakter bei ihren zehn Favourite-Sites. Dies sind häufig Anbieter für elektronische Post, wie GMX.de, Hotmail oder Directbox.com. Kontakter sind, hinter den Schnupperern, das Segment, das erst die kürzeste Zeit im Netz aktiv ist. Demographisch gesehen sind Kontakter mit 61% häufig weiblich (Durchschnitt: 33%). Kontakter machen 22% der Nutzer aus. 

Routiniers verbringen relativ wenig Zeit online und konzentrieren sich dabei auf Seiten, die ihnen Informationen liefern, wie beispielsweise Wirtschafts- und Finanzangebote. Dabei verbringen sie durchschnittlich 44 Sekunden auf einer einzelnen Seite (im Schnitt über alle segmentierten Nutzer sind es 31). Spiegel.de, Focus.de oder Stock-City.de gehören zu ihren Lieblingssites. Demographisch gesehen sind Routiniers mit leicht höherer Wahrscheinlichkeit männlich (73% versus 67%). Routiniers machen 14% der User aus.

Schnäppchenjäger nutzen das Netz, um für sie interessante Angebote zu finden. Häufig steht dabei die Suche, nicht das Finden im Vordergrund. Die Schnäppchenjäger zählen zu den intensiveren Online-Nutzern. Fast die Hälfte ihrer Online-Zeit verbringen sie bei Auktionen, etwa bei Ebay oder Ricardo. Aber auch Shopping-Enabler wie Letsbuyit.com oder Webmiles stehen auf ihrer Besuchsliste. Schnäppchenjäger kaufen besonders häufig online ein. Ein Teil nutzt das Netz aber auch lediglich zur Preisinformation. Schnäppchenjäger machen 3% der Nutzer aus. 

Die Gruppe der Entertainment-Orientierten ist mit 3 Prozent noch sehr klein. Sie nutzt das Internet für Unterhaltung. Sie verbringen viel Zeit im Netz und konzentrieren sich dabei stark auf ihre Hobbys, wie Computerspiele, Sport oder Schach. Sie verbringen mehr Zeit im Netz als der Durchschnitt, nutzen aber unterdurchschnittlich viele Domains. Auf einer einzelnen Seite verbringen sie sehr viel Zeit (76 Sekunden gegenüber einem Durchschnitt von 31 Sekunden). Zu den bevorzugten Sites zählen beispielsweise MP3.com, Sport1.de, SWR3.de oder RTL.de. Häufig nutzen Entertainment-Orientierte auch Online-Spiele und Web-Cams. Sie machen 3% der User aus.

Die Studie stellte große Ähnlichkeiten zwischen den in Europa und in den USA ermittelten Segmentgrößen fest. Auch die grundlegenden Verhaltensmuster der Konsumenten sind sich demnach ähnlich. Während Nutzer in den USA deutlich mehr Zeit online verbringen und insgesamt auch deutlich mehr kaufen, ist hingegen der Anteil der Konsumenten, der diverse E-Commerce-Angebote nutzt, mit dem in Europa vergleichbar. Diese wird dadurch erklärt, dass sich die Bedürfnisse und Motivationen der Onlinenutzer offensichtlich weitgehend decken.

Ein weiteres Ergebnis, das in der Studie gezogen wird: allen Annahmen zum Trotz ändere der Verbraucher sein Verhalten im Netz nicht. Einen digitalen Konsumenten "an sich" gebe es nicht. Dies erkläre sich dadurch, dass das Netz immer noch in traditionellen Verhaltensmustern wahrgenommen werde. Eine Auktion sei für manche Konsumenten momentan nur ein Ersatz für den Besuch auf dem Flohmarkt, weniger eine neue Form des Austausches von Dienstleistungen und Gütern.

