Ein Schüler, der Angst davor hat, in einer unliebsamen
Schulaufgabe in Deutsch, Latein oder Mathematik zu versagen, kann
möglicherweise beginnen, eine Verzögerungstaktik
anzuwenden. Die Vorbereitungen werden immer weiter verschleppt, bis
es für den Schüler nicht mehr möglich ist, sein Bestes
zu geben. Damit erzögert er für sich selbst eine
Entschuldigung des Versagens ("Ich habe mich ja nicht optimal
vorbereitet!"), da in der Schulaufgabe nicht das wahre Können,
die wirklichen Möglichkeiten bewertet werden, sondern lediglich
eine unvollständige, begrenzte Vorbereitung in letzter Minute.
Schlechte Vorbereitung wird somit zum Mittel des Selbstschutzes.
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