Die Lerner eignen sich durch strukturierten Informations-und
Meinungsaustausch vorwiegend Wissen über persönliche
Erfahrungen, Einstellungen und Bewertungen an.
Dies erfolgt in kleineren Gruppen von bis zu sieben Personen. Es
handelt sich nur um ein Lerngespräch, wenn sich die Teilnehmer
Ihrer Lernabsicht bewußt sind, d.h. eine Strukturierung
erfolgt.
Beispiele: Selbsterfahrungs-,Therapiegruppen
10.2 Didaktische Prinzipien
Lernen durch wechselseitigen Erfahrungsaustausch
Es erfolgt kaum Austausch objektiven Wissens.
Lernen durch strukturierte Gespräche
Die Gespräche laufen nach vereinbarten Spielregeln ab.
10.3 Phaseneinteilung
Vorbereitungsphase
Es erfolgt eine Gruppenbildung mit Wahl des Gesprächsthemas
und der Verfahrensregeln.
Interaktionsphase
In dieser Kommunikationsphase wird die Frage geklärt, ob das
Gespräch z. B. nach "Runden" gegliedert werden soll.
Bewertungsphase
Der Prozeß, das Ergebnis und die Lernerfahrungen werden
thematisiert und beurteilt.
10.4. Weiterführendes
Der Lerner übernimmt vier Rollen:
Sprachlich Handelnder => Beitragsformulierung
Angesprochener =>Adressat für
Äußerungen
"Bedeutsamer Gegenüber" =>allg. Bezugsinstanz
für Äußerungen
Schiedsrichter und Bewerter =>übergeordnete
allgemeine Perspektive
Der Lerner muß folgende Voraussetzungen erfüllen:
Fähigkeit und Bereitschaft nicht nur Wissen zu teilen,
sondern auch Gefühle und Meinungen zu äußern. Des
weiteren sollte er rhetorische Fähigkeiten besitzen.
Die Lernumwelt besteht aus Mitlernern und eventuell einem
Gesprächsleiter (Moderator), dessen Rolle im
Rotationsverfahren von jedem Mitglied übernommen werden kann.
Dieses Modell ist für Erwachsene, Jugendliche und
eventuell ältere Kinder geeignet.