Für die Studie "Surfen oder Schnuppern &endash; Wer nutzt das Internet wofür?" wurden die Panel-Daten von Jupiter MMXI und MMXI Europe für das erste Quartal 2000 in den USA, Deutschland, Großbritannien und Frankreich ausgewertet. Insgesamt wurden die Daten von über 8000 Internetusern analysiert. Zusätzlich zur quantitativen Auswertung wurden Internetnutzer aus Frankreich, Deutschland und Großbritannien interviewt.

Quelle: http://www.akademie.de/tips_tricks/langtext.html?id=946&thema=AKT&NewsBegin=0 (00-11-15)

 

Die Giga Information Group hat Mindeststandards, die bei einer Website an Nutzwert, Funktionalität und Datenschutz zu stellen sind, in einer "Erklärung der Rechte des Website-Besuchers" zusammengefasst. "Nicht alle Websites sind gleich, aber jeder Website-Besucher hat das Recht auf ein akzeptables Mass an Nutzwert, Funktionalität und Datenschutz." Die Liste umfasst folgende acht Punkte:

 

Aktualitaet und Qualitaet im Web wichtiger als der Spassfaktor
Ansprueche der Internet-Community an gelungenen Auftritt steigen
   
   Wiener Neudorf (pte, 27. Februar 02/11:41) - Die Aktualitaet und Qualitaet
   der Inhalte sowie schnelle Download-Zeiten gelten aus Sicht der User als
wichtigste Grundvoraussetzungen fuer einen gelungenen Webauftritt. Die
Ansprueche der User an eine Website sind in den letzten Jahren
kontinuierlich gestiegen. Das geht aus einer aktuellen Online-Umfrage des
Marktforschungsinstituts marketagent.com http://www.marketagent.com
hervor. Spass- und Unterhaltungsfaktor sowie animierte Grafiken stehen
auf der Wunschliste der User ganz hinten.
   
Die groesste Bedeutung wird von den Usern der Aktualitaet der Information
zugewiesen. Fuer 72,9 Prozent ist sie wichtigstes Kriterium einer Website
(vgl. pte http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=020218027 ). Nur 5,6
Prozent der User vertrauen den Informationen im Internet. Gerade deshalb
wird grosser Wert auf die Qualitaet der gebotenen Inhalte gelegt. 69,3
Prozent der Umfrageteilnehmer sehen die Qualitaet als wichtigstes
Kriterium. An dritter Stelle rangiert mit 60,7 Prozent die Download-Zeit
einer Website. Unterhaltungswert sowie Animationen @ bei Webanfaengern
sehr beliebt @ kommen beim nuechternen, zweckorientierten User nicht an.
Nur jeder neunte User misst dem Spassfaktor einen hohen Stellenwert bei.
Animierte Grafiken sind laut Umfrage fuer viele das Letzte, zumindest in
der Anforderungshitparade.
   
Sehr wichtig fuer die User ist das schnelle Finden der gewuenschten
Information, also eine benutzerfreundliche Navigation. Bereits nach
durchschnittlich 3,4 Klicks wird das gewuenschte Suchergebnis erwartet. Ab
fuenf Klicks steigt der Frustrationspegel, erlaeutert Thomas Schwabl,
Geschaeftsfuehrer von marketagent.com. 44 Prozent der Umfrageteilnehmer
wechseln zu einer anderen Website, wenn nicht innerhalb weniger Klicks
ein Ergebnis erzielt wird. Externe Hilfe wie z.B. Callcenters sind kaum
gefragt. Nur 1,1 Prozent der User greifen auf sie zurueck. Jeder Zehnte
beendet zwar die Suche, bleibt aber auf der Website. Bei Shopping-Seiten
nehmen die einfache Bestellabwicklung, die Sicherheit des Bezahlens sowie
eine ausreichende Information pro Produkt die Spitzenpositionen ein.
   
Quelle: http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=020227016 (02-03-03)

©opyright Linz 1999-2001 webmaster.


http://paedpsych.jk.uni-linz.ac.at/INTERNET/DIARYORD/ typology.html