Die Angst vor unmöglichen Anforderungen
(Überforderung)
Die Angst vor unmöglichen Anforderungen bezieht in den
Gedanken des Schülers stärker die Zeit nach einer
erfolgreichen Arbeit mit ein. Hier entsteht der Druck, dass jeder
Erfolg neue, noch größere und schwerere Anforderungen nach
sich ziehen wird. Dies ist besonders dann der Fall, wenn nach einer
gelungenen Englisch- oder Mathematikarbeit nicht die erreichte
Leistung gewürdigt, sondern sich der Blick vorrangig auf die
verbleibenden Fehler lenkt. Die Angst vor dem Erfolg ist somit nichts
anderes als eine verzögerte Angst vor einem möglichen
Versagen in der Zukunft. Je besser der Schüler ist, um so
schwieriger wird es, die hohe Leistung zu halten oder gar zu
verbessern, bis er einen Punkt erreicht, an dem sich automatisch
Misserfolge einstellen, da die Leistungsmöglichkeiten
ausgeschöpft sind, oder sich der Schüler nicht mehr weiter
dazu zwingen kann, das zu leisten, was er tun müsste, um den
Erfolg aufrecht zu erhalten.
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