Wenn Du die Möglichkeit dazu hast, bestimmst Du einen Platz, den Du ausschließlich zum Lernen nutzt. Idealerweise sollst Du an diesem Ort tatsächlich nur lernen und nicht etwa auch Briefe schreiben, Zeitung lesen o. ä.. Nach einer Weile wird die Studientätigkeit so eng mit diesem Ort verbunden sein, dass es Dir immer leichter fallen wird, mit dem Lernen zu beginnen. Immer wenn Du Dich an Deinen Schreibtisch setzt, fühlst Du sich so, als würdest Du zur Arbeit gehen, Lernen wird zur Selbstverständlichkeit. Um diesen Effekt noch zu unterstützen, kannst Du Dein Lernvorhaben auch immer mit einem kleinen Ritual beginnen, indem Du z. B. einen kleinen Talisman aufstellst oder ein bestimmtes Kleidungsstück anziehst. Mit dieser zusätzlichen Einstimmung auf das Lernen setzt Du außerdem für Deine Umwelt das deutliche Signal, dass Du nun lernst und nicht gestört also z. B. angesprochen werden möchtest. Auch für diese Rituale gilt, dass sie ausschließlich beim Lernen eingesetzt werden sollten.
Um Dir das Lernen und vor allem das Lernbeginnen zu erleichtern, solltest Du also Arbeits- und Entspannungsplätze unbedingt voneinander trennen.
Dein Schreibtisch sollte Dir ausreichend Platz zum Schreiben und Ausbreiten Deiner Unterlagen bieten. Die Größe der Arbeitsfläche sollte dabei mindestens 100 x 60 cm einnehmen. Die Höhe sollte für Frauen zwischen 70 und 74 cm und für Männer zwischen 74 und 78 cm betragen. Ideal ist ein höhenverstellbarer Tisch der gleichzeitig eine geringe Neigung der Oberfläche ermöglicht. Darüber hinaus solltest Du darauf achten, dass die Tischoberfläche nicht glänzt, um sehstörende Reflexionen zu vermeiden.
Um besonders bei kleineren Personen eine schlechte Sitzhaltung zu verhindern, sollte unter dem Schreibtisch eine Fußstütze mit mindestens 70 x 70 cm Durchmesser vorgesehen werden.
Zudem solltest Du einen bequemen höhenverstellbaren Drehstuhl verwenden, der Dir "dynamisches" Sitzen, also häufigen Stellungswechsel von Rumpf und Gesäß ermöglicht. Arbeitssitze mit verstellbaren Rückenlehnen sollten außerdem eine möglichst große Stützfläche für die Lendenwirbelsäule bieten.
Aus orthopädischer und physiologischer Sicht ist es sogar von Vorteil, wenn Du beliebig oft zwischen sitzender und stehender Arbeitshaltung wechseln kannst. Damit beugst Du Ermüdungserscheinungen vor, da im Stehen und im Sitzen unterschiedliche Muskeln beansprucht werden, so dass jeder Haltungswechsel mit einer Entlastung bestimmter Muskelgruppen einhergeht.
Wenn Du auf Deinem Arbeitstisch einen Computer unterbringen willst, dann sollte der Tisch eine entsprechend größere Tiefe haben. Diese variiert je nach Monitorgröße. Darüber hinaus sollte der Tisch je nach Aufgabe und individuellen Notwendigkeiten verschiedene Anordnungen von Bildschirm, Tastatur und Beleghalter zulassen.
Um dynamisches Sitzen zu ermöglichen, sollte der Bildschirm zudem gedreht, geneigt und in der Höhe verstellt werden können. Im Normalfall wird die Höhe des Bildschirms so gewählt, dass beim Blick nach geradeaus die obere Bildschirmkante angesehen wird. Als häufigste Ursache für visuelle Beschwerden werden immer wieder Reflexe auf dem Bildschirm genannt. Daher sollten Bildschirme möglichst parallel zum Fenster ausgerichtet werden. Zusätzlich kannst Du die Fenster mit lichtdurchlässigen und reflexarmen Vorhängen abhängen.
Wenn Du Deinen Arbeitsplatzes optimal gestalten willst, dann sorge für gute Beleuchtung. Schlechtes Licht erschwert die Konzentration, führt zu schnellerer Ermüdung und schmerzenden Augen.
Hauptanforderungen an die Beleuchtung sind:
Der Arbeitstisch sollte möglichst gleichmäßig beleuchtet sein. Wenn Du ein Buch auf der Arbeitsfläche hin und her schiebst, kannst Du kontrollieren, wie gleichmäßig Deine Arbeitsfläche ausgeleuchtet ist bzw. wo Du die Schrift gut und wo Du sie nicht mehr so gut lesen kannst.
Generell solltest Du versuchen, Dir einen möglichst ruhigen Ort für Deinen Arbeitsplatz auszusuchen. Dabei gilt:
Weitere Anforderungen an das optimale Arbeitszimmer sind eine gute Belüftung und Beheizbarkeit. Die relative Luftfeuchte sollte 40 - 60 % betragen, bei geringeren Werten trocknen die Schleimhäute der Atemwege und die Haut aus. Außerdem nimmt die Wahrscheinlichkeit der elektrostatischen Aufladung zu. Im allgemeinen werden Raumtemperaturen von 21°C bis 23°C empfohlen, da frische Luft und ein kühler Raum die Konzentration eher fördern.
Auf folgende Störungen solltest Du achten und diese wenn möglich abstellen:
Zum Abschluss kannst Du mit Hilfe der folgenden Liste Deinen
Arbeitsplatz überprüfen, indem Du die jeweils zutreffende
Einstufung ankreuzt und anschließend mögliche Abhilfen
einleitest.
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Mängel |
Abhilfen |
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ja |
nein |
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Raum und Arbeitsplatz
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Störungen
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An Deinem Arbeitsplatz solltest Du folgende nützliche Hilfsmittel in erreichbarer Nähe haben, um unnötiges Aufstehen und Herumsuchen zu vermeiden:
Souvenirs, Briefe, Zeitschriften, der aktuelle Schmöker und alle anderen Dinge, die Dich vom Lernen ablenken und Deine Konzentration stören, gehören nicht an Deinen Arbeitsplatz.!!!
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Arbeitsmaterial |
vorhand. |
Anschaffung geplant |
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ja |
nein |
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